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Wie Influencer ihr Geld verdienen

Cathy Hummels ist nicht nur Ehefrau des bekannten Fußballers, sondern auch Mutter – und Instagramerin. Als Promifrau hat sie überdurchschnittlich viele Follower. Schön für sie. Doch sie wurde abgemahnt, weil ihr Schleichwerbung unterstekllt wird. Viele Influencer betreiben Schleichwerbung. Und es ist heute wirklich leicht, sich als Influencer mit lukrativen Angeboten zu versorgen.

Influencer hat es schon immer gegeben. Nur hießen sie früher anders: Da waren es Politiker, Manager, Künstler, Autoren, Fotografen oder Journalisten, die Einfluss auf die Gesellschaft hatten.

Denn nichts anderes bedeutet „Influencer“ schließlich: Jemand, der (aus bestimmten Gründen) Einfluss hat. Früher waren in der Regel besondere Fähigkeiten oder eine hohe Position nötig. Heute reicht ein (erfolgreicher) Account auf YouTube oder Instagram, um Einfluss zu haben.

 

Wenn Influencer für Postings bezahlt werden

Daran ist nichts Schlimmes – wenn diese neuen Möglichkeiten sinnvoll genutzt würden. Werden sie manchmal auch. Aber in der Regel wohl eher nicht. Die meisten Influencer sind „Beeinflusser“ geworden, weil sie „was mit Medien“ machen wollten. Weil sie Popularität anstreben. Weil sich bei ihnen überlaut der Narzissmus meldet. Hauptsache bekannt und präsent. Warum? Womit? Mal überlegen, da fällt uns schon was ein…

Wie wär’s denn mit Yoga, Beauty, Babykram – solche Sachen? Das ist zwar nicht sonderlich originell, muss aber ja auch nicht, wenn man zum Beispiel mit einem Fußballer verheiratet ist. Cathy Hummels hat es mit ihrem Instagram-Account so auf stolze 343.000 Abonnenten gebracht. Ohne Inhalte. Das ist beachtlich, aber nicht ungewöhnlich.

Ich wähle dieses Beispiel, weil Cathy Hummels gerade von Abmahnern herausgepickt wurde, um ein Exempel zu statuieren. Der „Verband Sozialer Wettbewerb“ (VSW) hat eine einstweilige Verfügung gegen sie erwirkt. Der Vorwurf: Hummels mache auf Instagram Schleichwerbung. Angeblich preise sie regelmäßig Produkte an, ohne es eindeutig als Reklame zu kennzeichnen.

Mit Apps wie Freachly und Tribe handeln Influencer ihre Preise aus

Cathy Hummels wehrt sich: Was ist erlaubt?

Stimmt alles nicht, beschwert sich die Influencerin – und will sich mit anwaltlicher Hilfe für „Meinungsfreiheit einsetzen“. Nun, das ist zwar nicht ganz das Thema, sondern eher die Frage, ob Geld fließt für eine Produktpräsentation oder andere Vorteile gewährt wurden/werden. Aber dank Cathy Hummels wird ein wichtiges Thema an die Öffentlichkeit gespült: Viele Influencer machen viel Geld damit, dass sie Werbung machen – ohne die Werbung als solche zu kennzeichnen.

Es braucht endlich klare Regeln (die gibt es eigentlich) und ein hartes Durchgreifen, wenn Werbung nicht als solche gekennzeichnet ist.

Verdeckte Werbung, vermittelt durch Apps

Wichtig zu wissen: Nicht nur die ganz Großen, die Tausende von Euro für jede Erwähnung, jedes Foto auf Instagram oder Video auf YouTube kassieren, können abkassieren. Es geht total einfach: Kennt Ihr Apps wie Tribe oder Freachly?

Hier können Influencer (ab ein paar Tausend Follower) ihre Postings vergolden. Einfach durch das Angebot scrollen: Hier ein kostenloses T-Shirt, dort eine Gratis-Übernachtung oder ein Dinner umsonst – oder ein paar Hundert Euro für ein Foto… Die Industrie bezahlt für Postings.

 




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