iPhone-Design auf Android: So holt ihr iOS-Look auf euer Smartphone

von | 28.09.2017 | Android

Das Design von Apple-Geräten hat schon immer Begehrlichkeiten geweckt – auch bei Android-Nutzern. Während das iPhone X mittlerweile Geschichte ist, könnt ihr den charakteristischen iOS-Look nach wie vor auf euer Android-Smartphone holen. Allerdings hat sich die Landschaft der verfügbaren Tools deutlich verändert.

Die ursprüngliche App XOutOf10, die einst das iPhone X-Design simulierte, ist längst aus dem Google Play Store verschwunden. Doch keine Sorge: Es gibt heute deutlich bessere und umfangreichere Alternativen, um euer Android-Gerät optisch an iOS anzupassen.

Moderne iOS-Launcher für Android

Der einfachste Weg zu einem iPhone-ähnlichen Look führt über spezielle Launcher. Launcher iOS 17 ist derzeit eine der beliebtesten Optionen im Play Store. Diese App verwandelt euren Homescreen komplett und bringt viele iOS-typische Elemente mit: die charakteristischen App-Icons, das Kontrollzentrum und sogar Animationen, die dem Original verblüffend ähnlich sind.

Eine weitere empfehlenswerte Alternative ist iLauncher. Diese App punktet mit regelmäßigen Updates und passt sich automatisch an die neuesten iOS-Versionen an. Besonders praktisch: Der Launcher erkennt eure installierten Android-Apps und ordnet ihnen automatisch iOS-ähnliche Icons zu.

Über den Launcher hinaus

Wer es richtig authentisch haben möchte, sollte nicht nur bei einem neuen Launcher stehenbleiben. Control Center iOS 17 bringt das bekannte Wisch-von-unten-Menü auf euer Android-Gerät. Hier könnt ihr genau wie beim iPhone schnell WLAN, Bluetooth und andere Einstellungen verwalten.

Für die Benachrichtigungen sorgt Notisave für iOS-typische Mitteilungen. Die App zeigt Benachrichtigungen im Apple-Stil an und lässt sich umfangreich anpassen.

Tastatur und Sounds vervollständigen das Erlebnis

Die iPhone Keyboard App bringt die iOS-Tastatur auf euer Android-Gerät – komplett mit den gewohnten Tönen und der Apple-typischen Autokorrektur. Wer es ganz perfekt haben möchte, lädt sich zusätzlich noch die iPhone Ringtones and Wallpapers App herunter.

Vorsicht bei der App-Auswahl

Der Play Store ist voller iOS-Imitationen – nicht alle sind empfehlenswert. Achtet auf folgende Punkte:

  • Bewertungen prüfen: Apps mit weniger als 4 Sternen und wenigen Downloads solltet ihr meiden
  • Berechtigungen kontrollieren: Seriöse Launcher brauchen keine Zugriffe auf Kamera oder Mikrofon
  • Updates beachten: Veraltete Apps können Sicherheitslücken haben
  • Werbung tolerieren: Kostenlose iOS-Launcher finanzieren sich meist über Werbung

Performance im Blick behalten

Ein vollständiger iOS-Look kann euer Android-System belasten. Die zusätzlichen Overlays und Animationen verbrauchen Akku und Arbeitsspeicher. Auf älteren Geräten mit weniger als 4 GB RAM kann es zu Verzögerungen kommen.

Tipp: Startet mit einem einfachen Launcher und fügt nach und nach weitere iOS-Elemente hinzu. So könnt ihr testen, wie euer Gerät reagiert.

Die Grenzen der Imitation

Trotz aller optischen Ähnlichkeit bleibt euer Gerät natürlich ein Android-Smartphone. App-Store-Features wie FaceTime oder iMessage funktionieren nicht. Auch die nahtlose Integration mit anderen Apple-Geräten fehlt.

Andererseits behaltet ihr alle Android-Vorteile: offenes System, USB-C (meist), erweiterbarer Speicher und die Möglichkeit, Apps aus alternativen Quellen zu installieren.

Zurück zu Android

Solltet ihr euch am iOS-Look sattgesehen haben, ist der Rückweg einfach. Launcher lassen sich in den Android-Einstellungen unter „Apps“ oder „Standard-Apps“ wieder auf das Original umstellen. Die zusätzlichen iOS-Apps könnt ihr einfach deinstallieren.

Ein Neustart ist heute nicht mehr nötig – moderne Android-Versionen wechseln Launcher problemlos im laufenden Betrieb.

Fazit

Die Zeiten simpler iPhone-X-Imitationen sind vorbei. Heute gibt es ausgereifte Lösungen, die euer Android-Gerät optisch kaum von einem iPhone unterscheiden lassen. Ob sich der Aufwand lohnt, müsst ihr selbst entscheiden. Einen Versuch ist es allemal wert – schließlich lässt sich alles wieder rückgängig machen.

Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026