Wer hätte das gedacht: Wer mit einer GoPro-Kamera auf dem Kopf oder mit einer andere Action-Cam am Körper Videos dreht, kann über die Art und Weise des Videodrehs enttarnt werden. Forscher haben jetzt herausgefunden: Jeder bewegt seinen Kopf ganz individuell. Die Bewegungen sind so unverwechselbar wie ein Fingerabdruck. Nicht unwichtig zu wissen für alle, die gerne eine Datenbrille aufsetzen oder mit einer Action-Cam drehen.

Wissenschaftler aus Israel haben es tatsächlich geschafft, Träger eine GoPro-Kamera allein anhand ihrer Kopfbewegungen zu identifizieren. Man sieht denjenigen nicht, der die Kamera bedient (oder ihr als lebendiges Stativ dient), kann aber trotzdem mit geeigneter Software anhand seiner Bewegungen identifiziert werden. Jeder bewegt seinen Kopf offensichtlich anders.

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So wie Stimme oder Fingerabdruck verraten auch die Wackler beim Halten oder Tragen einer Kamera eine Menge über denjenigen, der filmt. Professor Shmuel Peleg und Yedid Hoshen von der Hebrew University in Jerusalem haben das in einer Forschungsarbeit herausgefunden. Wer also Videos dreht und sie ins Netz stellt, darf künftig nicht mehr auf Anonymität hoffen.

Zwar haben sich die Forscher erst mal mit auf den Kopf montierten Kameras beschäftigt, die Erkenntnisse funktionieren aber auch für alle anderen am Körper getragenen Kameras. Aber vermutlich wird es schon bald Apps geben, die Wackler korrigieren und andere Störungen einfügen, um diese Rückverfolgbarkeit zu unterdrücken.