Brave

“Mal eben schnell googeln” … Sagen wir automatisch, wenn wir Infos im Netz suchen. Dabei gibt es auch andere Suchmaschinen. Die Macher des “Brave”-Browsers haben zum Beispiel eine entwickelt, die sich aktuell mit Marktführer Google anlegt. Die Suchergebnisse sollen da unabhängig und anonym sein, Stichwort Datenschutz. Aber ist das wirklich eine gute Alternative zu Google?

Die Suchergebnisse der Suchmaschine Brave sind anonym und unabhängig. Anonym bedeutet: Brave beobachtet nicht und merkt sich nichts. Während Google, Bing und andere Suchmaschinen sich genau merken, was wir jemals gesucht haben und diese Informationen auch noch mit anderen Daten kombinieren, ist da bei Brave anders. Kein Tracking, keine themenbezogene Werbung auf anderen Webseiten.

Unabhängig, weil Brave sich nicht merkt, was ich vorher gesucht habe. Einzig und allein der aktuelle Aufenthaltsort spielt eine Rolle, etwa, um Pizzerien in der Umgebung anzeigen zu können. Brave verwendet einen eigenen Such-Index und streut aber auch anonym abgefragte Ergebnisse von Google und Bing bei. Das macht die gezeigten Suchergebnisse sehr gut. Die Suchmaschine Brave befindet sich allerdings noch im Testbetrieb und kann noch nicht alles perfekt.

Brave Suchmaschine

Der Brave Browser

Das Unternehmen Brave gibt’s schon länger, die haben auch einen Browser. 34 Millionen Menschen benutzen den schon.

Während man bei anderen Browsern oft Erweiterungen (Extensions) laden muss, damit sie wirklich diskret sind und die Privatsphäre schützen, ist das bei Brave quasi serienmäßig eingebaut. Das macht Brave nicht nur sehr schnell, sondern auch zu einem sicheren Browser.

Der Brave Browser zeigt Webseiten extrem schnell an, weil viel Ballast gar nicht erst geladen wird. Gleichzeitig sorgt der Browser für maximale Privastphäre, weil alle Tracker blockiert werden. Das ist sehr wichtig, denn wir vertrauen unseren Browsern ja eine Menge sensibler Daten an, angefangen vom Surf-Verhalten, über persönliche Daten bis hin zu Zahlungsinformationen und Passwörtern. Brave kümmert sich mit Abstand am besten um die Privatsphäre der Nutzer.

Auch Brave finanziert sich über Werbung

Die Suchmaschine Brave zeigt auch Werbung, die ist allerdings nicht Surf- und Suchverhalten orientiert, sondern bezieht sich nur auf die aktuelle Suche. Wer das auch nicht möchte, kann auch für die Suche bezahlen. Beim Browser funktioniert das anders. Der blendet Werbung in der Standardeinstellung komplett aus.

Da aber die meisten Webseiten auf Werbung angewiesen sind, hat sich Brave etwas Neues einfallen lassen: Nutzer können sich 5 Werbeanzeigen pro Stunde anzeigen lassen. Können, müssen nicht. Einen Teil spendet Brave in Form von Kryptowährungen an die besuchten Webseiten, die mitmachen. Das verschafft ihnen also einen Verdienst. Einen Teil behält Brave. Das ist ein völlig neues Konzept. Es muss sich zeigen, ob das funktioniert und ob das reicht.

Alternativen zu Google

Es gibt ja noch andere Google Alternativen.

Google liefert spitzen Ergebnisse, das ist ja gar keine Frage. Das Problem ist, dass Google so viele Daten sammelt – aus so vielen Quellen. Wer diskreter suchen will, benutzt Suchdienste wie DuckDuckGo oder Startpage. Die holen sich die Suchergebnisse bei Google und Bing, sorgen aber dafür, dass dort keine Daten landen. Bei den Browsern ist es so: Chrome von Google hat den größten Marktanteil, liefert aber beim Surfen Daten bei Google ab.

Wer das nicht möchte, kann bei Chrome, aber auch bei anderen Browsern oft Erweiterungen laden, die Werbung, Sckripte und Tracker abschalten. Apples Browser Safari bietet auch ohne Erweiterungen ein vergleichsweise hohes Niveau bei der Privatsphäre, weil die meisten Tracker abgeblockt werden.