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CES 2017: Smart-Home und Roboter

07.01.2017 | Von Jörg Schieb

Tipps

Stichwort: Smarthone. Das vernetzte Zuhause. Alles ist mit allem vernetzt, alles lässt sich über entsprechende Apps steuern, ob Beleuchtung, Heizung, Garagentor oder Smart-TV. Das zumindest ist das Versprechen der Industrie. Gerade läuft in Las Vegas die „Consumer Electronics Show“ (CES). Hier zeigen die Hersteller, was sie Neues im Programm haben und dieses Jahr verkaufen wollen – auch, um das Haus weiter zu vernetzen.

Stellenweise sieht es auf dem Messegelände aus wie in einem Science-fiction-Film. Da fliegen Drohnen durch die Luft, da laufen Roboter durch die Gänge, alles bewegt sich von alleine, piepst, ruft, erledigt Aufträge.

Eins der großen Themen dieses Jahr ist das Smarthome. Das ist nicht ganz neu, schon lange werden uns vernetzte Haushaltsgeräte gezeigt. Doch einige Interpretationen sind neu – und die sehen wir auf der CES. Zum Beispiel diverse Roboter, die durch die Wohnung rollen oder teilweise sogar fliegen.

Ein Hausroboter namens Kuri

Bestes Beispiel ist Kuri. Manche sagen, der sieht aus wie eine Mischung aus Wall-E, R2-D2 und Amazon Echo. In der Tat sieht Kuri ganz niedlich aus. Er hat runde Augen, kann mit den Augen blinzeln, gibt Piepstöne von sich wie R2-D2, er kann zuhören, schaut in die Richtung, aus der gesprochen wird, er kann durchs Haus fahren, umschifft dabei Hindernisse und versteht seinen Chef. Kuri reagiert auf die Mutter anders als auf die Kinder, auf die nämlich verspielter.

In Werbespots sehen wir Kuri mit den Kindern spielen. Und die Kids haben Spaß. Man kann Kuri aber auch mit der Smartphone-App steuern. Kurz: Kurz sieht niedlich aus und ist für den Privathaushalt gedacht. Allzu viel machen kann er aber nicht. Er hat keine Arme, um Dinge zu transportieren. Er sieht niedlich aus, spielt mit den Kids – und bewacht das Zuhause. 700 Dollar soll Kuri kosten und Ende des Jahres auf den Markt kommen.

Drohne patrouilliert durch die Wohnung

Der US-Hersteller alarm.com hat auf der CES eine Drohne gezeigt, die einzig und allein dem Zweck dient, das Zuhause zu bewachen. Sie fliegt im Haus oder draußen, kann dort patrouillieren und Alarm schlagen, wenn etwas nicht stimmt. Andere Sensoren im Haus können Signale liefern, etwa wenn ein Bewegungsmelder anschlägt. Oder wenn man nachts ein auffälliges Geräusch hört, kann man seine Drohne dort hinschicken – und die schaut nach.

Oder besser: Sie fliegt zum gewünschten Ort und liefert einen Live-Videostream von dort. Die Alarm-Drohne ist noch nicht marktreif, aber schon vorzeigbar. Alarm.com ist nicht der einzige Anbieter, der solche Sicherheits-Drohnen herstellen will, aber bislang der einzige, der eine Drohne plant, die in den eigenen vier Wänden fliegen kann.

Vernetzte Haushaltsgeräte

Durchaus ein Thema, denn den Kühlschrank benutzen wir schließlich oft. Hersteller LG Electronics hat auf der CES einen vernetzten Kühlschrank gezeigt, der mit dem Sprachsystem Alexa von Amazon verbunden ist. Amazon erlaubt ja, seinen digitalen Assistenten Alexa (aus Amazon Echo) auch in Fremdproduktionen zu integrieren.

Genau das hat LG gemacht. Man kann deshalb mit dem Kühlschrank reden, etwa Rezepte erfragren, während man vor der offenen Kühlschranktür steht, man kann aber auch ein Taxi bestellen oder Musik abspielen – nahezu alles, was man auch mit Amazon Echo machen kann. Natürlich auch bei Amazon (nach)bestellen. Der LG-Kühlschrank ist mit einer Innenkamera ausgestattet. Das finde ich ganz praktisch, weil man auch unterwegs in seinen Kühlschrank schauen kann – und dann weiß, was man mitbringen muss. Was soll ich einkaufen? Offensichtlich ein weltweites Thema.

Intelligenter schlafen

Auch ein „smartes“ Bett gibt es auf der CES zu sehen. Ein Bett, das einem beim Schlaf beobachtet, das man mit der App steuern kann. Linke Seite straffer als die rechte Seite. Und wenn wir uns bewegen im Schlaf, wird der Widerstand der Matratze automatisch optimiert. Und sollte jemand das Schnarchen anfangen, hebt das Bett automatisch den Kopf ein wenig an…

Ein Luxusbett, dessen Preis allerdings noch nicht feststeht. Überhaupt gibt es auf der CES so manche Spielerei zu sehen, um den Schlag zu überwachen oder zu erleichtern: Spielzeug für Kinder, die sie mit Musik in den Schlaf wiegen oder Gadgets, die Wachphasen ermitteln und vieles andere mehr. Der vernetzte Haushalt ist heute mehr als Licht und Heizung per App steuern.




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