Apple hat mit macOS Monterey bereits 2021 eine praktische Funktion eingeführt, die heute noch viel zu wenig genutzt wird: Mac-Computer können als AirPlay-Empfänger fungieren. Das bedeutet, ihr könnt euer MacBook Pro, MacBook Air oder euren iMac als Wiedergabegerät für andere Apple-Geräte verwenden. Diese AirPlay-zu-Mac-Funktion ist über die Jahre noch weiter verbessert worden und funktioniert mittlerweile nahtlos mit allen aktuellen Apple-Geräten.
MacOS-Geräte bringen seit jeher alle technischen Voraussetzungen für AirPlay mit, wurden aber ursprünglich nur als Sender eingesetzt. Mit Monterey hat Apple diese Einschränkung aufgehoben und Macs zu vollwertigen AirPlay-Empfängern gemacht. Das ist besonders praktisch, wenn ihr die größeren Bildschirme und besseren Lautsprecher eurer Mac-Systeme nutzen wollt.
AirPlay-zu-Mac aktivieren und konfigurieren
Die Einrichtung ist denkbar einfach: Öffnet die Systemeinstellungen auf eurem Mac und navigiert zu „Freigaben“. Dort findet ihr den Punkt „AirPlay-Empfänger“. Aktiviert diese Option und wählt aus, wer auf euren Mac streamen darf. Ihr könnt zwischen „Aktueller Benutzer“, „Jeder im gleichen Netzwerk“ oder „Jeder“ wählen. Für die meisten Nutzer ist „Aktueller Benutzer“ die sicherste Option.
Euer Mac stellt sich anschließend automatisch im WLAN-Netzwerk als verfügbares AirPlay-Gerät zur Verfügung. Wichtig: Beide Geräte müssen im selben Netzwerk verbunden sein.
So funktioniert das Streaming zum Mac
Öffnet auf eurem iPhone, iPad oder einem anderen Mac eine App, die AirPlay unterstützt – das sind mittlerweile fast alle Media-Apps wie YouTube, Netflix, Spotify, Apple Music oder Apple TV+. Tippt auf das charakteristische AirPlay-Symbol (meist ein Rechteck mit einem Dreieck) und wählt euren Mac aus der Geräteliste aus.
Bei Videos habt ihr zwei Optionen: Bildschirmsynchronisation zeigt genau das, was auf eurem mobilen Gerät zu sehen ist, während die Video-AirPlay-Funktion nur den Videoinhalt überträgt und euch erlaubt, das mobile Gerät währenddessen für andere Aufgaben zu nutzen.
Praktische Anwendungsszenarien
Die AirPlay-zu-Mac-Funktion glänzt in verschiedenen Situationen: Präsentationen lassen sich mühelos vom iPhone auf den großen iMac-Bildschirm übertragen. Beim Arbeiten im Homeoffice könnt ihr Musik vom iPad auf die besseren Mac-Lautsprecher streamen, während ihr am Mac arbeitet. Auch für das gemeinsame Schauen von Fotos oder Videos ist die Funktion ideal.
Besonders nützlich ist die Funktion für MacBook-Nutzer, die ihr Gerät als zweiten Bildschirm oder als Medienzentrale verwenden möchten. Ein älteres MacBook kann so problemlos als dedizierter Streaming-Monitor fungieren.
Troubleshooting und Tipps
Falls euer Mac nicht in der AirPlay-Liste erscheint, prüft zunächst die WLAN-Verbindung beider Geräte. Manchmal hilft es, beide Geräte neu zu starten oder die AirPlay-Einstellungen kurz zu deaktivieren und wieder zu aktivieren.
Nicht alle Apps unterstützen AirPlay vollständig – manche erfordern, dass das Video im Vollbildmodus läuft, bevor die AirPlay-Option verfügbar wird. Bei Streaming-Diensten mit DRM-Schutz kann es zu Einschränkungen kommen.
Performance und Qualität
Die Übertragungsqualität hängt stark von der WLAN-Geschwindigkeit ab. Für 4K-Inhalte solltet ihr mindestens Wi-Fi 5 (802.11ac) verwenden, besser noch Wi-Fi 6. Die Latenz ist für Musikwiedergabe vernachlässigbar, bei Videos kann es zu minimalen Verzögerungen kommen.
Sicherheitsaspekte beachten
Denkt daran, die AirPlay-Empfänger-Funktion zu deaktivieren, wenn ihr sie nicht benötigt, besonders in öffentlichen Netzwerken. Die Authentifizierungsoptionen in den Systemeinstellungen bieten zusätzlichen Schutz vor ungewollten Verbindungen.
Die AirPlay-zu-Mac-Funktion ist eine der nützlichsten, aber unterschätztesten Neuerungen von macOS Monterey. Sie macht aus jedem Mac ein vielseitiges Multimedia-Wiedergabegerät und erweitert das Apple-Ökosystem um eine praktische Dimension. Probiert es aus – ihr werdet überrascht sein, wie nahtlos und praktisch diese Funktion im Alltag ist.
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026






