Experten der amerikanischen Sicherheitsfirma Rapid7 haben ein Sicherheitsleck im Internetprotokoll “Universal Plug and Play” entdeckt, das es Angreifern ermöglicht, die Geräte zu kapern. Betroffen sind DSL-Router, WLAN-Access Points, Webcams und einige andere Geräte. Rund 50 bis 60 Millionen Geräte sollen betroffen sein. Auch DSL-Router, und das ist heikel. Denn kann sich ein Hacker Zugang zu einem DSL-Router verschaffen, kann er nicht nur Schaden anrichten, sondern oft auch in das lokale Netzwerk des Betroffenen eindringen und dort zum Beispiel Daten entwenden.

Deshalb müssen die Hersteller der betroffenen Geräte nun schnellstmöglich die Software aktualisieren. Betroffene Benutzer müssen dann aber auch die Firmware aktualisieren, damit das Sicherheitsleck gestopft wird. Zumindest beim DSL-Router sollte man sich informieren, ob das verwendete Modell betroffen ist und ob man aktiv werden muss. Sicher ist sicher.

Wenn es um genaue Statistiken geht, gibt man sich bei Youtube gerne verschlossen. Die beliebtesten Videos? Wird nicht verraten. Die beliebtesten Musikvideos? Wird erst recht nicht verraten. Wie viele sind davon in jedem einzelnen Land aufgrund von Rechteproblemen gesperrt? Fast ein Staatsgeheimnis… Doch das wollten sich einige User nicht länger gefallen lassen. Dass in Deutschland aufgrund der Unstimmigkeiten mit der Gema besonders viele Videos gesperrt sind, ist allgemein bekannt. Aber wie viele?

Es sind 61,5%, zumindest wenn man die 1000 beliebtesten Videos überprüft. Zu diesem Ergebnis kommt eine wirklich spannende Web-App, die von OpenDataCity entwickelt wurde. Die App ermittelt alle 24 Stunden, wie viele Videos gesperrt sind, nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern. Und während in den USA nicht mal 0,9% der Videos betroffen sind, können deutsche User eben über 60 Prozent der Videos nicht sehen. Ein tolles Projekt, das den Irrsinn des Streits zwischen Youtube und Gema klar macht. Es muss dringend eine Lösung her, damit deutsche User nicht weiter in die Röhre schauen.

Wer schon mal den Grand Canyon in den USA besucht hat, kann von wirklich beeindruckenden Ansichten berichten. Doch nicht jeder setzt sich mal eben in den Flieger. Zum Glück versorgt uns Google im Rahmen seines Streetview-Programms immer wieder mit faszinierenden Panoramaansichten aus aller Welt. Jetzt hat Google den Grand Canyon abgelichtet. Zumindest einen Teil: 120 Kilometer Wanderwege sind erfasst. Dazu mussten Google-Mitarbeiter mit einem 18 Kg schweren Rucksack durch die Berge klettern. Darin ein 15-Linsen-Kamerasystem, um die gewohnt fesselnden 360-Grad-Aufnahmen zu machen. Bitte nicht stolpern – und die Aussicht genießen!

2 Kommentare
  1. Der_Deutsche
    Der_Deutsche sagte:

    Zur GEMA und Youtube

    Ich zitiere einmal Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland:

    Artikel 5

    (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild
    frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zu-
    gänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
    Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch
    Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet
    nicht statt.

    Zitat Ende

    Eine Zensur findet NICHT statt?
    Doch! Während sich sogar Politiker scheuen, bestimmte Internetseiten zu sperren (was ja Zensur, und somit einen Fall für das Verfassungsgericht darstellen würde), erlaubt sich doch die GEMA genau dies zu tun! Nicht zur Verhinderung evtl. (Volks-)Aufstände, Unruhen etc., nein, weit gefehlt. Rein des liebes Geldes wegen.

    Kurz: Verfassungswidrige Internetzensur durch die GEMA wegen Geldgier!
    Ja, Deutschland und seine müßigen Bürger schauen zu und lassen sich dies gefallen, statt diese Verbrecher vor den Kadi zu ziehen!

    Armes Deutschland, wo steuerst du hin, oder besser, wo wirst du von unseren Politikern seit Jahrzehnten hin gesteuert?
    wegen! Ja, so läuft das in Deutschland –

  2. Klafzinski
    Klafzinski sagte:

    FRITZ!Box nicht von UPnP-Lücke betroffen

    In den Medien wird aktuell von einer Sicherheitslücke einer UPnP-Bibliothek berichtet, die vor allem Router betrifft. Die gute Nachricht für Anwender einer FRITZ!Box: Sie sind auf der sicheren Seite! Keine FRITZ!Box ist von der beschriebenen Sicherheitslücke betroffen, da die verursachende Bibliothek „libupnp“ bei unseren Routern noch nie zum Einsatz kam. Auch ist die Firewall der FRITZ!Box immer aktiv und lässt sich nicht deaktivieren. Heimnetzwerkprotokolle wie UPnP sind grundsätzlich nicht aus dem Internet erreichbar.

    Der technische Hintergrund

    Der amerikanische Verbund von Sicherheitsfachleuten CERT hat die Sicherheitslücke bei der bei UPnP zum Einsatz kommenden Bibliothek „libupnp“ festgestellt. Bei drei UPnP-Funktionen, die durch die Bibliothek „libupnp“ gesteuert werden, kann ein Pufferüberlauf entstehen. Da diese Bibliothek nicht in der FRITZ!Box zum Einsatz kommt, ist Ihr Heimnetz vor unerwünschten Zugriffen geschützt.

    Quelle:http://www.avm.de/de/News/artikel/2013/sicherheitsluecke_upnp.html

Kommentare sind deaktiviert.