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Verlorene Windows-Geräte finden und wiederholen

von | 13.11.2019 | Tipps, Windows

Gefahr für eure Daten droht nicht nur durch Schadsoftware oder schwache Passwörter, sondern auch ganz profan durch den Verlust eines Gerätes. Viele von euch haben mittlerweile trotz vorwiegend stationärer Arbeit ein Notebook. In den Fällen, wo ihr es mitnehmt, kann es abhanden kommen. Dann ist guter Rat oft teuer. Windows 11 (und das ältere Windows 10) kann euch hier aber entscheidende Unterstützung leisten!

Der Verlust eines mobilen Gerätes geht schneller, als ihr vielleicht denkt. Im Zug, im Taxi, im Uber-Wagen habt ihr all euer Gepäck dabei. Schnell rutscht ein Handy aus der Tasche oder der Rucksack bleibt liegen. Für ein Windows-Gerät solltet ihr unbedingt vorbauen!

Grundeinstellungen für die Geräteverfolgung

Zunächst müsst ihr die Positionsdienste aktivieren. Unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Position (Windows 11) bzw. Einstellungen > Datenschutz > Position (Windows 10) schaltet ihr den Positionsdienst ein. Der soll in diesem Fall nicht dazu dienen, euch zu verfolgen, sondern vielmehr die Position eures Gerätes im Blick zu haben. Wichtig ist hier, dass ihr keine Standardposition vergeben habt bzw. diese löscht. Sonst zeigt euch Windows nicht die echte Position des Gerätes an.

Des Weiteren aktiviert ihr unter Einstellungen > Update und Sicherheit > Mein Gerät suchen (Windows 10) bzw. Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Mein Gerät suchen (Windows 11) die Suchfunktion. Diese fasst eure Geräte, die mit demselben Microsoft-Konto verknüpft sind, zusammen.

So funktioniert die Geräteortung in der Praxis

Meldet ihr euch im Internet unter account.microsoft.com mit eurem Microsoft-Konto an, könnt ihr über den Bereich „Geräte“ die Position aller eurer Windows-Geräte sehen. Die Genauigkeit hängt davon ab, wie gut der GPS- oder WLAN-Empfang am Standort ist. Bei modernen Laptops mit integriertem GPS ist die Ortung oft auf wenige Meter genau.

Besonders praktisch: Ihr könnt nicht nur die letzte bekannte Position einsehen, sondern auch einen Signalton auf dem Gerät abspielen lassen – falls es nur irgendwo in der Wohnung oder im Büro verschollen ist. Diese Funktion funktioniert sogar, wenn das Gerät im Standby-Modus ist.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Seit Windows 11 22H2 hat Microsoft die Sicherheitsfunktionen erweitert. Ihr könnt jetzt auch eine Nachricht auf dem Sperrbildschirm anzeigen lassen, falls jemand das Gerät findet. Geht dazu in die Einstellungen und fügt unter „Mein Gerät suchen“ eine Kontaktinformation hinzu.

Für Business-Nutzer bietet Microsoft zusätzlich erweiterte Funktionen über Microsoft Intune. Damit lassen sich Geräte remote sperren oder sogar komplett löschen, um sensible Firmendaten zu schützen. Das ist besonders wichtig, wenn das Notebook Zugang zu Unternehmensnetzwerken hat.

Grenzen und wichtige Hinweise

Die Windows-Ortungsfunktion hat allerdings ihre Grenzen. Das Gerät muss eingeschaltet und mit dem Internet verbunden sein, damit die Position übermittelt werden kann. Ist der Akku leer oder wurde das WLAN deaktiviert, seht ihr nur die letzte bekannte Position.

Ein wichtiger Datenschutzhinweis: Die Positionsdaten werden von Microsoft gespeichert. Wer das nicht möchte, kann die Funktion jederzeit deaktivieren – sollte dann aber alternative Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Alternativen und Ergänzungen

Neben der Microsoft-eigenen Lösung gibt es auch Drittanbieter-Software wie „Prey“ oder „LoJack for Laptops“. Diese bieten teilweise erweiterte Funktionen wie Screenshots oder Webcam-Aktivierung, sind aber kostenpflichtig.

Für maximale Sicherheit empfiehlt sich eine Kombination aus Geräteverfolgung und Datenverschlüsselung. BitLocker ist bei Windows Professional bereits integriert und schützt eure Daten selbst dann, wenn das Gerät in falsche Hände gerät.

Fazit

Die Gerätesuchfunktion von Windows ist ein praktisches Tool, das ihr unbedingt aktivieren solltet – besonders wenn ihr regelmäßig unterwegs seid. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, kann aber im Ernstfall viel Ärger und Kosten sparen. Kombiniert mit einer vernünftigen PIN oder biometrischen Entsperrung habt ihr einen soliden Grundschutz für euer mobiles Windows-Gerät.

Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026

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