Ein NAS (Network Attached Storage) ist mittlerweile deutlich mehr als nur eine Festplatte. Dahinter verbirgt sich ein kleiner PC, der alle möglichen Aufgaben erledigen kann. Datensicherungen auf externe Datenträger, Cloud-Synchronisation, Bereitstellung von Diensten über das Internet, Container-Services und vieles mehr. All diese Aufgaben laufen als Jobs auf dem NAS und bringen natürlich auch Fehlermeldungen mit sich. Nun sind nicht alle Fehler gleich wichtig, und so könnt ihr einstellen, auf welche Art das NAS euch bei welchen Fehlern informieren soll.
Starten Sie dazu das Benachrichtigungscenter (Notification Center), das Sie auf dem NAS über die Suche und in Ihren eigenen Apps finden. Darüber können Sie direkt auf die bestehenden Log-Dateien und damit die Meldungen von Jobs zugreifen. Neben einer jeden Meldung steht ein Auswahlknopf. Klicken Sie darauf, dann können Sie eine neue Benachrichtigungs-Regel erstellen.

Hier können Sie beispielsweise auch filtern, dass bestimmte Meldungs-Schwierigkeitsgrade selektieren. Warnungen sind beispielsweise weniger kritisch als Alarme. Die möchten Sie vielleicht ignorieren, bei Alarmen ist eine Benachrichtigung aber auf jeden Fall wichtig.

In der Benachrichtigungsregel könnt ihr genau festlegen, welche Meldungen durchgehen und welche ausgeschlossen werden, indem ihr unter Schweregrad die aktiviert, die relevant sind. Unter Schlüsselwortfilter könnt ihr dann noch feiner (anhand des Betreffs der Meldung) filtern.

Bei den Benachrichtigungsmethoden hat QNAP in den letzten Jahren deutlich nachgelegt. Ihr könnt Benachrichtigungen intern (über den „QBot“ genannten Assistenten eures NAS) oder extern versenden lassen. Bei den externen Optionen stehen euch mittlerweile zahlreiche Kanäle zur Verfügung: klassische E-Mail, Push-Benachrichtigungen über die QTS-App auf dem Smartphone, Webhook-Integration für eigene Systeme, Slack, Microsoft Teams oder Discord.
Besonders praktisch sind die Push-Benachrichtigungen über die Qmanager-App oder QTS-App auf dem Smartphone. Diese funktionieren kostenlos und erreichen euch auch unterwegs zuverlässig. Die Apps haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und bieten eine intuitive Bedienung für die wichtigsten NAS-Funktionen.
Für Unternehmen interessant ist die Webhook-Integration, mit der ihr Benachrichtigungen direkt in eure Monitoring-Systeme wie Zabbix, Nagios oder moderne Cloud-Lösungen wie Datadog einbinden könnt. So behaltet ihr alle IT-Systeme zentral im Blick.
Ein weiteres nützliches Feature sind zeitbasierte Filter. Ihr könnt festlegen, dass bestimmte Benachrichtigungen nur während der Arbeitszeiten oder außerhalb bestimmter Wartungsfenster versendet werden. Das verhindert nächtliche Alarme wegen geplanter Backup-Jobs.
Tipp: Fangt mit konservativen Einstellungen an und aktiviert zunächst nur kritische Alarme. Nach einigen Wochen könnt ihr nachjustieren und zusätzliche Warnungen aktivieren, wenn ihr ein Gefühl für das normale Verhalten eures NAS bekommen habt. Zu viele Benachrichtigungen führen schnell zur „Alarm-Müdigkeit“ – dann ignoriert ihr auch wichtige Meldungen.
Moderne QNAP-Systeme unterstützen auch KI-basierte Anomalieerkennung, die ungewöhnliche Aktivitätsmuster erkennt und euch proaktiv warnt. Diese Funktion ist besonders bei größeren NAS-Installationen mit vielen gleichzeitigen Zugriffen hilfreich.
Beachtet, dass manche externe Benachrichtigungsdienste kostenpflichtig sind oder API-Limits haben. SMS-Versand ist beispielsweise meist kostenpflichtig, während die meisten anderen Optionen kostenlos genutzt werden können. Prüft die Konditionen der jeweiligen Dienste, bevor ihr sie produktiv einsetzt.
Die Benachrichtigungsregeln sind ein mächtiges Werkzeug, um euer NAS proaktiv zu überwachen. Mit der richtigen Konfiguration werdet ihr über Probleme informiert, bevor sie kritisch werden – und bleibt trotzdem von unwichtigen Meldungen verschont.
Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026
