Künstliche Intelligenz hat sich von einer visionären Technologie zu einem alltäglichen Begleiter entwickelt. 2026 prägt KI unseren Alltag mehr denn je – von ChatGPT und Claude über fortgeschrittene Sprachassistenten bis hin zu autonomen Fahrzeugen und personalisierten Gesundheitsdiensten. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos, doch mit jedem Fortschritt wachsen auch die Fragen nach Datenschutz, Kontrolle und gesellschaftlichen Auswirkungen…
Künstliche Intelligenz hat sich von einer visionären Technologie zu einem alltäglichen Begleiter entwickelt. 2026 prägt KI unseren Alltag mehr denn je – von ChatGPT und Claude über fortgeschrittene Sprachassistenten bis hin zu autonomen Fahrzeugen und personalisierten Gesundheitsdiensten. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos, doch mit jedem Fortschritt wachsen auch die Fragen nach Datenschutz, Kontrolle und gesellschaftlichen Auswirkungen.

Das Smart Home: Hier ist reichlich KI im Einsatz
DASA Dortmund: Pionierarbeit in der KI-Bildung
In Dortmund können Besucher sich in der DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung) seit Jahren intensiv mit KI beschäftigen – und die Ausstellung hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die DASA versteht sich als „kreativer Lernort für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit mit Freizeitwert“ und hat mit ihrer KI-Ausstellung Maßstäbe gesetzt.
Die Ausstellung zeigt nicht nur die technischen Grundlagen von Machine Learning und neuronalen Netzen, sondern auch aktuelle Entwicklungen wie Large Language Models, die 2022 mit ChatGPT den Durchbruch schafften. Besucher können selbst mit verschiedenen KI-Systemen interagieren und verstehen lernen, wie diese Technologien funktionieren – ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind.

Die Kuratorinnen der Ausstellung
Von Sprachassistenten zu autonomen Systemen
Was die Kuratorinnen Magdalena Ross und Marcella Lagalante gemeinsam mit Projektleiter Philipp Horst geschaffen haben, ist auch 2026 noch beeindruckend relevant – und wurde kontinuierlich erweitert. Besucher können einem simulierten Gespräch zwischen verschiedenen Sprachassistenten lauschen, das mittlerweile auch neuere Systeme wie Googles Bard oder Microsofts Copilot einbezieht.
Besonders faszinierend: Die Ausstellung zeigt, wie sich KI-Assistenten seit 2021 entwickelt haben. Während Alexa und Siri damals hauptsächlich einfache Befehle verstanden, können moderne KI-Systeme komplexe Gespräche führen, kreative Aufgaben lösen und sogar programmieren. Besucher erfahren aber auch, wie sie ihre Privatsphäre schützen können – ein Thema, das angesichts der EU-KI-Verordnung von 2024 noch wichtiger geworden ist.
Ethische Dilemmata in der Praxis
Die Ausstellung geht tief in die ethischen Fragen ein, die KI aufwirft. Das klassische Trolley-Problem bei autonomen Fahrzeugen hat sich mittlerweile zu komplexeren Szenarien entwickelt: Wie soll eine KI in einem Pflegerobot reagieren, wenn sie zwischen verschiedenen Behandlungsoptionen wählen muss? Wie transparent müssen KI-Entscheidungen in der Personalauswahl sein?
Besucher können an interaktiven Stationen selbst solche Entscheidungen treffen und verstehen lernen, dass KI niemals neutral ist – sie spiegelt immer die Werte und Vorurteile ihrer Programmierer wider. Ein Bereich widmet sich speziell den jüngsten Entwicklungen bei generativer KI: Wie erkennt man KI-generierte Bilder, Videos oder Texte? Was sind Deepfakes und wie kann man sich dagegen schützen?
Smart Cities zwischen Utopie und Überwachung
Der KI-Ausstellung gelingt es auch 2026 brillant, die Ambivalenz der Technologie aufzuzeigen. KI kann in „Smart Cities“ dabei helfen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, Verkehrsstaus zu vermeiden oder die Energieverteilung zu optimieren. Gleichzeitig zeigt das Beispiel China, wie dieselben Technologien zur Überwachung und Kontrolle eingesetzt werden können.
Die EU hat 2024 mit der KI-Verordnung wichtige Weichen gestellt. Die Ausstellung erklärt, welche KI-Anwendungen als „hochriskant“ eingestuft werden und welche Rechte Bürger haben. Ein eigener Bereich beschäftigt sich mit KI am Arbeitsplatz: Wie verändert ChatGPT die Büroarbeit? Welche Jobs entstehen neu, welche fallen weg? Und wie können sich Arbeitnehmer auf diese Veränderungen vorbereiten?
Hands-on: KI selbst erleben
Besonders wertvoll sind die praktischen Stationen. Besucher können mit verschiedenen KI-Tools experimentieren: Texte von ChatGPT generieren lassen, Bilder mit DALL-E oder Midjourney erstellen oder Code von GitHub Copilot schreiben lassen. Eine Station zeigt, wie KI beim Erkennen von Krankheiten hilft – aber auch, wo die Grenzen liegen und warum der Mensch das letzte Wort behalten muss.
Wer mag, kann auch die klassische Zeichenstation ausprobieren: Skizziert etwas und lasst die KI raten, was es ist. Mittlerweile funktioniert das deutlich besser als noch vor fünf Jahren – ein anschaulicher Beweis für die rasante Entwicklung der Technologie.
Ein Muss für jeden, der KI verstehen will
Die DASA-Ausstellung ist kein Marketing-Event für KI-Unternehmen, sondern eine fundierte, kritische Auseinandersetzung mit einer Technologie, die unser Leben bereits heute prägt und in Zukunft noch stärker beeinflussen wird. Sie zeigt Chancen auf, ohne Risiken zu verschweigen. Sie erklärt komplexe Zusammenhänge, ohne zu vereinfachen.
Für alle, die KI nicht nur nutzen, sondern auch verstehen wollen, ist diese Ausstellung ein Muss. Sie macht deutlich: KI ist kein Zauber, sondern Mathematik. Sie ist nicht autonom, sondern spiegelt menschliche Entscheidungen wider. Und sie ist weder Heilsbringer noch Untergang – sondern ein Werkzeug, dessen Auswirkungen von uns Menschen bestimmt werden.
https://vimeo.com/646779443
Vielseitige KI-Ausstellung in Dortmund: Mitmachen und Nachdenken
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026





