Server Schrank

Wer sein eigenes Unternehmen leitet, egal ob groß oder klein, muss sich täglich zahlreichen Fragen stellen. Besonders bei der Gründung und den ersten Schritten sind dabei viele Themen zu berücksichtigen. Bei dem Betriebsserver müssen sich Unternehmer entscheiden, ob sie eine eigene Infrastruktur im Haus haben oder ihren Datenfluss auslagern möchten. Für Start-ups steht dabei oftmals der Kostenfaktor als wichtigste Entscheidungshilfe im Raum. Natürlich haben alle Optionen ihre Vor- und Nachteile – wir sehen sie uns genauer an!

Der Kostenfaktor

Auch wenn die Kosten nicht für alle Unternehmen der entscheidende Faktor sind, müssen sich vor allem Start-ups mit kleinem Kapital bereits zu Beginn an straffe Finanzpläne halten. Hier ist die Kostenfrage oftmals entscheiden. Wer einen eigenen Serverraum im Unternehmen anlegen möchte, muss mit hohen Anschaffungskosten rechnen. Die Hardware selbst ist dabei relativ teuer, dazu kommen aber auch noch Betriebskosten, allen voran die hohen Stromkosten, die durch die Kühlung entstehen. I

m Vergleich dazu sind Cloud-Lösungen im Datencenter deutlich günstiger. Hier muss man zwar auch für die Betriebskosten aufkommen und die Wartung finanzieren, viele der modernen Datencenter sind jedoch so effizient aufgebaut, dass möglich wenig gekühlt werden muss. Da im Datencenter die Wartungskosten von vielen Unternehmern geteilt werden, kann man auch hier mit fairen Tarifen rechnen. Der Blick auf die Kosten deutet also in Richtung Cloud.

Eine Frage der Wartung

Wer eine Inhouse-Lösung besitzt, muss diese regelmäßig warten lassen und dazu ein dauerhaftes Monitoring betreiben. Dazu wird allerdings keine ganze IT-Abteilung benötigt, denn mittlerweile gibt es zahlreiche Softwarekomponenten, die diese Aufgaben übernehmen können. Mit den SolarWinds SCOM Management Packs kann nicht nur das allgemeine System überwacht werden, das Programm überprüft auch Geräte und Anwendungen von Drittanbietern.

Damit kann sowohl Hard- als auch Software überwacht werden und vor Überlastungen oder Problemen gewarnt werden. Im Datencenter ist die Wartung bereits ein Teil des Mietpreises. Dabei sollte man auf Anbieter mit einem Kundenservice achten, der zu jeder Tageszeit erreichbar ist, denn bei Serverausfällen kann mit einem Schlag der gesamte Arbeitsprozess pausiert werden. Kommt es tatsächlich zu Wartungsarbeiten, hat man bei dem Inhouse-Server ein höheres Level an Kontrolle, ein gutes Datencenter bietet jedoch ebenfalls exzellente Dienste in diesem Bereich an.

Server Rack nah

Das Thema Sicherheit

Datenschutz ist für Unternehmen das höchste Gebot. Dabei geht es nicht nur um die Daten der Firma, sondern auch um jene der Kunden, für die das Unternehmen Verantwortung übernehmen muss. Um eine hohe Datensicherheit zu garantieren, entscheiden sich viele Unternehmen für einen Server im eigenen Gebäude.

Damit kann auf die Daten im Normalfall nur lokal zugegriffen werden, die Ausnahme bilden Mitarbeiter im Homeoffice, die mit einer VPN-Verbindung wie mit ExpressVPN einen externen Zugriff erlangen. Damit bietet die Inhouse-Lösung ein hohes Maß an Sicherheit.

Moderne Datencenter können damit jedoch bereits mithalten. Wichtig ist allerdings, dass man sich auf Anbieter verlässt, die sich entweder in Deutschland befinden, oder in einem Land, das über genauso strenge Datenschutzgesetze verfügt. Wer einen amerikanischen Cloud-Anbieter nutzt, ist z. B. einer deutlich schlechteren Gesetzeslage ausgesetzt.

Ob man ein Datencenter nutzt oder einen eigenen Server im Unternehmen betreibt, hängt ganz von den eigenen Bedürfnissen im Büro ab. Inhouse-Lösungen bieten ein hohes Maß an Sicherheit, können dank Monitoring-Software ideal überwacht werden, bringen jedoch einen höheren Kostenaufwand mit sich.

Dagegen sind Datencenter günstiger und flexibler, allerdings werden alle Unternehmensdaten auf einem externen Server ausgelagert. Aus diesem Grund sollte man nur Datencenter wählen, die entweder auf deutschen Boden stehen oder sich in einem Land mit einem ähnlich strengen Datenschutzgesetz befinden.