Vero versprach einst, Social Media zu revolutionieren und erlebte 2018 einen kurzen Hype. Viele Nutzer probierten die App aus Neugier aus und möchten nun ihren Account wieder loswerden. Wir zeigen euch, wie das funktioniert.
Vero ist längst nicht mehr das heiße Thema von damals. Die App, die als werbefreie Alternative zu Instagram und Facebook beworben wurde, konnte ihre großen Versprechen nicht einlösen. Während der Hype schnell verpuffte, blieben viele mit einem ungenutzten Account zurück.
Ursprünglich war die Löschung eines Vero-Accounts ziemlich umständlich – ihr musstet eine Mail an den Support schreiben und auf eine Antwort warten. Das hat Vero mittlerweile geändert und eine direkte Löschfunktion in der App eingebaut.
Zunächst öffnet ihr die App und tippt auf der Startseite oben auf euer Profil-Symbol. Anschließend wählt ihr unten rechts die Einstellungen aus.
In den Einstellungen findet ihr im Bereich Account euren Nutzernamen. Tippt darauf und scrollt auf der nächsten Seite ganz nach unten bis zum Punkt Account löschen.
Endgültige Löschung ohne Rückweg
Bevor der Account tatsächlich gelöscht wird, warnt euch Vero mit einer Einblendung, dass die endgültige Löschung bis zu 24 Stunden dauern kann. Diese Warnung solltet ihr ernst nehmen.
Wenn ihr euch sicher seid, dass Vero nichts für euch ist, tippt auf OK. Im Gegensatz zu anderen Plattformen wie Instagram oder TikTok gibt es bei Vero keine Bedenkzeit. Einmal gelöscht, ist gelöscht – ihr könnt euch nicht umentscheiden und den Vorgang rückgängig machen. Wer später doch wieder bei Vero mitmachen möchte, muss ein komplett neues Profil erstellen.
Alternative: Account deaktivieren statt löschen
Falls ihr euch nicht ganz sicher seid, könnt ihr euren Account auch erst einmal deaktivieren. Diese Option findet ihr ebenfalls in den Account-Einstellungen. Bei einer Deaktivierung verschwindet euer Profil zwar aus der App, bleibt aber im System erhalten. So könnt ihr später zurückkehren, falls ihr es euch anders überlegt.
Die Deaktivierung ist besonders sinnvoll, wenn ihr viel Zeit in euer Profil investiert habt oder wertvolle Inhalte hochgeladen habt, die ihr vielleicht später noch einmal brauchen könntet.
Was passiert mit euren Daten?
Nach der Löschung sollten alle eure Daten von Veros Servern verschwinden. Das umfasst Fotos, Videos, Nachrichten und Kontakte. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass Backup-Systeme noch eine Weile brauchen, bis wirklich alles gelöscht ist.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann vor der Löschung alle wichtigen Inhalte sichern. Vero bietet zwar keinen direkten Export eurer Daten an, ihr könnt aber Screenshots machen oder Fotos manuell speichern.
Vero heute: Was wurde aus dem Hype?
Der große Durchbruch ist bei Vero ausgeblieben. Während die App 2018 zeitweise die Download-Charts anführte, dümpelt sie heute in der Bedeutungslosigkeit. Die versprochene werbefreie Zukunft kam nie richtig an, und andere Plattformen haben längst nachgezogen.
Instagram, TikTok und auch neuere Plattformen wie BeReal oder Threads haben die Aufmerksamkeit der Nutzer erobert. Vero konnte sich nie wirklich von der Konkurrenz abheben und leidet unter einer kleinen, wenig aktiven Nutzerbasis.
Datenschutz bei der Account-Löschung
Ein wichtiger Punkt beim Löschen von Social-Media-Accounts ist der Datenschutz. Vero hat seinen Sitz in den USA und unterliegt damit anderen Datenschutzbestimmungen als europäische Anbieter. Nach der DSGVO habt ihr als EU-Bürger aber das Recht auf Löschung eurer Daten.
Falls ihr Zweifel habt, ob eure Daten wirklich gelöscht wurden, könnt ihr eine Anfrage nach Artikel 17 DSGVO stellen. Vero muss dann nachweisen, dass alle eure Daten entfernt wurden.
Fazit: Einfache Löschung, aber ohne Rückweg
Die Account-Löschung bei Vero ist mittlerweile unkompliziert und schnell erledigt. Die endgültige Entscheidung ohne Widerrufsmöglichkeit kann aber auch ein Nachteil sein. Überlegt euch daher gut, ob ihr wirklich löschen oder nur pausieren wollt.
Wer seinen Vero-Account nicht mehr braucht, kann ihn problemlos entfernen. Angesichts der geringen Aktivität auf der Plattform werden das wohl nicht die letzten sein, die diesen Schritt gehen.
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026



