Wer nach einem neuen Smartphone Ausschau hält, hat einiges zu beachten. Schließlich stellt jeder andere Anforderungen an den eigenen mobilen Begleiter. Interessiert ihr euch etwa für das iPhone 16, iPhone 16 Pro oder iPhone 16 Pro Max, will besonders der verfügbare Speicher beachtet werden.
Denn bei allen Apple-Modellen und auch einigen Smartphones anderer Hersteller kann der interne Speicher des Geräts nicht erweitert werden – beim Speichern von Apps, Videos, Fotos und Musik seid ihr daher auf die Speicher-Kapazität angewiesen, die ab Werk verbaut ist. Braucht ihr später dann doch mehr Platz, müssen entweder Daten gelöscht bzw. ausgelagert werden, oder ein neues Gerät muss her.
Apple setzt weiterhin auf Cloud-Strategie
Apple bleibt auch 2026 dabei: Kein erweiterbarer Speicher. Die neuen iPhone 16 Modelle starten bei 128 GB für das Basismodell – das klingt nach viel, geht aber schneller zur Neige als gedacht. Moderne Apps werden immer größer, 4K-Videos fressen richtig Speicher und die neuen KI-Features von Apple Intelligence benötigen ebenfalls lokalen Speicherplatz. Wer viel fotografiert oder Videos aufnimmt, sollte mindestens zur 256-GB-Variante greifen.
Apple setzt stattdessen auf iCloud+ als Lösung. Für 0,99 Euro monatlich bekommt ihr 50 GB zusätzlichen Cloud-Speicher, für 2,99 Euro sogar 200 GB. Das funktioniert gut, erfordert aber eine stabile Internetverbindung und kostet langfristig mehr als eine einmalige Speicher-Erweiterung.
Android: Flexibler, aber nicht immer
Bei Android-Geräten stellt sich dieses Problem traditionell nicht, vorausgesetzt der Speicher lässt sich mithilfe einer microSD-Karte erweitern. So lässt sich mehr Speicher jederzeit nachrüsten und auch direkt über das System und die Apps ansprechen.
Allerdings folgen immer mehr Android-Hersteller dem Apple-Beispiel. Samsung hat bei den Galaxy S-Modellen den microSD-Slot gestrichen, Google Pixel-Phones kommen ohnehin ohne erweiterbaren Speicher. Nur noch wenige Hersteller wie Sony mit den Xperia-Modellen oder einige chinesische Marken bieten noch microSD-Slots.
Alternative Lösungen für mehr Speicherplatz
Wer clever ist, nutzt externe Lösungen. USB-C-Sticks mit OTG-Funktionalität (On-the-Go) funktionieren sowohl bei Android als auch bei modernen iPhones mit USB-C-Anschluss. Der Zugriff erfolgt dabei über die Dateien-App oder spezielle Apps des Stick-Herstellers.
Für iPhone-Nutzer gibt es Lightning-zu-USB-Adapter (bei älteren Modellen) oder direkte Lightning-Speichersticks. SanDisk bietet hier interessante Lösungen wie den iXpand-Stick, der sowohl Lightning als auch USB-A unterstützt.
Cloud-Speicher bleibt eine praktische Option: Google Drive, Dropbox, Microsoft OneDrive oder eben iCloud synchronisieren eure Daten automatisch und machen sie geräteübergreifend verfügbar. Kostenpunkt: meist 2-10 Euro monatlich je nach Speicherbedarf.
Worauf ihr beim Speicherkauf achten solltet
Überlegt euch vor dem Kauf realistisch, wie ihr euer Smartphone nutzt. Social Media, Messenger und normale Apps: 128 GB reichen. Viele Fotos, Videos oder Mobile Gaming: mindestens 256 GB. Professionelle Foto-/Videoaufnahmen oder umfangreiche Offline-Inhalte: 512 GB oder mehr.
Achtung bei Speicher-Upgrades: Apple verlangt happige Aufpreise. Oft kostet der Sprung von 128 auf 256 GB rund 120-150 Euro – deutlich mehr als eine vergleichbare microSD-Karte kosten würde.
Tipp: Nutzt intelligente Speicherverwaltung. Aktiviert die automatische Foto-Optimierung, die nur kleine Vorschaubilder lokal speichert. Lagert alte WhatsApp-Medien aus und löscht regelmäßig den App-Cache. So holt ihr mehr aus eurem vorhandenen Speicher raus.
Zukunft des Smartphone-Speichers
2026 zeichnet sich ein Trend ab: Hersteller setzen verstärkt auf Cloud-Integration und KI-basierte Speicherverwaltung. Neue Technologien wie On-Device-KI benötigen allerdings lokalen Speicherplatz, was den Bedarf weiter steigen lässt.
Die Lösung liegt vermutlich in intelligenteren Speichersystemen, die automatisch zwischen lokaler und Cloud-Speicherung wechseln – je nach Verfügbarkeit und Nutzungsverhalten. Bis dahin gilt: Lieber einmal mehr Speicher kaufen als später bereuen.
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026

