Der Internet Explorer ist Geschichte – Microsoft hat den Support längst eingestellt. Wer noch mit dem IE surft, gefährdet seine Daten. Zeit für den Wechsel zu modernen Browsern, die Sicherheit und Performance bieten.
Es war einmal ein Browser, der das Web prägte wie kein anderer. Der Internet Explorer, seit 1995 fester Bestandteil von Windows, hat Millionen Menschen ins Internet gebracht. Nach 27 Jahren Dienst stellte Microsoft im Juni 2022 endgültig den Support ein – und heute, Anfang 2026, ist klar: Der IE ist endgültig Geschichte.
Wer heute noch mit dem Internet Explorer surft, spielt mit dem Feuer. Ohne Updates und Sicherheitspatches ist der Browser zu einem echten Risiko geworden. Höchste Zeit, sich von diesem digitalen Dinosaurier zu verabschieden und auf moderne Alternativen umzusteigen.

Der Internet Explorer IE geht in Rente
Warum wurde der Internet Explorer eingestellt?
Nach 27 Jahren hatte der Internet Explorer einfach zu viel Ballast angesammelt. Um kompatibel zu bleiben, mussten die Entwickler veraltete Technologien „mitschleppen“, die moderne Webstandards blockierten. Deshalb entwickelte Microsoft mit Edge einen komplett neuen Browser – von Grund auf neu, sicherer und schneller.
Edge bietet zwar einen IE-Kompatibilitätsmodus für Unternehmen mit Legacy-Anwendungen, aber die Technik dahinter ist völlig neu. Zwei Browser zu pflegen macht keinen Sinn, besonders wenn einer davon nur noch von wenigen Prozent der Nutzer verwendet wird.
Warum ist der Internet Explorer heute gefährlich?
Seit dem Support-Ende am 15. Juni 2022 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Das bedeutet: Entdecken Hacker neue Schwachstellen, bleiben diese für immer offen. Der IE wird damit zu einem Einfallstor für Cyberkriminelle.
Bereits heute, fast vier Jahre nach dem Support-Ende, haben sich unzählige Sicherheitslücken angesammelt. Wer noch mit dem IE surft, riskiert:
- Datendiebstahl durch Malware
- Phishing-Angriffe über manipulierte Webseiten
- Unbemerkte Installation von Schadsoftware
- Identitätsdiebstahl über unsichere Verbindungen
Moderne Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge erhalten regelmäßig Updates und schützen vor aktuellen Bedrohungen.

Breite Auswahl an Browsern
Diese Browser sind 2026 die beste Wahl
Microsoft Edge: Der IE-Nachfolger basiert auf Chromium und bietet exzellente Integration in Windows. Besonders stark bei Datenschutz und Performance.
Google Chrome: Marktführer mit den meisten Extensions und bester Google-Integration. Verbraucht allerdings viel Arbeitsspeicher.
Mozilla Firefox: Der Datenschutz-Champion. Open Source, viele Anpassungsmöglichkeiten und starker Tracking-Schutz.
Safari: Apples Browser für Mac und iPhone. Besonders energieeffizient und gut ins Apple-Ökosystem integriert.
Brave: Newcomer mit integriertem Werbeblocker und Fokus auf Privatsphäre.
So gelingt der Umstieg vom Internet Explorer
Der Wechsel ist einfacher als gedacht:
1. Daten exportieren: Im IE unter „Datei“ > „Importieren und Exportieren“ die Favoriten als HTML-Datei speichern. Auch gespeicherte Passwörter lassen sich exportieren.
2. Neuen Browser installieren: Ladet euren Wunsch-Browser direkt von der Herstellerseite. Niemals über Drittanbieter!
3. Daten importieren: Alle modernen Browser bieten beim ersten Start einen Import-Assistenten. Dieser übernimmt automatisch Lesezeichen, Passwörter und oft sogar Verlauf.
4. Extensions installieren: Sucht im jeweiligen Extension-Store nach euren gewohnten Zusatzfunktionen. Die meisten IE-Erweiterungen gibt es auch für moderne Browser.
5. Startseite anpassen: Stellt eure bevorzugte Startseite ein und passt die Symbolleisten nach euren Wünschen an.
Die turbulente Geschichte des Internet Explorer
Der IE war nicht immer nur Segen. Microsoft nutzte die Marktmacht von Windows, um den Browser zu verbreiten – jeder PC hatte ihn vorinstalliert. Das brachte über 90% Marktanteil, aber auch kartellrechtliche Probleme.
Die EU und die USA verhängten Milliardenstrafen wegen Missbrauchs der Marktposition. Microsoft musste anderen Browsern faire Chancen einräumen. Gleichzeitig machten Sicherheitslücken und träge Updates dem IE zu schaffen.
Die „Browser-Kriege“ der 2000er Jahre zwischen IE, Firefox und später Chrome prägten das moderne Web. Standards wie HTML5, CSS3 und JavaScript wurden oft erst durch Konkurrenzdruck im IE implementiert.
Was Unternehmen beachten müssen
Viele Firmen nutzen noch alte Web-Anwendungen, die nur mit dem IE funktionieren. Hier ist schnelles Handeln gefragt:
- Legacy-Anwendungen auf moderne Browser portieren
- Edge im IE-Kompatibilitätsmodus als Übergangslösung nutzen
- Mitarbeiter schulen und auf sichere Browser umstellen
- IT-Richtlinien aktualisieren und IE-Nutzung unterbinden
Fazit: Abschied von einer Ära
Der Internet Explorer war ein Pionier, der Millionen Menschen ins Web brachte. Aber seine Zeit ist vorbei. Moderne Browser sind sicherer, schneller und bieten bessere Nutzererfahrungen.
Wer 2026 noch mit dem IE surft, riskiert nicht nur die eigene Sicherheit, sondern verpasst auch die Vorteile des modernen Webs. Der Umstieg ist einfach – und längst überfällig. Macht euch das Leben leichter und wechselt zu einem zeitgemäßen Browser. Eure Daten werden es euch danken.
Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026
