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PDFs erstellen und bearbeiten unter Windows

von | 23.02.2021 | Software, Windows

Das Öffnen einer PDF-Datei unterscheidet sich nicht von dem Öffnen anderer Dateien. Aus dem Explorer oder einer E-Mail führt ihr einfach einen Doppelklick auf die Datei aus, und schon wird sie im Standardprogramm eurer Wahl geöffnet. Der wahre Zauber liegt darin, aus beliebigen Daten selbst eine PDF-Datei zu erzeugen. Das geht bereits mit Windows-Bordmitteln und wenig Aufwand.

PDF-Druckertreiber in Windows 11 und 10

Seit Windows 10 ist die Möglichkeit, aus jedem Programm und aus jeder App die Inhalte, die sich ausdrucken lassen, als PDF-Datei zu speichern, fest in das System integriert. Microsoft nutzt dabei das bewährte Verfahren des virtuellen Druckers: Ihr tut so, als wolltet ihr die Inhalte drucken, indem ihr auf Datei > Drucken klickt. Statt eures normalen Hardwaredruckers wählt ihr dann Microsoft Print to PDF aus.

In Windows 11 wurde dieser Prozess noch etwas benutzerfreundlicher gestaltet. Der PDF-Drucker steht ganz oben in der Druckerliste und wird bei vielen Apps automatisch als Option vorgeschlagen. Die Einstellmöglichkeiten bleiben bewusst einfach: Ihr legt fest, ob die Seiten im Hoch- oder im Querformat in die PDF-Datei geschrieben werden sollen. Nach einem Klick auf OK bestimmt ihr Namen und Speicherort der Datei. Windows erzeugt dann die PDF-Datei und speichert sie auf der Festplatte.

Erweiterte PDF-Erstellung mit neuen Windows-Features

Mit Windows 11 22H2 und den neueren Updates kamen zusätzliche Funktionen hinzu. So könnt ihr beim PDF-Export oft direkt die Qualität bestimmen – praktisch für große Dokumente, die ihr per E-Mail versenden wollt. In vielen Microsoft-Apps wie Word, PowerPoint oder Excel findet ihr zudem die Option „Als PDF exportieren“, die mehr Kontrolle über das Ergebnis bietet als der einfache Druckweg.

Besonders praktisch: Moderne Windows-Apps unterstützen häufig auch die direkte PDF-Erstellung mit Lesezeichen und Links. Das funktioniert beispielsweise hervorragend mit Word-Dokumenten, die automatisch eine navigierbare PDF-Struktur erhalten.

PDF-Dateien bearbeiten mit dem neuen Edge

Microsoft Edge hat sich seit 2021 erheblich weiterentwickelt und ist heute einer der besten kostenlosen PDF-Editoren. Wenn ihr Edge als Programm zum Öffnen von PDFs verwendet, habt ihr eine beeindruckende Palette von Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Öffnet die PDF-Datei, dann zeigt euch Edge eine deutlich verbesserte Symbolleiste mit Werkzeugen an. Die Benutzeroberfläche wurde 2024 komplett überarbeitet und ist jetzt intuitiver bedienbar.

Unter Zeichnen findet ihr verschiedene Stifte und Formen, mit denen ihr in die PDF-Datei schreiben, Teile einkreisen oder geometrische Formen einfügen könnt. Wenn euer Gerät einen Stift unterstützt, erkennt Edge automatisch Druckstufen und bietet eine fast papiergleiche Schreiberfahrung. Alternativ funktioniert auch der Mauszeiger oder bei Touchscreens der Finger.

Die Hervorheben-Funktion bietet jetzt nicht nur verschiedene Textmarkerfarben, sondern auch die Möglichkeit, die Transparenz anzupassen. Neu ist auch die automatische Texterkennung: Edge erkennt Textblöcke und macht präzises Markieren noch einfacher.

Kommentare und erweiterte Funktionen

Was früher versteckt war, ist heute prominent platziert: Die Kommentarfunktion von Edge wurde erheblich ausgebaut. Markiert mit der Maus das Wort oder den Abschnitt, den ihr kommentieren wollt. Ein kleines Popup erscheint automatisch mit der Option „Kommentar hinzufügen“. Alternativ findet ihr diese Funktion auch direkt in der Symbolleiste.

Edge öffnet einen anpassbaren Notizzettel, in den ihr euren Kommentar eintippen könnt. Die Kommentare werden automatisch synchronisiert, wenn ihr ein Microsoft-Konto verwendet – so habt ihr eure Notizen auf allen Geräten verfügbar.

Neu seit 2025 sind auch die KI-gestützten Zusammenfassungen: Edge kann komplexe PDF-Dokumente automatisch analysieren und die wichtigsten Punkte extrahieren. Diese Funktion findet ihr in der Seitenleiste unter dem Copilot-Symbol.

Alternative Tools und Integration

Neben den Windows-Bordmitteln gibt es weitere praktische Wege zur PDF-Erstellung. Die Microsoft 365 Suite bietet erweiterte Export-Optionen, und auch der Windows Store enthält spezialisierte PDF-Tools für anspruchsvollere Aufgaben.

Besonders praktisch ist die Integration mit OneDrive: PDF-Dateien, die ihr mit Windows-Bordmitteln erstellt, können automatisch in der Cloud gespeichert und mit anderen geteilt werden. Die Bearbeitung funktioniert dann nahtlos zwischen verschiedenen Geräten.

Für Power-User bietet auch die Windows-Eingabeaufforderung seit Windows 11 neue Möglichkeiten zur automatisierten PDF-Erstellung, besonders im Zusammenspiel mit PowerShell-Skripten.

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026

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