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Heute schon gehackt worden? Bestimmt

09.11.2018 | Von Jörg Schieb

Internet

Wir werden rund um die Uhr gehackt. Bots hacken uns. Hacker hacken uns. Und allzu oft klappt es auch – und wir merken es nicht einmal. Grund genug, der Sache mal auf den Grund zu gehen: Wie ist es um die eigene Sicherheit bestellt – und was kann ich unternehmen?

Wenn Hacker hacken, dann geschieht das in der Regel unsichtbar. Wir bekommen zumindest davon nichts mit. Doch die Hackangriffe lassen sich sichtbar machen. Sicherheitsfirmen registrieren Hackangriffe jeder Art weltweit – und zeigen sie zu Beispiel in solchen Onlinekarten. Millionen von Angriffen jeden Tag. Rund um die Uhr.

Die Karten zeigen nicht jeden tatsächlichen Angriff, der gerade stattfindet, das geht gar nicht. Aber sie registrieren eine Menge davon – und so lassen sich Tendenzen erkennen. Wer hackt gerade besonders viel, welche Methoden werden angewandt, wer ist beliebtes Ziel.

Deutschland ist ein begehrtes Ziel

Deutschland ist auf Platz 2 der am häufigsten attackierten Ziele.

Und wenn ich Deutschland sage, dann meine ich nicht nur Behörden, Regierung und Firmen. Alle Ziele in Deutschland sind attraktiv. Auch unsere Rechner. Unsere Smartphones. Unsere vernetzten Geräte. Unsere Onlinekonten. Alles ist reizvoll und interessant.

Deshalb sollte man sich schützen. Wichtig ist zum Beispiel, regelmäßig zu prüfen, ob die eigenen Profile und Konten von Fremden benutzt werden. E-Mail. Facebook. Instagram. Google. Das kann man durchaus herausfinden.

Google warnt auf Wunsch bei auffälligen Logins

Bei Google zum Beispiel kann man im Google Dashboard genau sehen: Wann wurde sich über das Konto eingeloggt – und wo? Bei Facebook und anderen Onlinediensten funktioniert das ganz ähnlich. Jeder kann sich selbst fragen: Passt das? War ich an diesem Tag in Köln? Oder – wie hier – Singapur? Falls da etwas nicht stimmt: Sofort die Zugangsdaten ändern, also vor allem das Passwort.

Mein Tipp: Man kann sich bei Google, Facebook, Twitter und Co. auch warnen lassen, wenn die eigenen Zugangsdaten an einem ungewöhnlichen Ort oder an einem neuen Gerät verwendet werden. Von einem Fremden, der die Daten geklaut hat zum Beispiel. Man bekommt dann eine Warn-Mail – und kann entscheiden, was man tun möchte.

Ich kann nur empfehlen, das zu machen. Denn niemand möchte, dass sich Fremde einfach so Zugang verschaffen und Onlinekonten missbrauchen.

Wenn Hacker sich die Logindaten besorgen

Jetzt werden sich viele denken: Wie kommen denn Fremde überhaupt an meine Zugangsdaten?

Die Antwort: Das ist leider gar nicht so schwer – und kommt häufiger vor, als man denkt.

Zugangsdaten können auf den eigenen Geräten geklaut werden, etwa durch eingeschmuggelte Abhör-Software. Keylogger. Oder die Passwörter sind schlecht. Oder: Hacker brechen in die Server großer Unternehmen ein und holen sich die die Daten. Davon bekommt man als Betroffener in der Regel nichts mit, weil man nicht gewarnt wird.

Es gibt aber einen Weg, das herauszufinden. Have I been Pawned. Eine Webseite, die einem verrät, ob man schon mal Opfer gewesen ist.

„Have I Been Pawned“ sollte jeder mal besuchen. Ein äußerst seriöser Dienst: Man gibt seine Mail-Adresse ein – und erfährt sofort, ob, wann und wo die eigenen Nutzerdaten schon mal in die Netze von Hackern gelangt sind. Mit detaillierten Infos. Spätestens jetzt sollte man das Passwort ändern

Unbedingt vorbereitet sein

Man muss nicht Bundeskanzlerin sein, um Opfer von Hackangriffen zu werden. Es kann jeden treffen. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen können helfen. Deshalb bitte die eigenen Onlinekonten optimal absichern. Und regelmäßig überprüfen, dass Fremde sich nicht einloggen. Damit ist schon viel erreicht.

 

 

 




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