Das Schreiben einer Bewerbung ist bekanntlich eine Wissenschaft für sich. Schließlich gibt es viele Dinge, die man beachten muss. Zum einen sollten natürlich die Inhalte stimmen, damit sich der Personaler schnell und einfach ein Bild von dem Bewerber und seinen Fähigkeiten machen kann. Zum anderen spielt aber auch die Optik eine entscheidende Rolle.

Denn wenn beispielsweise der Lebenslauf weder strukturiert noch optisch ansprechend gestaltet ist, sinken die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung rapide. Aber wie und womit erstellt man denn eigentlich eine perfekte Vita? Und noch viel wichtiger: Welche Software eignet sich am besten dazu?

Bei einer Bewerbung geht es nicht nur darum, den Personalchef von den eigenen Stärken zu überzeugen, sondern gleichwohl um den (ersten) Eindruck, den man dabei hinterlässt. Das funktioniert sicherlich am besten, wenn man auch über die für den Wunschjob notwendigen Qualifikationen und Fähigkeiten verfügt.

Doch wenn das Anschreiben und vor allem der Lebenslauf schon auf den ersten Blick zeigen, dass man sich keine Mühe damit gegeben hat, verbaut man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sämtliche Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Aus diesem Grund sollte man im Optimalfall ein Programm verwenden, mit dem sich ein optisch ansprechender und gut strukturierter Lebenslauf erstellen lässt – doch welche Software eignet sich denn eigentlich am besten für dieses Vorhaben?

Qual der Wahl: Mit welchem Programm erstellt man am besten einen eindrucksvollen Lebenslauf?

Vorab sei gesagt, dass es verschiedene Software-Produkte gibt, mit denen man einen individuellen und beeindruckenden Lebenslauf erstellen kann. Allerdings eignen sich einige Programme unter Umständen besser als andere.

Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, gehen wir im nun folgenden Artikel genauer auf die Vor- und Nachteile ein und zeigen, welche Software sich grundsätzlich am besten dazu eignet, eine rundum gelungene Bewerbung zu erstellen.

Variante 1: Microsoft Office
Die wohl bekannteste und zugleich gängigste Software zum Schreiben eines Lebenslaufes ist sicherlich Microsoft Word. Das Textprogramm ist praktischerweise auf den meisten Windows-Computern bereits vorinstalliert und hat zahlreiche Funktionen, Gestaltungselemente und Einstellungsmöglichkeiten von Haus aus mit an Bord.

Die Bedienung ist grundsätzlich relativ einfach, da die meisten Features selbsterklärend sind. Darüber hinaus bietet MS Word die Möglichkeit, aus bereits vorgefertigten Vorlagen (die sogenannten Templates) auszuwählen, um sich die Gestaltung des Dokumentes zu vereinfachen.

Ein weiterer Pluspunkt: Der fertige Lebenslauf lässt sich auch direkt als PDF-Datei abspeichern, was das spätere Verschicken an den Entscheider deutlich einfacher macht. Neben Word sind im Microsoft Office Paket in der Regel auch Powerpoint und Excel enthalten. Beide Programme würden sich grundsätzlich zwar auch für die Erstellung eines Lebenslaufes eignen.

Allerdings bietet Word hier die deutlich besseren Gestaltungsmöglichkeiten. Übrigens: Wem Word nicht zur Verfügung steht und eine Neuanschaffung zu teuer ist, kann auch die kostenlosen Open-Source-Varianten OpenOffice oder LibreOffice verwenden.

Variante 2: Grafikprogramme
Wer einen bleibenden Eindruck bei dem Personalchef hinterlassen möchte, darf in Sachen Struktur und Gestaltung des Lebenslaufes natürlich gern etwas kreativer werden. Und da sich Formen, Tabellen, Linien und Co. am einfachsten mit einem Grafikprogramm bearbeiten lassen, liegt der Verdacht nahe, dass sich eine solche Software ebenfalls für die Erstellung der Vita eignet. Diese Vermutung ist sicherlich nicht falsch, allerdings kommt es hier ganz klar darauf an, welches Programm man verwendet.

Das ebenfalls von Microsoft stammende Paint fällt definitiv raus, da sich damit kaum anspruchsvolle Ergebnisse erzielen lassen. Eine deutlich bessere Möglichkeit bieten hingegen die Software-Produkte von Adobe: Photoshop und vor allem InDesign.

Beide Grafikprogramme sind jedoch sehr kompliziert und ebenfalls recht teuer in der Anschaffung. Mit Canva, LucidPress und Scribus stehen hier allerdings ebenfalls kostenlose Alternativen zur Verfügung, die auch einen ähnlichen Funktionsumfang bieten.

Variante 3: Online-Editoren
Im Internet finden sich zahlreiche sogenannte Online-Editoren, die es ermöglichen, den Lebenslauf direkt im Browser zu erstellen und zu bearbeiten. Die meisten dieser Editoren bieten zudem eine große Auswahl an schicken und praktischen Vorlagen, in die man dann effektiv nur noch die persönlichen Daten eintragen muss. Darüber hinaus kann der fertige Lebenslauf direkt als PDF gespeichert und heruntergeladen werden. Ein weiterer Vorteil: Häufig können diese Online-Editoren gratis genutzt werden.

In einigen Fällen wird die Vita mit einem Wasserzeichen versehen, welches sich gegen eine geringe und meist einmalige Gebühr entfernen lässt. Die Kosten sind im Vergleich zu der Anschaffung von den oben genannten Produkten jedoch marginal, sodass ein Online-Editor eine definitiv empfehlenswerte Alternative darstellt. Zudem punkten die meisten Editoren mit ihrer kinderleichten Bedienung, für die kein fortgeschrittenes Computerwissen notwendig ist.

Variante 4: Spezielle Bewerbungs- und Karriere-Software
Zum Abschluss sei gesagt, dass es auch ganz spezielle Software-Produkte gibt, die ausschließlich auf die Erstellung von Bewerbungsunterlagen ausgelegt sind. Laut den Karriere-Experten des Online-Magazins Focus eignen sich einige dieser Programme hervorragend für Einsteiger, da sie sich sehr einfach bedienen lassen und eine Vielzahl an optisch ansprechenden Vorlagen mit sich bringen.

Dazu gehören unter anderem der Bewerbungsmaster Pro 2019 von Robl, die Bewerbungspakete von Büsing und die WISO Bewerbungssoftware. Doch obwohl diese Produkte sicherlich überaus praktisch sind und die Lebenslauf-Erstellung deutlich vereinfachen, haben sie trotzdem einen Nachteil: Den Preis. Wer sich für ein solches Bewerbungs-Programm entscheidet, sollte sich daher die Zeit nehmen und die Preise in Ruhe miteinander vergleichen.