Twitter will sich nach und nach zum vollwertigen Social Media Dienst mausern. Fotos kann man schon lange mit Twitter verschicken, für Videos gibt es die Extra-App Vine und jetzt lassen sich auch Musik und Sounds in Tweets einbetten. Allerdings ist diese wirklich nützliche Funktion erst mal einigen ausgewählten Twitter-Accounts vorbehalten.

Die neue Funktion nennt sich Audio Cards. Über solche Audio Cards lassen sich Soundcloud-Tracks in der Mobile App von Twitter abspielen. Die neue Option erlaubt, Audiotracks in Tweets einzubetten. Wer einen Tweet mit eingebettetem Sound entdeckt, muss nicht extra auf einer Webseite vorbeischauen, um sich den Track anzuhören: Ein Klick auf einen solchen Tweet reicht, schon wird der Track direkt in der iOS- oder Android-App abgespielt.

audio cards

Soundcloud erledigt das Streaming im Hintergrund. Einmal angespielt, läuft der Track weiter, man kann die Twitter-App also weiter nutzen und muss nicht beim ursprünglichen Tweet bleiben. Soundcloud ist laut Twitter lediglich der “erste Partner” für derart eingebettete Musik. Schon bald sollen andere Sound-Dienste folgen. Und es ist auch nur eine Frage der Zeit, bis Twitter versuchen wird, auf diese Weise Musik kostenpflichtig zu verteilen. Schließlich muss Twitter zusehen, wie es Geld verdient.

Völlig überraschend kommt die Kooperation zwischen Twitter und Soundcloud nicht gerade. Vor einigen Monaten hat sich Twitter für das deutsche Startup interessiert. Twitter wollte Soundcloud kaufen, doch die Gründer von Soundcloud haben abgelehnt.

soudncloud

Erst mal nur für ausgewählte Accounts
Wer jetzt  versucht, in seiner Twitter-App auch Soundcloud-Tracks zu verschicken, wird sich jedoch umsonst bemühen. Denn erst mal ist dieses Feature ausgewählten Twitter-Accounts vorbehalten. Audio Cards können zunächst nur Musiker und Radiostationen in Tweets einbinden. Den Anfang machen erst mal David Guetta, Coldplay und die BBC. So will man die Twitter-Gemeinde wohl erst mal daran gewöhnen, die neue Funktion anzunehmen. Auch Radiobeiträge und Podcasts sollen auf diese Weise verteilt werden.

Mir gefällt der Ansatz – das wertet Twitter auf jeden Fall auf. Und es wertet auch Audiobeiträge auf. Warum immer nur Fotos und Videos verteilen? Audios sind auch was Wunderbares. Dem trägt die neue Funktion von Twitter Rechnung.