Windows 10 und 11 haben standardmäßig eine Wettervorhersage integriert. Auch wenn das nur eine kleine Funktion ist: Sie kostet Platz in der Taskleiste, Ressourcen und Datenvolumen. Sie auszuschalten ist nicht ganz trivial. Wir zeigen euch, wo ihr die zugehörigen Einstellungen findet und wie ihr euer System schlanker macht!
Normalerweise sind die Einstellungen bei Windows recht einfach zu finden: Wenn ihr aber bei Windows 10 nach „Wetter“ sucht, dann findet ihr alles Mögliche, aber keine Einstellungen für die Taskleiste. Das liegt daran, dass das Wetter nur ein Teil der „Neuigkeiten und andere Themen“-Funktion von Windows ist. Das ist der Bereich, den ihr durch einen einzelnen Klick auf die Temperaturangabe in der Taskleiste angezeigt bekommt.
Windows 10: Wetteranzeige anpassen oder deaktivieren
Die Einstellungen dazu findet ihr, indem ihr rechts auf die Taskleiste klickt und dann auf Neuigkeiten und andere Themen. Im Standard ist hier Symbol und Text anzeigen aktiviert.
Wenn ihr Platz sparen wollt, dann klickt auf Nur Symbol anzeigen. Um die komplette Darstellung auszuschalten, wählt ihr stattdessen Ausschalten. Der Platz in der Taskleiste wird damit für laufende Apps oder andere Symbolleisten freigegeben. Die Aktualisierung der Wetteranzeige findet – soweit sie nicht von einer anderen App durchgeführt wird – nicht mehr statt.
Windows 11: Widget-System steuern
Windows 11 hat das Konzept grundlegend überarbeitet. Statt der „Neuigkeiten und andere Themen“ gibt es die Widgets. Diese öffnet ihr über das Widget-Symbol in der Taskleiste links neben der Uhrzeit.
Hier könnt ihr durch einen Klick auf die drei Punkte im Wetter-Widget die entsprechenden Einstellungen anpassen oder das Widget komplett entfernen.
Alternative Methode für Windows 11
Seit dem 22H2-Update von Windows 11 gibt es auch eine direktere Methode: Rechtsklickt auf die Taskleiste und wählt „Taskleisteneinstellungen“. Hier findet ihr den Punkt „Widgets“ mit einem simplen Ein/Aus-Schalter. Wenn ihr Widgets komplett deaktiviert, verschwindet auch das entsprechende Symbol aus der Taskleiste.
Warum überhaupt deaktivieren?
Es gibt mehrere gute Gründe, die Wetteranzeige zu deaktivieren:
Datenschutz und Datenvolumen: Die Wetteranzeige lädt regelmäßig aktuelle Daten nach. Das verbraucht nicht nur mobile Daten, sondern sendet auch euren Standort an Microsoft-Server. Wer das nicht möchte, sollte die Funktion ausschalten.
Performance: Auch wenn der Einfluss minimal ist – jeder Hintergrundprozess kostet Systemressourcen. Auf älteren Rechnern oder bei knappem Arbeitsspeicher kann jedes eingesparte Prozent helfen.
Ablenkung: Die Widgets können mit ihren ständigen Updates und Nachrichten vom Arbeiten ablenken. Wer sich konzentrieren möchte, fährt oft besser ohne diese Informationsflut.
Platz in der Taskleiste: Gerade auf kleineren Bildschirmen ist jeder Pixel wertvoll. Ohne Wetter-Widget habt ihr mehr Platz für die wirklich wichtigen Programme.
Feintuning: Nur bestimmte Widgets deaktivieren
Ihr müsst nicht alle Widgets auf einmal deaktivieren. In den Widget-Einstellungen könnt ihr gezielt einzelne Karten ein- oder ausblenden. Klickt dazu auf das Zahnrad-Symbol in der Widget-Ansicht. Hier lassen sich auch die Datenquellen anpassen – falls ihr etwa lieber lokale Nachrichten statt internationaler Schlagzeilen sehen möchtet.
Drittanbieter-Alternativen
Wer auf Wetterinformationen nicht verzichten möchte, kann auf Alternativen setzen: Programme wie Rainmeter ermöglichen es, Wetteranzeigen vollständig individuell zu gestalten. Diese verbrauchen oft weniger Ressourcen und bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten als die Windows-eigenen Widgets.
Auch Browser-Erweiterungen oder dedizierte Wetter-Apps aus dem Microsoft Store können eine Option sein. Der Vorteil: Ihr habt die volle Kontrolle über Darstellung, Datenquellen und Update-Intervalle.
Troubleshooting: Wenn sich Widgets nicht ausschalten lassen
Manchmal lassen sich die Widgets hartnäckig nicht deaktivieren. In diesem Fall hilft oft ein Neustart des Windows Explorer-Prozesses. Drückt Strg+Shift+Esc für den Task-Manager, sucht „Windows-Explorer“ und startet diesen neu.
Alternativ könnt ihr über die Registry arbeiten: Unter „HKEY_CURRENT_USERSoftwareMicrosoftWindowsCurrentVersionFeeds“ lässt sich der Wert „EnableFeeds“ auf 0 setzen. Das solltet ihr aber nur machen, wenn ihr euch mit der Registry auskennt.
Fazit
Die Wetteranzeige in Windows ist praktisch, aber nicht für jeden nützlich. Mit wenigen Klicks lässt sie sich anpassen oder komplett deaktivieren. Das spart Ressourcen, schützt die Privatsphäre und kann die Produktivität erhöhen. Probiert einfach aus, was für euch am besten funktioniert.
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026
