Während der EM ist ein besonderes Phänomen zu beobachten: Schießt die deutsche Mannschaft ein Tor, jubeln die Nachbarn links vor mir selbst – und die Nachbarn rechts scheinen sich erst 20 Sekunden später über das Tor zu freuen. Trotzdem gucken wir alle dasselbe Spiel. WIe ist das möglich? Das liegt daran, dass wir heute die unterschiedlichsten Übertragungs-Wege nutzen, um uns Fernseh-Programme anzuschauen: DVB-T, Satellit, Antenne, IP-TV, am Computer oder per App.

Jeder Übertragungs-Weg hat eine andere Lauf-Zeit. Es dauert, bis die Signale im Fernseher ankommen – und dort werden sich auch noch unterschiedlich schnell verarbeitet. Der eine Fernseher zeigt die Signale sofort, der andere braucht zwei Sekunden, bis alles zu sehen ist. Auf diese Weise entstehen Unterschiede von bis zu 57 Sekunden. Es kann also fast eine Minute vergehen zwischen dem eigentlichen Moment und dem Augenblick, so das Bild zu Hause ankommt.

torjubel

Mit dem Jubel-Checker gibt es jetzt eine App, mit der man während der EM messen kann, wie lange die Latenz (also Warte-Zeit) beim eigenen Übertraguns-Weg ist. Einfach das Mikrofon einschalten, ein Spiel anschauen – und das Signal auswerten lassen. Die App sagt einem dann, wie viele Sekunden das Signal bis zu mir braucht