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Mit WPA3 soll WLAN wieder sicher werden

11.01.2018 | Von Jörg Schieb

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Als vor einigen Monaten erhebliche Sicherheitsmängel am WLAN-Funkstandard WPA2 bekannt geworden sind, war die Verunsicherung groß: Kann man heute eigentlich noch gefahrlos WLAN benutzen? Jetzt hat die Wifi Alliance mit WPA3 einen Nachfolgestandard angekündigt, der deutlich mehr Sicherheit bieten soll.

Die Wifi Alliance hat auf der CES ein neues Protokoll für drahtlose Netzwerke angekündigt, das sich WPA3 nennt und deutlich mehr Sicherheit bringen soll.

Auch offene WLAN-Hostpots besser abgesichert

Das scheint auch dringend nötig. Wir erinnern uns: Im Herbst 2017 wurden erhebliche Sicherheitslecks im bis dahin auch geschätzten WLAN-Protokoll WPA2 entdeckt. Gebt’s ruhig zu: Ist geistig längst abgehakt. Aber das Leck gibt es nach wie vor. Deswegen müssen dringend Lösungen her. Und die hat die Wifi Alliance jetzt mit WPA3 aus dem Hut gezaubert: Ein neuer Funkstandard, der die Daten besser verschlüsselt und so für mehr Sicherheit sorgen soll.

WLAN soll dank WPA3 deutlich sicherer werden. Gleichzeitig will man den Umgang mit verschlüsselten WLAN-Verbindungen vereinfachen. So soll WPA3 selbst dann einen robusten Schutz bieten, wenn man ein vergleichsweise einfaches Passwort nutzt.

Es wird also schwieriger, solche Passwörter durch Brute-Force-Attacken zu knacken. Darüber hinaus sieht WPA3 eine individuelle Verschlüsselung für offene WLANs vor. Das ist ein Meilenstein: Offene WLANs werden abhörsicher – auch ohne Passwort.

geralt / Pixabay

Einfacher einzurichten

Darüber hinaus soll die Konfiguration der WLAN-Verbindung auf Geräten mit Bildschirm vereinfacht werden: Nutzer werden also künftig die Möglichkeit haben, menügeführt ihre Sicherheitseinstellungen vorzunehmen. Noch in diesem Jahr sollen erste Geräte auf den Markt kommen, also Router, Access Points etc.

Vermutlich werden auch Firmware-Updates für bestehende Geräte angeboten – da wo möglich. Das bedeutet: Die Betriebssoftware in den WLAN-Geräten wird mit WPA3 vertraut gemacht. Das allein bringt aber noch nichts. Natürlich müssen auch unsere Geräte fit gemacht werden für WPA3, also unsere Smartphones, Tablets, Rechner etc. Auch hier wird es Updates geben.

Ich fürchte, es wird nicht reibungslos funktionieren. Der Eingriff in den WLAN-Standard ist elementar. Die Allianz selbst macht über die Kompatibilität noch keine konkreten Aussagen. Der Wechsel auf einen neuen Sicherheitsstandard birgt aber definitiv das Risiko, viele Geräte inkompatibel zu machen.

Es gibt zum Beispiel Geräte in der Industrie, die einen Wechsel nicht vertragen. Auch die Spielekonsole Nintendo DS setzt zwingend auf die Verschlüsselung WEP, selbst WPA2 wird nicht unterstützt. Bei WPA3 werden ähnliche Effekte erwartet. Ältere Geräte könnten Probleme machen.

 

 




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