Mark Zuckerbergs Meta-Konzern, zu dem bekanntlich Facebook und Instagram gehören (sowie WhatsApp und Threads), hat seine KI-Modelle seit 2024 mit Beiträgen deutscher Nutzer trainiert. Nach anfänglichen Widerstandswellen ist das Training mittlerweile Standard – wer das nicht möchte, muss nach wie vor widersprechen.
Meta entwickelt schon seit Jahren Künstliche Intelligenz. Das KI-Modell Llama ist in seiner aktuellen Version 3.2 sogar sehr leistungsstark und OpenSource verfügbar – ein echter Konkurrent zu ChatGPT und Claude.
Meta AI ist längst ChatGPT-Konkurrent
Meta AI ist heute eine der führenden KI-Plattformen weltweit. Was 2024 noch als Experiment begann, ist 2026 zu einem vollwertigen ChatGPT-Konkurrenten gereift, der direkt in Facebook, Instagram und WhatsApp integriert ist.
Die KI kann nicht nur Texte schreiben und Fragen beantworten, sondern auch Bilder generieren, Code programmieren und komplexe Analysen durchführen. Besonders stark ist Meta AI bei mehrsprachigen Aufgaben – auch Deutsch beherrscht die KI mittlerweile auf muttersprachlichem Niveau.
Das Geheimnis hinter dieser Leistung: Meta hat seine KI mit Milliarden von Beiträgen, Kommentaren und Interaktionen aus den eigenen Plattformen trainiert. Darunter auch deutsche Inhalte – ein Punkt, der nach wie vor für Diskussionen sorgt.
So funktioniert KI-Training heute
KI-Training hat sich seit 2024 massiv weiterentwickelt. Moderne Large Language Models wie Meta’s Llama 3.2 werden nicht mehr nur mit statischen Textkorpora trainiert, sondern lernen kontinuierlich aus aktuellen Inhalten.
Das bedeutet: Euer Facebook-Post von heute kann schon morgen Teil des KI-Wissens sein. Bildgenerierende KIs schauen sich ständig neue Fotos und deren Beschreibungen an. Je aktueller und vielfältiger die Trainingsdaten, desto besser die KI.
Meta sitzt hier auf einer Goldgrube: Täglich werden Milliarden neuer Posts, Kommentare, Stories und Reels hochgeladen. In über 100 Sprachen, zu allen denkbaren Themen. Ideales Futter für hungrige KI-Modelle.
Rechtslage in Europa: AI Act macht’s möglich
Der 2024 eingeführte EU AI Act hat die Spielregeln verändert. Meta darf europäische Nutzerdaten für KI-Training verwenden – allerdings nur unter strengen Auflagen und mit Widerspruchsrecht für Nutzer.
Die Rechtslage ist eindeutig: Meta beruft sich auf „berechtigtes Interesse“ und muss nicht um Erlaubnis fragen. Ihr habt aber das Recht zu widersprechen – und das solltet ihr auch nutzen, wenn euch das Training nicht passt.
Wichtig zu wissen: Bei einem KI-Training werden eure Daten nicht direkt gespeichert, sondern in mathematische Modelle umgewandelt. Trotzdem können theoretisch Rückschlüsse auf Personen möglich sein – besonders bei sehr spezifischen oder persönlichen Inhalten.
Was Meta konkret für KI-Training nutzt
Meta ist mittlerweile transparenter geworden und erklärt in den aktualisierten Datenschutzrichtlinien, welche Daten für das KI-Training verwendet werden:
- Öffentliche Posts und Kommentare auf Facebook
- Instagram-Beiträge, Stories und Reels (auch private, wenn ihr Meta-KI nutzt)
- Threads-Inhalte und Interaktionen
- Bildunterschriften und Alt-Texte
- Interaktionsdaten (Likes, Shares, Verweildauer)
Ausgeschlossen bleiben nach wie vor private Nachrichten in WhatsApp und Messenger – die sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und für Meta technisch nicht lesbar.
Widerspruch 2026: Einfacher, aber noch nötig
Nach Kritik von Datenschützern hat Meta den Widerspruchsprozess 2025 vereinfacht. Trotzdem müsst ihr aktiv werden, wenn ihr eure Daten schützen wollt.
So geht’s bei Facebook:
- Profil → Einstellungen → Privatsphäre → KI und Datenverarbeitung
- „KI-Training widersprechen“ anklicken
- Kurze Begründung eingeben (ein Satz reicht)
- Bestätigen – fertig
Bei Instagram ist der Weg ähnlich: Profil → Einstellungen → Datenschutz → KI-Verarbeitung → Widersprechen.
Alternativ könnt ihr nach wie vor das offizielle Widerspruchsformular nutzen. Das funktioniert für alle Meta-Dienste gleichzeitig.
Diese Begründungen funktionieren
Ihr müsst euren Widerspruch kurz begründen. Diese Sätze reichen völlig:
- „Ich möchte nicht, dass meine kreativen Inhalte für kommerzielle KI-Systeme genutzt werden.“
- „Aus Datenschutzgründen lehne ich KI-Training mit meinen persönlichen Daten ab.“
- „Ich befürchte Missbrauch meiner Daten durch KI-Systeme.“
- „Als Urheber meiner Inhalte erteile ich keine Nutzungsrechte für KI-Training.“
Meta muss euren Widerspruch akzeptieren – rechtlich habt ihr hier die stärkere Position.
Fazit: Selbstbestimmung in der KI-Ära
Meta AI ist mittlerweile eine beeindruckende KI-Plattform geworden – auch dank der Daten von Millionen Nutzern. Ob ihr dazu beitragen wollt, ist eure Entscheidung.
Wer widerspricht, verpasst nichts: Ihr könnt Meta AI trotzdem nutzen. Wer zustimmt, trägt zur Weiterentwicklung bei – und hofft auf bessere KI-Services.
Wichtig ist nur: Entscheidet bewusst. Denn in der KI-Ära sind eure Daten wertvoller denn je.
Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026