360°-Fotos auf Facebook erstellen und teilen

von | 31.10.2018 | Social Networks

360°-Aufnahmen sind längst nicht mehr nur ein Gimmick – sie sind zu einem wichtigen Content-Format in sozialen Netzwerken geworden. Facebook unterstützt immersive Panoramafotos schon seit Jahren und hat die Funktion kontinuierlich verbessert. Mittlerweile können fast alle modernen Smartphones beeindruckende 360°-Inhalte erstellen.

Wer nicht einfach nur eine Perspektive in einem Foto auf Facebook teilen will, sollte sich die 360°-Funktion in der Facebook App genauer ansehen. Ein echter Hingucker, denn hier können sich die Besucher im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild machen – und sich umschauen.

Solche Panoramafotos machen es möglich, die komplette Umgebung in einem interaktiven Bild festzuhalten. Wer das Bild betrachtet, kann sehen, was links und rechts, oben und unten im Bild passiert und selbst bestimmen, wohin er schauen möchte. Das funktioniert sowohl am Desktop als auch auf mobilen Geräten – ein simpler Wisch oder Mausklick reicht.

360°-Fotos mit der Facebook App erstellen

Um ein 360°-Foto zu erstellen, zunächst die Facebook App auf dem Smartphone öffnen. Nun auf die Beitragsleiste tippen („Was machst du gerade?“) und im erweiterten Menü etwas nach unten scrollen, bis der Punkt 360°-Foto zu sehen ist. Um die Funktion zu starten, einfach antippen. Wer die Funktion zum ersten Mal nutzt, bekommt hier eine kurze Einführung, die erklärt, was zu tun ist.

Nun auf die Aufnahme-Taste tippen und mit der Kamera langsam und gleichmäßig den grauen Bereich auf dem Display abfahren. Wichtig ist, das Handy die ganze Zeit an einem festen Punkt zu halten, damit das Bild aus den einzelnen Aufnahmen richtig zusammengesetzt werden kann. Facebook nutzt dabei die Sensoren des Smartphones und führt euch visuell durch den Prozess.

Über den Button unten rechts kann zwischen verschiedenen Modi gewechselt werden. So lässt sich entweder eine 360°-Panorama-Aufnahme erstellen oder eine 180°-Aufnahme, die auch den Blick nach oben und unten ermöglicht. Ist der gesamte graue Bereich von der Kamera mit Bildmaterial gefüllt, einfach auf Weiter tippen, um das Bild als Beitrag auf Facebook zu teilen.

Technische Voraussetzungen stark vereinfacht

Die gute Nachricht: Im Vergleich zu den Anfängszeiten unterstützen heute fast alle modernen Smartphones die 360°-Funktion. Während früher nur ausgewählte iPhones und Android-Flaggschiffe die nötigen Gyrosensoren und Bildstabilisierung mitbrachten, sind diese Features mittlerweile auch in Mittelklasse-Geräten Standard.

Apple hat die 360°-Unterstützung ab iPhone 6s eingeführt, Android-Geräte ab etwa 2017 sind in der Regel kompatibel. Die meisten Samsung Galaxy-Modelle, Google Pixel-Phones und auch viele Xiaomi, OnePlus oder Huawei-Geräte beherrschen die Funktion problemlos.

Profi-Tipps für bessere 360°-Aufnahmen

Für optimale Ergebnisse solltet ihr einige Punkte beachten: Bewegt das Smartphone langsam und gleichmäßig, vermeidet ruckartige Bewegungen. Achtet auf gute Lichtverhältnisse – 360°-Aufnahmen reagieren empfindlich auf Schatten und starke Kontraste.

Besonders spannend werden 360°-Fotos an interessanten Locations: Aussichtspunkte, Konzerte, Events oder auch im eigenen Zuhause für virtuelle Rundgänge. Viele Immobilienmakler nutzen mittlerweile 360°-Aufnahmen für Wohnungsbesichtigungen.

Alternative: Externe 360°-Kameras

Wer regelmäßig 360°-Content erstellt, kann auch zu speziellen Kameras greifen. Die Insta360 ONE X3, Samsung Gear 360 oder GoPro Max liefern deutlich bessere Qualität als Smartphone-Kameras. Diese Aufnahmen lassen sich ebenfalls problemlos auf Facebook hochladen – das soziale Netzwerk erkennt 360°-Inhalte automatisch anhand der Metadaten.

360°-Fotos auf anderen Plattformen

Facebooks 360°-Integration war wegweisend, aber längst nicht mehr einzigartig. Instagram Stories unterstützt 360°-Aufnahmen, YouTube ermöglicht 360°-Videos, und auch LinkedIn hat nachgezogen. Die Aufnahmen aus der Facebook-App lassen sich meist auch auf anderen Plattformen verwenden.

Wer die Funktion noch nicht ausprobiert hat, sollte das definitiv nachholen. 360°-Inhalte erhalten deutlich mehr Engagement als normale Fotos – die Nutzer verbringen mehr Zeit damit, sich in den interaktiven Bildern umzusehen, was sich positiv auf die Reichweite auswirkt.

Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026