Von iTunes zur Video-Playlist: So findet ihr Musikvideos zu euren Songs

von | 19.02.2016 | iOS

Wer heute Musik hört, nutzt meist Streaming-Dienste wie Apple Music, Spotify oder YouTube Music. Doch viele haben noch ihre alte iTunes-Musikbibliothek auf dem iPhone oder iPad gespeichert. Warum diese Musik nur hören, wenn man die zugehörigen Videos auch ansehen könnte? Mit modernen Apps und Tricks lässt sich die eigene Musiksammlung perfekt mit Musikvideos verknüpfen.

Apple Music macht’s möglich

Seit 2015 integriert Apple Music standardmäßig Musikvideos in den Dienst. Wer ein Apple Music-Abo hat, kann direkt in der Musik-App nach Musikvideos suchen. Einfach einen Song antippen, dann auf das kleine Videosymbol (falls verfügbar) klicken – schon startet das offizielle Musikvideo. Apple hat inzwischen Millionen von Musikvideos in der Datenbank, von aktuellen Hits bis zu Klassikern.

Die Integration funktioniert nahtlos: Ihr könnt sogar Playlists erstellen, die sowohl Audio-Tracks als auch Musikvideos enthalten. Besonders praktisch bei Partys oder wenn ihr eure Musik über den Fernseher laufen lassen wollt.

YouTube Music als Alternative

Wer kein Apple Music-Abo hat oder Android nutzt, kann auf YouTube Music setzen. Die App erkennt eure lokale Musikbibliothek und schlägt automatisch passende Musikvideos vor. Der Vorteil: YouTube hat die größte Sammlung an Musikvideos weltweit – auch rare B-Seiten, Live-Auftritte oder Fan-Videos.

YouTube Music Premium (ab 9,99 Euro monatlich) bietet zusätzlich werbefreie Wiedergabe und Offline-Downloads. Die Gratis-Version zeigt Werbung, funktioniert aber grundsätzlich auch.

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Spotify verbindet Audio mit Video

Auch Spotify hat nachgezogen und bietet seit 2024 Musikvideos in der Premium-Version an. Über den „Canvas“-Bereich könnt ihr kurze Videoclips zu euren Songs sehen. Noch ist das Angebot nicht so umfangreich wie bei Apple Music oder YouTube, aber Spotify baut das Feature kontinuierlich aus.

Moderne Alternativen zu veralteten Apps

Früher gab es spezialisierte Apps wie Vusic, die iTunes-Bibliotheken mit YouTube-Videos verknüpften. Diese sind heute meist überholt oder nicht mehr verfügbar. Stattdessen setzen die großen Streaming-Anbieter auf integrierte Lösungen.

Eine interessante Alternative ist Musixmatch (kostenlos mit In-App-Käufen). Die App synchronisiert Songtexte mit eurer Musik und findet automatisch passende YouTube-Videos. Besonders praktisch: Musixmatch funktioniert mit praktisch allen Musik-Apps und zeigt Lyrics in Echtzeit an.

Smart-TVs und Streaming machen den Unterschied

Der größte Vorteil von Musikvideos zeigt sich auf größeren Bildschirmen. Mit AirPlay (Apple), Chromecast (Google) oder Smart-TV-Apps könnt ihr eure Musikvideos direkt auf den Fernseher streamen. Perfekt für Partys, Hintergrundmusik oder entspannte Abende.

Viele Smart-TVs haben heute YouTube, Apple Music oder Spotify direkt integriert. So könnt ihr ohne zusätzliche Hardware direkt am TV stöbern und Videos abspielen.

KI macht die Musiksuche schlauer

Neuere Entwicklungen nutzen KI, um passende Videos zu finden. Apps wie SoundHound oder Shazam (gehört zu Apple) erkennen nicht nur Songs aus der Umgebung, sondern schlagen auch sofort das passende Musikvideo vor.

Apple hat Shazam tief in iOS integriert: Einfach vom Sperrbildschirm aus aktivieren, Song erkennen lassen und direkt zum Video in Apple Music wechseln.

Fazit: Integration statt Speziallösungen

Die Zeiten spezialisierter Apps sind vorbei. Heute bieten die großen Streaming-Dienste alles aus einer Hand: Audio, Video, Lyrics und smarte Playlists. Wer seine alte iTunes-Bibliothek weiter nutzen möchte, fährt mit Apple Music am besten. Für maximale Video-Auswahl ist YouTube Music die erste Wahl.

Der Trend geht klar Richtung nahtlose Integration: Musik hören, Video schauen, Texte mitlesen – alles in einer App, synchron auf allen Geräten. So wird aus der alten Musiksammlung eine multimediale Erfahrung.

Tipp: Probiert die kostenlosen Versionen der verschiedenen Dienste aus, bevor ihr euch für ein Abo entscheidet. Jeder Service hat seine Stärken – je nach Musikgeschmack und Nutzungsgewohnheiten.

Zuletzt aktualisiert am 10.04.2026