Apple MacBook Pro mit M3: Kraftpaket für Kreative und Power-User

von | 12.12.2021 | Hardware

Mit den M1-, M2- und M3-Prozessoren hat Apple die Notebook-Welt revolutioniert. Die aktuellen MacBook Pro Modelle mit M3 Pro und M3 Max bieten unglaubliche Performance bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Das macht sie zu echten Kraftpaketen für Kreative und Power-User.

Früher war ich ja bekanntlich ausschließlich mit Windows unterwegs. Doch seitdem ich viele Fotos und vor allem Videomaterial bearbeite – und das sind jetzt auch schon etliche Jahre –, setze ich bevorzugt Apple-Hardware ein. Auf meinem Schreibtisch steht mittlerweile ein Mac Studio mit M2 Ultra, um aufwändigen Videoschnitt zu erledigen – und unterwegs bin ich mit iPhone und iPad bewaffnet.

Es ist einfach klasse, wie die Geräte zusammenarbeiten und Datenaustausch so einfach gelingen kann. Mittlerweile gibt es zwar auch für die Windows-Welt viele gute Werkzeuge für den Kreativbereich, aber auf Macs funktioniert es einfach besser – und vor allem eleganter.

(Nur nebenbei sei erwähnt, dass die vorzügliche Kamera im neuen iPhone 15 Pro mit Action Mode mir Erstaunliches ermöglicht: Unterwegs Videos mit ProRes aufnehmen – und am Schnittplatz die Schärfe nachziehen.)

Vor allem anspruchsvolle Anwendungen laufen auf dem MacBook Pro mit M1 Prozessor wunderbar

Vor allem anspruchsvolle Anwendungen laufen auf dem MacBook Pro mit Apple Silicon wunderbar

Apple Silicon: Von M1 bis M3 – Power ohne Ende

Natürlich war ich sehr gespannt auf die Entwicklung der Apple Silicon Prozessoren. Seit der Einführung des M1 im Jahr 2020 hat Apple kontinuierlich nachgelegt: M1 Pro, M1 Max, M2, M2 Pro, M2 Max und seit Ende 2023 die M3-Familie. Für mich stellte sich die Frage: Können diese ARM-basierten Prozessoren wirklich mit den etablierten Intel- und AMD-Chips mithalten?

Um es vorwegzunehmen: Sie können nicht nur mithalten, sie sind deutlich überlegen. Und zwar ohne mit der Wimper zu zucken. Oder besser: Ohne heißlaufenden Prozessor, ohne laut rotierenden Ventilator – und sogar, ohne dass dem Akku deswegen schnell die Puste ausginge.

Die aktuellen MacBook Pro Modelle mit M3 Pro und M3 Max (ich arbeite mittlerweile mit einem M3 Max) sind selbst Desktop-Rechnern deutlich überlegen. Das merke ich vor allem dann, wenn ich aufwändige Blenden oder sogar KI-gestützte Effekte verwende.

Der 3D-Tracker mTracker3D für Final Cut Pro zum Beispiel ist ein Werkzeug, das kinoreife Effekte in ein Bewegtbild rechnet. Auf meinem alten iMac Pro sprang da regelmäßig der Lüfter an. Auf meinem MacBook Pro mit M3 Max sind die Jobs nicht nur deutlich schneller erledigt, sondern auch ohne hörbares Schnaufen des Prozessors. Der Lüfter bleibt praktisch immer aus.

Apple hat den neuen MacBook Pro wieder mit MagSafe ausgerüstet

Apple hat die MacBook Pro Modelle wieder mit MagSafe ausgerüstet

KI-Features und Neural Engine im Fokus

Besonders spannend wird es mit den KI-Features, die Apple seit 2024 verstärkt vorantreibt. Die Neural Engine in den M3-Chips ist ein wahrer Turbo für Machine Learning Aufgaben. Ob automatische Transkription in Final Cut Pro, intelligente Maskierung in Motion oder die neuen KI-Features in Logic Pro – alles läuft butterweich und vor allem lokal auf dem Gerät.

Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Cloud-basierten KI-Lösungen: Eure Daten bleiben auf dem Mac, die Verarbeitung ist schneller und ihr seid nicht auf eine Internetverbindung angewiesen. Gerade für Kreative, die oft mit sensiblem Material arbeiten, ist das Gold wert.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die wirklich beeindruckende Rechen-Power von Apples Silicon-Prozessoren kommt vor allem solchen Usern zugute, die rechenintensive Anwendungen benutzen. Etwa Fotobearbeitung mit Photoshop oder Lightroom, Audio-Bearbeitung in Logic Pro und vor allem Video-Schnitt mit Final Cut Pro oder DaVinci Resolve. Denn hier sind Prozessoren traditionell besonders gefordert. Und natürlich bei Spielen – was mittlerweile auch auf dem Mac richtig Spaß macht.

Solche Anwender, die häufig rechenintensive Anwendungen verwenden, profitieren am meisten von den Fähigkeiten der Apple Silicon Prozessoren. Weil diese Rechen-Power sogar unterwegs zur Verfügung steht – akkubetrieben. Denn die M-Prozessoren sind nicht nur unglaublich schnell, sondern gleichzeitig auch noch sparsam.

Und deshalb profitieren sogar User, die nur mit Standardanwendungen arbeiten, von den neuen Prozessoren. Ganz einfach, weil die MacBooks mit Apple Silicon praktisch nie warm werden, keine Lüfter brauchen und bis zu 18 Stunden über Akku betrieben werden können.

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Mehr als 15.000 Universal Apps und Plug-ins sind für Apple Silicon optimiert und laufen nativ auf M1, M2 und M3.

Aktuelle Modelle: M3, M3 Pro und M3 Max

Apple bietet das MacBook Pro aktuell in zwei Größen an: 14 und 16 Zoll. Beide sind mit verschiedenen M3-Varianten erhältlich. Das Einstiegsmodell kommt mit dem Standard M3-Chip (8 CPU-Kerne, bis zu 10 GPU-Kerne), darüber stehen M3 Pro (bis zu 12 CPU-Kerne, bis zu 18 GPU-Kerne) und M3 Max (bis zu 16 CPU-Kerne, bis zu 40 GPU-Kerne) zur Verfügung.

Besonders der M3 Max ist ein wahres Biest: Mit seinem enormen GPU-Teil kann er sogar dedizierte Grafikkarten in vielen Anwendungen abhängen. Für 8K-Videoschnitt, 3D-Rendering oder aufwändige Motion Graphics ist er wie geschaffen.

Die Speicherausstattung geht mittlerweile bis zu 128 GB unified Memory beim M3 Max – das ist mehr, als die meisten Desktop-Rechner haben. Und da CPU, GPU und Arbeitsspeicher auf einem Chip sitzen, ist der Datentransfer blitzschnell.

Neue Features und Anschlüsse

Neben der reinen Performance haben sich auch andere Dinge verbessert. Das Liquid Retina XDR Display unterstützt jetzt HDR10 und Dolby Vision nativ – perfekt für Colorgrading und HDR-Workflows. Die Webcam wurde auf 1080p aufgerüstet und liefert deutlich bessere Bildqualität für Videokonferenzen.

Bei den Anschlüssen hat Apple nachgelegt: Drei Thunderbolt 4/USB-C Ports, ein HDMI 2.1 Anschluss, ein SDXC-Kartenslot und natürlich MagSafe 3. Damit könnt ihr externe 8K-Displays anschließen oder mehrere 4K-Monitore gleichzeitig betreiben.

Der M1 Pro verfügt über 33,7 Milliarden Transistoren — mehr als doppelt so viele wie auf einem M1. Der Chip kann mit bis zu 32 GB schnellem gemeinsamen Arbeitsspeicher konfiguriert werden

Die M3-Familie bietet noch mehr Transistoren und kann mit bis zu 128 GB unified Memory konfiguriert werden.

Mein Praxistest: M3 Max im Dauereinsatz

So viel zu den technischen Hintergründen. Nun ist es eine Sache, bemerkenswerte Tech Facts zu lesen und Versprechungen von Herstellern zu hören. Eine andere Sache ist, wie das in der Praxis aussieht. Ich habe mein MacBook Pro mit M3 Max nun seit Monaten im Dauereinsatz: Ich schneide damit Fernsehbeiträge, bearbeite RAW-Fotos und experimentiere mit KI-Tools.

Und mein Fazit: Wow! Das MacBook Pro mit M3 Max bringt so gut wie nichts aus der Ruhe. Ich arbeite regelmäßig mit 8K-Material, was früher undenkbar war. Selbst komplexe Multicam-Projekte mit Color Grading laufen flüssig im Akkubetrieb. Der Lüfter ist praktisch nie zu hören.

Das ist schon bemerkenswert. Denn mein alter iMac Pro konnte auch eine Menge, aber bei anspruchsvollen Aufgaben war der Lüfter unüberhörbar. Das MacBook Pro bleibt bei gleichen und anstrengenderen Aufgaben praktisch lautlos.

Wichtig ist, hier Software einzusetzen, die für Apple Silicon optimiert wurde. Das trifft mittlerweile auf fast alle relevanten Programme zu: Final Cut Pro, Logic Pro, Adobe Creative Suite, DaVinci Resolve – alles läuft nativ und nutzt die volle Power der M-Chips.

Zwar kann ich auch ältere Intel-Programme laufen lassen, dann kommt aber Rosetta 2 als Übersetzer zum Einsatz. Das funktioniert zwar, ist aber nicht optimal. Wer das volle Potenzial ausschöpfen will, sollte auf native Apple Silicon Apps setzen.

Das Innenleben eines MacBook Pro mit M1

Das Innenleben eines MacBook Pro mit Apple Silicon

Akkubetrieb ist keine Notlösung mehr

Wer ein Notebook benutzt, kennt das: Anspruchsvolle Anwendungen saugen den Akku im Nu leer. Oft steht schon nach kurzer Zeit kaum noch Akku zur Verfügung – und die Anwendungen werden langsamer.

Beim MacBook Pro mit Apple Silicon ist das grundlegend anders. Selbst anspruchsvolle Anwendungen wie Final Cut Pro oder Logic Pro bringen auf einem MacBook Pro im reinen Akkubetrieb dauerhaft Spitzenleistungen. Apple verspricht bis zu 18 Stunden Videowiedergabe – und das ist nicht übertrieben.

Selbst bei intensivem Videoschnitt halte ich problemlos einen ganzen Arbeitstag durch. Das ändert komplett, wie man mit einem Notebook arbeitet. Akkubetrieb ist nicht mehr der Notfall-Modus, sondern der normale Betrieb.

Die MagSafe-Verbindung ist übrigens geblieben und wurde mit MagSafe 3 nochmals verbessert. Der magnetische Stecker sitzt sicher, löst sich aber bei Zug am Kabel. So sind Sturz-Unfälle praktisch ausgeschlossen. Das 140-Watt-Netzteil lädt das MacBook Pro auch schnell wieder auf – von 0 auf 50% in etwa 30 Minuten.

Alternativ könnt ihr auch über USB-C laden, das ist aber langsamer. Praktisch ist das trotzdem, weil ihr unterwegs jede USB-C Powerbank nutzen könnt.

Fazit: Eine neue Ära für portable Workstations

Mit den Apple Silicon Prozessoren hat Apple nicht nur Intel Konkurrenz gemacht – sie haben das Konzept der mobilen Workstation neu definiert. Ein MacBook Pro mit M3 Max bietet heute mehr Rechenpower als die meisten Desktop-PCs, läuft dabei praktisch lautlos und hält einen ganzen Arbeitstag durch.

Für Kreative, Entwickler und alle, die rechenintensive Aufgaben unterwegs erledigen müssen, sind diese Geräte ein Quantensprung. Die Zeit der Kompromisse zwischen Performance und Mobilität ist vorbei.

Wer allerdings hauptsächlich im Web surft, E-Mails schreibt und Office-Anwendungen nutzt, kann auch mit günstigeren Modellen glücklich werden. Aber wer einmal die Power eines M3 Max erlebt hat, will nicht mehr zurück.

 

 

Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026