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Kamerabilder entwackeln: Gimbal und Hypersmooth (GoPro)

26.09.2018 | Von Jörg Schieb

Hardware

Wer wirklich gute Bilder machen möchte, egal ob mit dem Smartphone oder einer Kamera, der achtet heute darauf, dass die Aufnahmen so ruhig wie möglich entstehen. Spezielle Extrageräte und Funktionen sorgen dafür, dass insbesondere Videos „steady“ werden, also ruhig und sanft, selbst wenn die eigene Hand zittern sollte. In diesem Bereich passiert derzeit eine ganze Menge.

Wahrlich keine einfache Zeit für Kamerahersteller, schließlich hat heute jeder mit seinem Smartphone eine Kamera dabei. Zumindest im oberen Preissegment bemühen sich die Handy-Bauer, die eingebaute Kamera zu Höchstleistungen zu überreden. Fotografieren bei schlechtem Licht, optischer Zoom, 4K, Bildstabilisator – alles eingebaut. Wozu also noch eine „echte“ Kamera?

Huawei auf der Photokina

Jeder, der ernsthaft fotografiert oder filmt, weiß genau, was sich mit einer „echten“ Kamera erreichen lässt. Vor allem eine ganz andere Bildqualität. Eine Winz-Optik, wie sie in einem Smartphone nun mal eingebaut ist, hat physikalische Grenzen. Zugegeben: Die Bildqualität hat sich in den letzten Jahren  enorm entwickelt. Wer sich Fotos anschaut, die er vor wenigen Jahren mit dem Smartphone gemacht hat und sie vergleicht mit aktuellen Aufnahmen, staunt nicht schlecht. Heutige Aufnahmen sind exzellent.

Mit Huawei traut sich diesmal auch ein Handyhersteller auf die Messe. Kommt nicht oft vor. Die Chinesen bauen mit die besten Smartphone-Kameras. Dass man mit Smartphones sogar einen Kinofilm drehen kann, zeigt Star-Regisseur Steven Soderbergh. Er hat mit Apples iPhone den Thriller Unsane gedreht (hier der Trailer). Sowas kommt am Ende raus, wenn Profis das Licht setzen, die Kamera führen und sich um den Ton kümmern. Message: Smartphone-Kamers können was.

Wer gute Aufnahmen machen will, entwackelt seine Videos heute

Wackelfrei muss heute sein

Wir Normalsterblichen schaffen solche Ergebnisse natürlich nicht. Aber wir bekommen Hilfe aus der Industrie. Mit sogenannten Gimbals lassen sich Videoaufnahmen wackelfrei hinbekommen. Solche Geräte kosten 100 bis 160 EUR. Einfach Smartphone reinstecken, App starten – fertig. Schon sind die Aufnahmen wackelfrei. Man kann sogar den Kameramann ersetzen, weil mir der Gimbal auf Wunsch folgt und mein Gesicht im Bild hält (im Video zeige ich, wie das geht).

Ich empfehle den Osmo Mobile 2 von DJI.

Action-Kamera-Hersteller GoPro hat mit dem neuen Modell Hero 7 Black eine Art eingebauten Gimbal im Angebot. Die Software analysiert das Geschehen und entfernt im Hypersmooth-Modus jede Bewegung. Die Ergebnisse sind durchaus beeindruckend: Trotz Bewegung alles wackelfrei. Das schafft eine ganz eigene Ästhetik, vor allem bei Sportaufnahmen.

Das alles dürfte den Herstellern „echter“ Kameras Sorgen bereiten. Ihre Geräte versorgen uns mit deutlich brillanteren Aufnahmen. Aber zu vergleichsweise hohen Kosten – und mit deutlich mehr Aufwand.




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