Kunden von Kabel Deutschland haben in den letzten Tagen Post von ihrem Provider bekommen. Denn der Kabelbetreiber hat etwas vor mit den Kunden: Widersprechen diese nicht, will Kabel Deutschland per Fernkonfiguration die Modems der Kunden zu einem Hotspot machen. Auf diese Weise soll Deutschland mit einem Netzwerk von offenen WLANs überzogen werden. Jeder, der sein eigenes Modem zum Hotspot macht, darf umgekehrt auch alle WLAN-Hotspots anderer Kabel-Deutschland-Kunden kostenlos nutzen.

Die Idee ist grundsätzlich gut. Was vielen Kunden allerdings aufstößt, ist die Vorgehensweise des Kabel-Betreibers. Die Kunden müssen innerhalb von sechs Wochen widersprechen, wenn sie nicht wollen, dass ihr Kabel-Modem zu einem Hotspot umfunktioniert wird. Auch sorgen sich manche Kunden um die Sicherheit oder um ihre Bandbreite. Doch Kabel Deutschland versichert: Die Bandbreite wird entsprechend erweitert, so dass der Kunde keinerlei Beeinträchtigung spüren dürfte. Außerdem soll jeder Hotspot-Nutzer eine individuelle IP-Adresse erhalten und keinerlei Zugriff auf die Daten des Modem-Besitzers haben.

Die Deutsche Telekom versucht mit WLAN to go ein ähnliches Konzept umzusetzen. Hier werden die Kunden allerdings angeworben, an dem Projekt mitzumachen. Niemand muss widersprechen.

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