Apple hat mit den Airpods lange zeit vor allem auf den Komfort des Tragens gesetzt. Die erste Version der „True Wireless“ InEars hält alleine durch das Einhängen in die Ohrmuscheln. Bequem, weil anders als bei InEars der Ohrkanal frei bleibt. Allerdings vom Klang her eher flach. Die AirPods Pro der ersten und zweiten Generation sowie die neuesten AirPods Pro 3 (seit 2025) versuchen, einen Zwischenweg zu gehen. Wenn euch der Bass immer noch nicht reicht: Da geht noch mehr!
Bei InEars ist der Bass immer abhängig davon, wie gut das Ohrpassstück des Kopfhörers mit dem Ohr abschließt. Nur bei einem dichten Abschluss kann der Bass vernünftig übertragen werden. Bei den AirPods Pro verwendet Apple Silikon-Passstücke, die durch das verwendete weiche Material über längere Zeit bequem sein sollen. Diese Bequemlichkeit hat aber einen Preis: Der Bass ist hörbar, aber schwächer als bei anderen Produkten.
Memory Foam als Upgrade-Lösung
Die Lösung kommt vom US-amerikanischen Unternehmen Comply, das sich auf hochwertige Ohrpassstücke spezialisiert hat. Die stellen Ohrpassstücke aus Memory Foam her, die auch 2026 noch zu den besten Alternativen gehören. Dieser Schaum kann zusammengedrückt werden, um die InEars ins Ohr einzuführen. Haltet sie dann einen Moment mit den Fingern im Ohr fest, dann versucht der Schaum wieder in seine ursprüngliche Form zurück zu gehen.
Da der Hörkanal bei jedem Menschen unterschiedlich ist, passt sich die Form entsprechend an. Das Ergebnis: Ganz dichter Abschluss zwischen Hörer und Ohr und spürbar mehr Bass! Der Unterschied ist besonders bei basslastiger Musik wie Hip-Hop, Electronic oder Rock deutlich hörbar.
Weitere Alternativen für besseren Bass
Neben Comply gibt es inzwischen weitere Hersteller, die mit den AirPods Pro kompatible Memory Foam-Tips anbieten. Anker hat mit den Soundcore-Tips eine günstigere Alternative entwickelt, die ebenfalls gute Ergebnisse liefert. Auch SpinFit bietet seit 2024 spezielle Silikon-Tips mit verbesserter Bassübertragung an.
Ein wichtiger Punkt: Achtet darauf, dass die Ersatz-Tips die Funktionen der AirPods Pro nicht beeinträchtigen. Das Active Noise Cancelling (ANC) funktioniert mit Memory Foam sogar oft besser, da der dichtere Abschluss die passive Geräuschdämpfung verstärkt. Auch die Spatial Audio-Features bleiben vollständig erhalten.
Software-Optimierungen nicht vergessen
Apple hat in iOS 18 und den folgenden Updates die Audio-Einstellungen deutlich erweitert. In den Einstellungen unter „Musik“ > „Audio“ > „Kopfhörer-Anpassungen“ könnt ihr ein personalisiertes Audio-Profil erstellen. Der Audiomessungstest analysiert euer Gehör und passt die Frequenzen entsprechend an – das kann den wahrgenommenen Bass erheblich verbessern.
Zusätzlich bietet Apple seit iOS 17.4 einen erweiterten EQ speziell für AirPods Pro. Über „Einstellungen“ > „Bedienungshilfen“ > „Audio/Visuell“ > „Kopfhörer-Anpassungen“ könnt ihr gezielt die Bass-Frequenzen verstärken. Die Einstellung „Balanced Tone“ sorgt für ausgewogeneren Sound, während „Vocal Range“ die Mitten betont.
Praktische Tipps für optimalen Bass
Der richtige Sitz ist entscheidend: Probiert alle drei mitgelieferten Silikon-Größen aus, bevor ihr zu Alternativen greift. Apple hat in der Einstellungen-App einen Passform-Test integriert, der prüft, ob die Tips richtig sitzen. Bei einem schlechten Ergebnis solltet ihr definitiv über Memory Foam nachdenken.
Reinigt die AirPods regelmäßig – verstopfte Ausgänge reduzieren besonders die Bass-Wiedergabe. Apple empfiehlt die Reinigung mit einem trockenen, fusselfreien Tuch. Die Lautsprecher-Öffnungen könnt ihr vorsichtig mit einer weichen Zahnbürste säubern.
Fazit: Kleine Änderung, große Wirkung
Der Wechsel zu Memory Foam-Tips ist die effektivste Hardware-Modifikation für besseren Bass bei AirPods Pro. Kombiniert mit den Software-Optimierungen in iOS 18 lässt sich der Klang erheblich verbessern. Die Investition von 15-30 Euro für hochwertige Tips lohnt sich definitiv – besonders wenn ihr viel Musik mit ausgeprägten Bässen hört. Probiert verschiedene Hersteller aus, da jeder Ohrenkanal unterschiedlich reagiert.
Zuletzt aktualisiert am 28.02.2026

