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Fotos machen wir heute: digital. Mit dem Smartphone, mit dem Tablet – oder mit der Digitalkamera. Das ist alles einfach und bequem. Zumindest beim Fotografieren. Oder wenn man die Fotos online präsentiert. Aber was macht man mit seinen Fotos auf lange Sicht? Ins Album kleben – das macht ja heute kaum noch jemand. Wer möchte, dass auch Kinder und Enkel noch etwas von den Hochzeitsbildern oder Urlaubsfotos haben, muss etwas unternehmen.

Allzu lange fotografieren wir noch nicht digital, auch wenn es uns so erscheinen mag. Früher haben Fotoabzüge und Dias mehrere Jahrzehnte überstanden. Fotos auf Papier haben einen ungemeinen Vorteil. Zwar leiden die Farben auf Dauer ein bisschen, aber sie verschwinden nicht einfach so. Papier ist ein hervorragender Datenträger.

Richtig: Papier ist ein Datenträger. Sogar ein ziemlich guter, da günstig, lange haltbar und vergleichsweise einfach und bequem zu lagern.

Auch Fotos sind Daten – und auf Papier werden sie nicht nur sichtbar, sondern eben auch vergleichsweise sicher aufbewahrt. Gut geschützt vor den Blicken Fremder, jederzeit hervorholbar. Schon seit Generationen ist das so.

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Fotos diszipliniert archivieren

Die Realität sieht aber heute ja so aus: Wir fotografieren mit dem Smartphone, gelegentlich mit dem iPad, vielleicht noch mit einer Actioncam, einer Drohne, einer 360-Grad-Kamera und mit einer Digitalkamera. Oder mehreren.

Wer es tatsächlich schafft, konsequent und diszipliniert alle Fotoaufnahmen an einem Ort zu speichern – Finger hoch, bitte melden!

Das gelingt praktisch niemandem. Und damit fängt das Problem schon mal an: Unsere Aufnahmen sind kunterbunt verstreut. Auf allen möglichen Geräten, auf SD-Karten, Festplatten, überall.

Wem etwas an seinen Fotoaufnahmen liegt, der sollte das ändern.

Fotos in der Cloud

Eine gute und ziemlich bequeme Möglichkeit ist es natürlich, seine Fotos in der Cloud zu speichern. Ob Dropbox, OneDrive, iCloud oder was auch immer ist eigentlich ziemlich egal. Auf Wunsch macht zumindest das Smartphone das sogar automatisch.

In der Cloud sind Fotos jedenfalls ziemlich sicher gespeichert – weil vom jeweiligen Anbieter automatisch Sicherheitskopien gemacht werden. Da kann praktisch nichts verloren gehen. Allerdings überlässt man kommerziellen Anbietern seine pruivaten Aufnahmen. Nicht jeder fühlt sich dabei wohl. Und: Ja, grundsätzlich können Google, Yahoo und Co. anhand der Aufnahmen Rückschlüsse ziehen.

Wichtig ist natürlich, dass die Fotos in der Cloud landen. Deshalb sollte es zur Routine werden, regelmäßig oder direkt nach dem Fotografieren die besten Aufnahmen auszuwählen und sie in den Cloud-Speicher der Wahl hochzuladen. Alle Bilder an einen Platz. Reicht der kostenlose Speicherpatz nicht aus: Kostenpflichtig aufrüsten.

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Automatischer Upload

In diesem Zusammenhang unbedingt mal flickr ausprobieren. Die gehören jetzt zwar nicht mehr zu Yahoo. Trotzdem lassen sich hier nach wie vor Tausende von Fotos kostenlos in Top-Qualität speichern. Es gibt 1 TB Gratis-Speicher für jeden, das ist was. Außerdem lassen sich bequem digitale Alben anlegen. Ideal, um große Mengen von Fotos zu verwalten.

Auch Google Fotos ist eine gute Wahl: Hier gibt es sogar eine gute App, mit der man vorhandene Fotos einfach abfotografiert. Perfekte Qualität. Und gesichert. Ebenfalls kostenlos, ebenfalls unbegrenzt Speicherplatz – aber eben Google.

Wer seine Fotos alle in der Cloud speichert, dem können sie zumindest schon mal nicht verloren gehen. Wichtig ist natürlich, die Zugangsdaten irgendwo zu hinterlegen, damit zum Beispiel die Familie darauf zugreifen kann – auch, wenn mal etwas passiert.

Haltbarkeit der Medien

Allerdings sollte man seine Fotos nicht NUR in der Cloud speichern, sondern die besonders wertvollen, etwa von der Hochzeit oder von Geburtstagen, auch noch an anderer Stelle. Denn kein Datenträger speichert Daten ewig.

  • Festplatten: 2-10 Jahre
  • Selbst gebrannte CDs/DVDs: 5 bis maximal 10 Jahre
  • USB-Sticks: 10 bis 30 Jahre
  • Papier: 50 bis 100 Jahre

Das macht schon deutlich: Daten sind nirgendwo wirklich sicher aufgehoben. Die wichtigsten Fotos an mehreren Orten und auf mehreren unterschiedlichen Datenträgern zu sichern, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Von besonders wertvollen Bildern sollte man deshalb Papierabzüge machen.

Fotos auf Papier

Fotos auf Papier halten immer noch am längsten – und gehen auch nicht so ohne weiteres verloren. Papierabzüge sind eine Möglichkeit. Oder man stellt eigene Fotobücher zusammen. Fotos in Fotoalben kleben, das macht heute kaum noch jemand. Aber ein individuelles Fotobuch herstellen, das hat doch was. Darüber freuen sich Beschenkte – oder man freut sich selbst darüber.

Nicht alle Fotos sind für die Ewigkeit gedacht – oder wichtig, Aber die wirklich wichtigen, wertvollen Aufnahmen, die sollten entsprechend gesichert werden. Damit sie nicht verloren gehen. Denn Digitalfotos sind schnell aus Versehen gelöscht – oder einfach verschwunden. Also: Rettet Eure Fotos.

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