Ob Digitalkamera, Scanner oder Drucker: Fast alle externen Geräte lassen sich heutzutage per USB-Anschluss an Ihren Computer anschließen. Doch das war nicht immer so. Früher war es üblich, Drucker über LPT anzuschließen.

LPT steht für Line Printer Technology. Es handelt sich um einen ziemlich breiten, 25- bis 36-poligen Stecker, der Daten parallel auf mehreren Drähten übertragen kann. Damit man einen Drucker über diesen Anschluss nutzen konnte, musste man das Kabel anschließen, während der Computer ausgeschaltet war. Eine beliebte Druckerserie, die über LPT betrieben wurde, war zum Beispiel die Deskjet 690-Serie von Hewlett-Packard.

Da die meisten Computer nur über einen einzigen LPT-Anschluss verfügten, mussten sich Scanner-Hersteller etwas einfallen lassen, damit Drucker und Scanner gleichzeitig genutzt werden konnten. Die Idee: Der LPT-Anschluss für den Drucker wird durch den Scanner durchgeschleift. Daten für den Drucker werden zunächst zum Scanner geschickt, der das Signal an den Drucker weiterreicht.

Der offiziell als IEEE 1284 bekannte LPT-Standard wurde Ende der 1990er-Jahre durch den viel komfortableren USB-Standard abgelöst. Größter Vorteil: USB-Anschlüsse lassen sich per Hub aufteilen. Außerdem können USB-Geräte im laufenden Betrieb an- und abgesteckt werden.