In den letzten Jahren sind die Fernsehgeräte vor allem immer größer geworden. Das lässt sich kaum noch steigern, deswegen setzen die Hersteller jetzt auf andere Aspekte. Auf der IFA werden vor allem Fernseher gezeigt, die zum einen bessere Bilder liefern und zum anderen weniger Strom verbrauchen.
Beruhigend: Mehr Bilder pro Sekunde

Verbesserte Bildqualität durch Motionflow

Eine höhere Bildwiederholfrequenz sorgt für ruhigere Bilder. Allerdings wird nicht einfach nur das Bild öfter wiederholt, sondern es werden Zwischenbilder berechnet, die eigentlich gar nicht gesendet werden. Dadurch entstehen fließende Bewegungen. Hochwertige Fernseher liefern heute auf diese Weise 200 Bilder pro Sekunde, gesendet wird nur mit 25.

Flacher werden die Fernseher ebenfalls: Die Hersteller statten ihre hochwertigen LCD-Fernseher zunehmend mit LED-Backlight aus, einer Hintergrundbeleuchtung mit LEDs anstelle von Leuchtstoffröhren. LEDs verbrauchen weniger Platz, sparen Energie und liefern außerdem mehr Licht, allerdings bei höheren Anschaffungskosten.

LCD-Fernseher werden immer flacher

Während die Hersteller derzeit nur bei kostspieligen Spitzenmodellen auf LED-Backlight setzen und somit Energie sparen, gilt bei allen führenden Produzenten von modernen Fernsehgeräten: Energiesparen ist Trumpf. Von Eco-TVs ist die Rede, fast alle Hersteller wollen gezielt Energie sparen – was allerdings auch dringend nötig ist, weil sich vor allem die großen Fernsehgeräte zu regelrechten Stromfressern entwickelt haben.

Vor allem im ausgeschalteten Zustand sollen Fernseher so gut wie keine Energie benötigen. Was eigentlich selbstverständlich klingt, ist oft nicht so: Im Standby-Modus verbrauchen die meisten Fernseher relativ viel Energie, was sich aufs Jahr hochgerechnet zu ordentlichen Beträgen summieren kann. Eco-Fernseher verschwenden praktisch nichts mehr, wenn sie ausgeschaltet sind: Weniger als 0,1 Watt. Eingeschaltet sollen selbst 32-Zöller weniger als 75 Watt benötigen. So mancher Fernseher, der derzeit im Laden verkauft wird, verbraucht ein Vielfaches davon.

Ab in die dritte Dimension

Ein anderer klarer Trend derzeit ist 3D. Nicht nur Computerspiele sollen verstärkt 3D-Bilder liefern, auch die Filmindustrie produziert wieder mehr Filme mit räumlicher Tiefe. Um sie ansehen zu können, sind spezielle Fernsehgeräte erforderlich. Sony will bereits 2010 einen ersten 3D-fähigen LCD-Fernseher verkaufen. Zwar ist noch gar nicht klar, welcher Standard sich bei Blu-Ray-Discs und im Fernsehen durchsetzt, um überhaupt 3D-Filme anbieten zu können. Es ist aber unübersehbar, dass sich die Branche mit dem Thema beschäftigt und möglichst früh Lösungen anbieten möchte.

Auch einige Hersteller von Spielekonsolen und Computerspielen setzen verstärkt auf 3D-Computerspiele. Um in den Genuss der räumlichen Effekte zu kommen, muss oft eine spezielle Shutter-Brille aufgesetzt werden. Der Monitor liefert dann abwechselnd ein Bild fürs linke und eins fürs rechte Auge. Es sind aber auch Techniken denkbar, bei denen keine Spezialbrille aufgesetzt werden muss, allerdings muss dann wieder ein neuer Monitor her.