Die Electronic Frontier Foundation setzt sich für Bürgerrechte im Netz ein. Jetzt hat die Initiative ein neues Projekt gestartet, das Sperrungen und Löschungen in Social Media auflistet. Auf diese Weise kann man besser verstehen lernen, was in den Social Media zensiert wird – und warum.

Facebook, Twitter, Instagram, Apple, Microsoft: Die großen Onlinedienste und Sozialen Netzwerke haben ihre eigenen Spielregeln. Während Hetzkommentare nur sehr zögerlich oder gar nicht entfernt werden, führt jeder Verdacht auf erotische Bildinhalte bei Facebook zum sofortigen Entfernen des Postings.

Und wer als Frau “Isis” mit Vornamen heißt, der muss damit rechnen, dass das komplette Konto gesperrt wird. Man hört immer wieder von solchen EInzelfällen. Etwa den, wo Facebook einen Hersteller von BHs daran gehindert hat, einen Artikel zu promoten, wo der Frage nachgegangen wird, welche Größe für die Damen denn nun die richtige sein könnte… Albern.

Und ernst zugleich. Denn die großen Anbieter machen ihr eigenes Ding. Deshalb wurde jetzt onlinecensorship.org gestartet. Ziel des Projekt: Social-Media.Unternehmen zu mehr Transparenz zu bewegen. Sie sollen Rechenschaft ablegen über Lösch- und Sperrvorgänge. Das lobenswerte Angebot wurde gemeinsam von der Electronic Frontier Foundation (EFF) und Visualizing Impact auf die Beine gestellt. Hier können Nutzer gesperrte oder gelöschte Inhalte melden und Angaben zur Begründung des Social Media Unternehmens machen.

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