YouTube-Vollbild: Versteckte Videovorschläge anzeigen

von | 30.01.2018 | Internet

In der YouTube-App für iOS und Android werden vorgeschlagene Videos unterhalb des Video-Players angezeigt. Dies gilt für die Standard-Ansicht. Wer ins Vollbild wechselt, sieht die vorgeschlagenen Videos nicht mehr. Mit einem praktischen Trick lassen sie sich dennoch anzeigen – eine Funktion, die viele Nutzer gar nicht kennen.

Damit die vorgeschlagenen Videos in der Vollbild-Ansicht von YouTube wieder sichtbar werden, geht ihr wie folgt vor:

  1. Öffnet die YouTube-App auf eurem Smartphone oder Tablet.
  2. Tippt auf ein Video und schaltet es in den Vollbild-Modus.
  3. Sobald die Buttons zum Abspielen und Pausieren des Videos sichtbar sind, erscheint daneben auch ein kleines Menü-Symbol.
  4. Wer über dieses Menü wischt oder darauf tippt, kann es aufklappen.

Hier erscheinen alle Videos, die für das aktuell abgespielte Video vorgeschlagen werden. Wer gerade eine Playlist abspielt, sieht darin das nächste Video der vorgegebenen Reihenfolge.

Warum YouTube die Vorschläge versteckt

YouTube versteckt die Videovorschläge im Vollbildmodus bewusst, um ein ablenkungsfreies Seherlebnis zu schaffen. Das macht durchaus Sinn: Wer ein Video in voller Größe schaut, möchte sich meist voll auf den Inhalt konzentrieren. Dennoch kann es praktisch sein, schnell zu sehen, was als nächstes kommt – besonders bei längeren Videos oder Tutorials, wo man gelegentlich zu verwandten Inhalten springen möchte.

Weitere versteckte Vollbild-Features

Das aufklappbare Menü bietet noch mehr als nur Videovorschläge. Je nach Video-Typ und euren Einstellungen findet ihr dort:

Kapitelmarken: Viele YouTuber strukturieren ihre Videos mit Zeitmarken. Diese erscheinen als anklickbare Punkte in der Timeline und im ausklappbaren Menü. Besonders praktisch bei längeren Videos, Tutorials oder Podcasts.

Playlist-Navigation: Läuft gerade eine Playlist, seht ihr nicht nur das nächste Video, sondern könnt durch die gesamte Liste navigieren. Das spart das Verlassen des Vollbildmodus.

Qualitätseinstellungen: Über das Drei-Punkte-Menü im Vollbild könnt ihr auch die Videoqualität anpassen, ohne zurück zur normalen Ansicht zu wechseln. Praktisch bei schwankender Internetverbindung.

Mobile vs. Desktop: Unterschiedliche Bedienung

Während dieser Trick für mobile Apps funktioniert, verhält sich YouTube am Desktop anders. Dort sind die Vorschläge im Vollbildmodus standardmäßig sichtbar – allerdings nur, wenn ihr mit der Maus über den Player fahrt. Ein Klick in einen leeren Bereich blendet alle Bedienelemente aus.

Auf dem Desktop könnt ihr außerdem mit den Pfeiltasten durch Playlists navigieren oder mit der Leertaste das Video pausieren, ohne dass Bedienelemente sichtbar sein müssen.

Algorithmus und Empfehlungen verstehen

Die vorgeschlagenen Videos basieren auf YouTubes Algorithmus, der verschiedene Faktoren berücksichtigt:

  • Euer Sehverhalten: Welche Videos habt ihr zuletzt geschaut?
  • Ähnliche Inhalte: Videos vom gleichen Kanal oder zu verwandten Themen
  • Trending-Faktor: Was schauen andere Nutzer gerade häufig?
  • Verweildauer: Wie lange schauen andere das vorgeschlagene Video?

Der Algorithmus wird kontinuierlich angepasst. YouTube testet regelmäßig neue Darstellungsformen und Empfehlungslogiken – manchmal sind die Vorschläge daher besonders treffend, manchmal weniger.

Tipps für bessere Empfehlungen

Um relevantere Videovorschläge zu bekommen, könnt ihr aktiv nachhelfen:

„Nicht interessiert“ nutzen: Tippt auf die drei Punkte neben unpassenden Vorschlägen und wählt „Nicht interessiert“. Das verbessert künftige Empfehlungen.

Kanäle abonnieren: Abonnierte Kanäle werden in den Vorschlägen bevorzugt behandelt.

Watch Later verwenden: Videos, die ihr für später speichert, fließen ebenfalls in die Empfehlungslogik ein.

Verlauf regelmäßig bereinigen: In den YouTube-Einstellungen könnt ihr euren Wiedergabeverlauf verwalten und Videos entfernen, die eure Empfehlungen negativ beeinflussen.

Datenschutz-Aspekt

Die Videovorschläge basieren auf umfangreicher Datensammlung. Wer das nicht möchte, kann in den Kontoeinstellungen den Wiedergabe- und Suchverlauf pausieren. Dann werden die Empfehlungen allerdings deutlich unspezifischer.

Alternativ könnt ihr YouTube auch ohne Anmeldung nutzen – dann basieren die Vorschläge nur auf dem aktuellen Video und allgemeinen Trends, nicht auf eurem persönlichen Profil.

Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026