Wenn der Akku zur Neige geht, werdet Ihr schnell: Datenverlust muss nicht sein, und darum muss schnell Strom her. Da sind Powerbanks eine Hilfe. Worauf Ihr achten solltet, lest Ihr hier.
Powerbanks gibt es wie Sand am Meer. Die nützen Euch aber relativ wenig, wenn sie nicht für das Gerät geeignet sind, was Ihr damit betreiben oder laden wollt. Der Markt hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt – neue Standards, bessere Technologien und clevere Features machen die Auswahl sowohl einfacher als auch komplexer.
Die Spannung und moderne Ladestandards
Normale USB-Powerbanks liefern nur die USB-Standardspannung von 5V über den USB-Anschluss aus. Das ist für Smartphones und Tablets, die ja im Standard über USB geladen werden, ausreichend. Ein Notebook könnt Ihr damit nicht laden. Es sei denn… das wurde per USB-C geladen und die PowerBank und das Kabel sind mit dem Kennzeichen PD (für Power Delivery) versehen.
USB-C Power Delivery hat sich mittlerweile als Standard etabliert und unterstützt Leistungen bis zu 240W – genug für die meisten Laptops. Achtet auf PD 3.1 oder den neueren PD 4.0 Standard für maximale Kompatibilität. Auch Programmable Power Supply (PPS) wird immer wichtiger, besonders für Samsung-Geräte und moderne Smartphones, die ihre Ladegeschwindigkeit damit optimieren.
Eine weitere Alternative sind die Powerbanks von OmniCharge und Anker, die neben den USB-Anschlüssen vollwertige 22V Netzteil-Anschlüsse bieten. In die könnt Ihr dann das Originalnetzteil einstecken und das zum Laden des Gerätes verwenden. Einziger Unterschied: Statt einer Steckdose ist die Powerbank die Stromquelle.

Schnellladetechnologien im Überblick
Neben USB-C PD gibt es weitere proprietäre Schnelllade-Standards: Qualcomm Quick Charge (bis QC 5.0), Samsung Adaptive Fast Charging, OnePlus SuperVOOC oder Xiaomi HyperCharge. Moderne Powerbanks unterstützen meist mehrere Standards gleichzeitig und wählen automatisch den optimalen für euer Gerät.
Besonders praktisch sind Powerbanks mit GaN-Technologie (Gallium Nitride). Die sind deutlich kompakter bei gleicher Leistung und laden effizienter. Hersteller wie Anker, RAVPower oder UGREEN bieten mittlerweile GaN-Powerbanks mit 65W bis 140W an.
Die Kapazität richtig berechnen
Intuitiv würde man vermuten, dass die Kapazität einer Powerbank einfach der des zu ladenden Geräts entsprechen sollte. Das ist aber nicht ganz richtig: Auf dem Weg von der Powerbank ins Gerät geht Kapazität verloren. Grob lässt sich sagen: Die Powerbank sollte ca. 30% mehr Kapazität haben als der Akku des zu ladendenden Geräts.
Die Kapazität wird in Milliamperestunden (mAh) oder Wattstunden (Wh) angegeben. Wh ist aussagekräftiger, da hier die Spannung bereits einberechnet ist. Eine 20.000 mAh Powerbank entspricht etwa 74 Wh bei 3,7V interner Spannung.
Moderne Smartphones haben meist Akkus zwischen 3.000-5.000 mAh, Tablets 7.000-10.000 mAh und Laptops 50-100 Wh. Eine 20.000 mAh Powerbank lädt ein iPhone etwa 4-5 mal, ein MacBook Air einmal vollständig.
Abwägung zwischen Kapazität und Größe
Je mehr Kapazität eine Powerbank hat, desto schwerer ist sie. Ihr müsst also abwägen: Wollt Ihr für den Notfall Euer Smartphone oder Tablet nachladen? Dann reicht auch eine kleine Powerbank mit geringerer Kapazität, die den Akku für zwei, drei Stunden am Leben erhält und gleichzeitig hosen- oder handtaschenkompatibel ist. Wenn Ihr Euren Akku komplett laden wollt oder müsst, weil Ihr länger nicht an eine Steckdose kommt, dann bleibt Euch keine Alternative zur großen Powerbank.
Magnetic Powerbanks für iPhones (MagSafe-kompatibel) oder Samsung (mit Qi2-Standard) sind besonders praktisch für unterwegs. Die kleben magnetisch am Handy und laden kabellos – perfekt für den Alltag.
Wichtige Features und Sicherheit
Moderne Powerbanks bieten praktische Zusatzfunktionen: Wireless Charging (Qi/Qi2), Digital-Displays für exakte Kapazitätsanzeige, Pass-Through-Charging (gleichzeitiges Laden der Powerbank und angeschlossener Geräte) oder Solar-Panels für Outdoor-Aktivitäten.
Sicherheit ist entscheidend: Achtet auf Zertifizierungen wie CE, FCC oder UL. Schutzfunktionen gegen Überhitzung, Überladung und Kurzschluss sind Standard. Billige No-Name-Powerbanks können gefährlich werden – spart hier nicht am falschen Ende.
Flugzeug-Bestimmungen beachten
Wichtig für Reisende: Powerbanks über 100 Wh (etwa 27.000 mAh) dürfen nicht ins Handgepäck. Bis 160 Wh braucht ihr eine Genehmigung der Airline. Im Aufgabegepäck sind Powerbanks komplett verboten. Plant eure Reise-Powerbank also entsprechend.
Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026