Die Leistung eines DSL-Tarifs bestimmt maßgeblich darüber, wie viel Geld wir monatlich an unseren Anbieter überweisen. Vor allem die Geschwindigkeit ist dabei ein Preistreiber. Wer hier sparen will, sollte also nur die DSL-Geschwindigkeit wählen, die er tatsächlich benötigt.

Höchstgeschwindigkeit lohnt sich für die wenigsten

Blitzschnell mit VDSL durch das Internet surfen – das klingt im ersten Moment verlockend. Fakt ist jedoch, dass die meisten Internetuser eine solch hohe Geschwindigkeit gar nicht benötigen und somit umsonst viel Geld zahlen. Sollte Ihr Vertrag in naher Zukunft auslaufen, so sollten Sie sich beim Tarifvergleich auf Portalen wie verbrauchermax.de nur die Tarife anzeigen lassen, welche die für Ihre Bedürfnisse optimale Geschwindigkeit bieten.

Optimale Geschwindigkeit in 2 Schritten finden

Im ersten Schritt sollten Sie Ihr Nutzungsverhalten analysieren: Für welche Zwecke nutzen Sie Ihren Computer? Sollten Sie etwa zu denjenigen Personen gehören, die lediglich im Internet (z. B. auf Newsportalen) surfen und ab und an Mails verschicken bzw. chatten, so reicht ein Tarif mit der langsamsten Verbindungsgeschwindigkeit von etwa 2.000 kbit/s vollkommen aus. Wollen Sie dagegen zusätzlich über das Internet telefonieren, Videos ansehen und Downloads mit akzeptabler Geschwindigkeit tätigen, so muss es für Sie mindestens DSL 6.000 sein. Deutlich schneller ist ein Tarif, der eine Geschwindigkeit von 16.000 kbit/s bietet: Mit ihm können Sie Services wie Video-on-Demand oder Internet-TV nutzen und Online-Games spielen. Zuletzt gibt es DSL 16.000+ bzw. VDSL, das mit Übertragungsgeschwindigkeiten von etwa 52 Mbit/s aufwarten kann. Private Internetuser benötigen eine solch schnelle Leitung normalerweise nicht, für Businesskunden, bei denen jede Sekunde zählt, ist VDSL dagegen ideal.

Im zweiten Schritt, und zwar ebenfalls noch vor der Durchführung eines Tarifvergleichs, sollten Sie über ein entsprechendes Tool im Internet prüfen, welche Geschwindigkeit die Leitung in Ihrem Haus überhaupt hergibt. Sollte sich dabei ergeben, dass diese unter der von Ihnen gewünschten Geschwindigkeit liegt, so bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten:

  1. Sie beißen in den sauren Apfel und geben sich mit der niedrigeren Geschwindigkeit zufrieden.
  2. Sie rüsten nach bzw. bitten Ihren Vermieter, die Leitungen zu erneuern.

Auch die jetzige Geschwindigkeit testen

Bevor Sie einfach in einen schnelleren und teureren Tarif Ihres jetzigen Anbieters wechseln, sollte Sie testen, ob dieser auch tatsächlich die Leistung liefert, die er vertraglich verspricht. Sollte dies bei ansonsten optimalen Voraussetzungen nicht der Fall sein, so ist dies sogar für die Bundesnetzagentur von Interesse. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, diejenigen Anbieter aufzuspüren, die ihren Kunden mit ihren Tarifen nicht die volle Leistung liefern.

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