Grundsteuer: Bürger müssen viele Daten eingeben

Grundsteuer-Erklärung: Mit Software geht’s leichter

Millionen Deutsche müssen bis Ende Oktober eine Grundsteuererklärung abgeben. Über das offizielle Steuer-Portal Elster ist das recht kompliziert. Doch es gibt Software, die einem bei der Steuererklärung hilft.

Ende 2019 haben sich Bund und Länder auf eine neue Grundsteuer geeinigt. Grundeigentum und Grundstücke werden neu bewertet. Wie viel Grundsteuer Eigentümer – und über die Nebenkosten umgelegt auch Mieter – künftig zahlen müssen, wird anhand zahlreicher Parameter neu ermittelt und veranlagt.

Offizielle Elster Server überlastet

Die neue Grundsteuer gilt zwar erst ab 2025. Doch weil die Berechnung sehr aufwändig ist und viel Arbeit macht, müssen alle Grundeigentümer bis 31. Oktober 2022 eine aufwändige Grundsteuererklärung abgeben. Die Abgabe ist ausschließlich online möglich.

Hier fängt für viele Steuerpflichtige der Ärger an: Das offizielle Steuerportal Elster ist häufig überlastet – die Bedienung alles andere als angenehm. Bürger müssen hier ein Konto einrichten und auch ein Zertifikat anlegen, bevor sie eine online eingetragene Steuererklärung hochladen können. Viele Nutzer verzweifeln an den Online-Formularen und den vielen Fragen, die dort vom Finanzamt gestellt werden.

Elster ist alles andere als komfortabel
Elster ist leider alles andere als komfortabel

Aber es muss nicht immer Elster sein: Private Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen und unbebauten Grundstücken können ihre Grundsteuererklärung in einer deutlich vereinfachten Form und ohne Elster-Zugang über das Portal grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de abgeben

Im einen wie im anderen Fall können sich Steuerpflichtige helfen lassen: mit entsprechender Software.

Hier könnt Ihr Elster erreichen – und ein neues Konto einrichten.

Schritt für Schritt durch alle Fragen

Es gibt mehrere Anwendungen von unabhängigen Anbietern, die das Bearbeiten der Grundsteuer einfacher, bequemer, stressfreier und schneller machen. Die meisten dieser Lösungen kommen von Entwicklern, die auch jedes Jahr neue Software für das Erstellen der regulären Steuererklärung anbieten. Lösungen wie „Wiso“ von Buhl Data, Kluwes Grundsteuererklärung von Wolters, aber auch Lösungen wie Smartsteuer und einige andere.

Einige Programme muss man auf dem Computer installieren. Wichtig hier: Vor dem Kauf überprüfen, ob die Software auf dem eigenen PC läuft, denn manche Anwendungen werden nur für Windows-Rechner angeboten. 

Wiso Grundsteuer: Easy im Umgang - und alle Daten werden ohne Elster übertragen
Wiso Grundsteuer: Easy im Umgang – und alle Daten werden ohne Elster übertragen

Notwendige Daten unbedingt vorher besorgen

Andere Lösungen wie Wiso von Buhl Data zum Beispiel sind als reine Online-Anwendungen gelöst, da reicht ein Browser mit Internetanbindung. Da spielt es keine Rolle, mit welchem Computer man arbeitet; es reicht sogar ein Tablet.

Eins haben die Lösungen aber alle gemein: Sie erleichtern die Steuererklärung erheblich. Natürlich müssen trotzdem Daten besorgt werden wie Flurstücknummer, Grundbuchblatt, Baujahr etc. Das ist zweifellos lästig – aber unvermeidlich. Notwendung sind folgende Daten:

  • Steuernummer des Grundstücks
  • Adresse des Grundstücks
  • Grundbuchblattnummer
  • Flurstücknummer

Für Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke sowie Wohnungseigentum müssen darpber hinaus folgende Informationen vorliegen:

  • Grundstücksart
  • Grundstücksfläche
  • Baujahr
  • Wohnfläche
  • Bodenrichtwert
  • bei Wohnungseigentum den Miteigentumsanteil
  • sowie Anzahl der Garagen-/Tiefgaragenstellplätze

Doch die Bedienung der kommerziellen Angebote ist durch die Bank einfacher. Einige Lösungen wie Wiso Grundsteuer lassen sich sogar kostenlos ausprobieren. So kann jeder sehen, ob er damit klarkommt. 

Es gibt auch noch andere gute Lösungen
Es gibt auch noch andere gute Lösungen

Plausibilitätsprüfung und automatisch Übermittlung ans Finanzamt

Bei Lösungen wie die von Wiso werden sogar Erklärvideos angeboten, die alles anschaulich erläutern. Die erwähnten Programme und Online-Anwendungen führen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler behutsam Schritt für Schritt durch die Fragen der Steuererklärung. Am Ende gibt es eine Plausibilitätsprüfung: Stimmt was nicht, wird das angezeigt – und man kann mit Hilfe der Software das Problem lösen.

Ganz zum Schluss zeigen die Anwendungen das Ergebnis an – und übermittelt die Daten auf Wunsch zum Finanzamt. Bei einigen Anwendungen wie Wiso funktioniert das vollautomatisch. Bei anderen wie Kluwer Grundsteuererklärung werden die Daten über das persönliche Elster-Konto verschickt. Es muss auch existieren – das macht etwas mehr Mühe.

Die Softwarelösungen kosten zwischen 15 und 40 EUR, je nachdem, ob man nur eine oder drei oder mehr Erklärungen zur Grundsteuer abgeben muss.

Warum nicht gleich so?

Da fragt man sich doch: Wieso ist Elster nicht gleich so gemacht, dass jeder damit klarkommt?

Das stimmt: Man hätte einfach Menschen beauftragen sollen, die sich damit auskennen und das alles ansprechender gestalten – und auch mal Erklärvideos bereitstellen, die alles anschaulich erläutern. Die erwähnten Programme und Online-Anwendungen führen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler behutsam Schritt für Schritt durch die Fragen der Steuererklärung.

Es gibt auch eine Plausibilitätsprüfung: Stimmt was nicht, wird das angezeigt – und man kann mit Hilfe der Software das Problem lösen. Am Ende zeigt die Anwendung das Ergebnis an – und übermittelt die Daten auf Wunsch zum Finanzamt.

Grundsteuer-Erklärung 2022: So geht's leichter... | Netzkenner Jörg Schieb

Youtube Video: Erst bei Anklicken werden Daten zu Google/Youtube übertragen

 

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