Datenrettung mit FonePaw – Gelöschte Dateien wiederherstellen

von | 25.12.2019 | Software

Wir vertrauen unseren Geräten jede Menge wichtiger Daten und Dateien an. Nicht nur Termine und Kontakte, sondern auch Texte, Fotos, Videos und wichtige Dokumente. Immer wieder passiert es, dass wichtige Daten oder Dateien verschwinden – aus technischen Gründen, weil wir einen Bedienfehler gemacht haben oder schlicht auf unerklärliche Weise. In solchen Fällen lohnt es sich, einen Rettungsversuch zu unternehmen.

Wir stellen hier auf schieb.de immer wieder spezielle Programme vor, um verloren gegangene Daten zu retten. Das Angebot an entsprechender Software ist erstaunlich groß. Vermutlich, weil es so häufig passiert, dass uns Usern Daten verloren gehen – und wir dann händeringend nach Hilfe suchen, die uns die Daten zurückholt.

Gute Chancen auf Wiederherstellung – auch 2026

Die gute Nachricht: Bloß, weil eine Datei oder ein Dokument nicht mehr zu sehen ist, bedeutet das nicht, dass die Daten unwiederbringlich verloren sind. Denn sind die Dokumente aus Versehen im Papierkorb gelandet, besteht Grund zur Hoffnung. Selbst wenn man Dateien oder Dokumente versehentlich überschrieben oder gelöscht haben sollte, kann ein Rettungsversuch erfolgreich sein – sogar sehr wahrscheinlich. Auch bei Hardwaredefekten ist die Chance auf Wiederherstellung durchaus hoch.

Was man als Laie wissen muss: Wenn ein Betriebssystem oder Mobilgerät Daten auf der SSD, im internen Speicher, auf der Speicherkarte oder der externen Festplatte löscht oder überschreibt, dann werden die Daten nicht wirklich gelöscht. Es ist vielmehr so, dass diese Daten durchaus noch auf dem Datenträger sind – allerdings nicht mehr von der jeweiligen Datei sichtbar gemacht werden.

So lange die betreffenden Sektoren oder Bereiche des Datenträgers nicht erneut zum Speichern von Daten genutzt werden – was in der Regel eine ganze Weile dauert -, lassen sich die Informationen mit Spezial-Software finden und rekonstruieren.

Besonderheiten bei modernen SSD-Festplatten

Eine wichtige Neuerung: Bei modernen SSD-Festplatten (Solid State Drives) ist die Datenrettung teilweise schwieriger geworden als bei klassischen mechanischen Festplatten. Der Grund: SSDs verwenden eine Funktion namens TRIM-Befehl, der gelöschte Daten schneller und gründlicher entfernt, um die Performance zu optimieren. Dennoch sind auch hier Rettungsversuche oft erfolgreich – besonders, wenn ihr schnell handelt.

FonePaw rekonstruiert die Daten automatisch

Mit Datenrettungs-Tools wie FonePaw Datenrettung lassen sich gelöschte Dateien wiederherstellen. Das funktioniert sowohl unter macOS als auch unter Windows 11. Die neueste Version von FonePaw Data Recovery unterstützt mittlerweile über 1000 verschiedene Dateiformate und kann auch mit den aktuellsten Speichertechnologien umgehen.

Als Benutzer müsst ihr gar nicht viel tun: Einfach die Software laden und starten. Danach das Laufwerk angeben, das die gelöschten Dateien und Dokumente enthält. Die Software bietet verschiedene Scan-Modi: einen Schnellscan für kürzlich gelöschte Dateien und einen Tiefenscan für komplexere Fälle. Alle entdeckten gelöschten Ordner, Dokumente und Dateien werden angezeigt – und können auf Wunsch auch rekonstruiert werden. Das gelingt keineswegs immer, aber doch erstaunlich häufig.

Spezialfunktionen für verschiedene Dateitypen

FonePaw hat in den letzten Jahren seine Funktionen deutlich erweitert. Besonders praktisch sind die spezialisierten Modi für bestimmte Dateitypen. Mir zum Beispiel passiert es immer wieder, dass Videos versehentlich gelöscht werden. Beim Umgang mit umfangreichen Bild- und Videomaterial ist das kein Wunder. FonePaw hat spezielle Funktionen, mit denen sich gelöschte Videos wiederherstellen lassen – auch hochauflösende 4K- und 8K-Videos.

Neu ist auch die Unterstützung für moderne RAW-Fotoformate von Kameras wie Canon R5, Sony A7R V oder Nikon Z9. Auch verschlüsselte Dateien, die durch BitLocker oder andere Verschlüsselungstechnologien geschützt waren, lassen sich unter bestimmten Umständen wiederherstellen.

Cloud-Integration und mobile Datenrettung

Ein Trend, der sich 2026 verstärkt hat: Viele unserer wichtigen Daten liegen mittlerweile in der Cloud – bei Google Drive, OneDrive, iCloud oder Dropbox. Auch hier können Dateien versehentlich gelöscht werden. Die gute Nachricht: Die meisten Cloud-Dienste haben mittlerweile erweiterte Papierkorb-Funktionen, die gelöschte Dateien bis zu 90 Tage aufbewahren.

Für Smartphones bietet FonePaw separate Apps, die speziell für die Datenrettung auf iOS- und Android-Geräten entwickelt wurden. Diese können auch dann helfen, wenn das Handy nicht mehr startet oder das Display defekt ist.

Sofort handeln ist entscheidend

Ganz wichtig ist in solchen Situationen: Habt ihr bemerkt, dass wichtige Dateien oder Dokumente verloren sind, solltet ihr auf dem betreffenden Speichermedium nichts mehr speichern. Am besten sofort alle anderen Arbeiten beenden, damit keine Daten mehr gespeichert werden – das bedeutet nämlich ein Risiko, dass die verloren gegangenen Daten überschrieben werden.

Anschließend sofort das Rettungs-Tool aufrufen und starten und die Rettungsaktion beginnen! Bei SSDs ist die Zeit besonders kritisch, da hier der TRIM-Befehl die Daten schneller endgültig löscht als bei herkömmlichen Festplatten.

Grenzen der Software-Rettung

Trotz aller technischen Fortschritte gibt es Grenzen: Sind die Daten physisch überschrieben worden oder liegt ein schwerer Hardware-Defekt vor, stoßen auch die besten Programme an ihre Grenzen. In solchen Fällen bleibt nur der Gang zu einem professionellen Datenrettungsservice – der allerdings deutlich teurer ist als Software-Lösungen wie FonePaw.

Die beste Strategie bleibt daher: Regelmäßige Backups erstellen! Moderne Backup-Lösungen wie Time Machine, Windows Backup oder Cloud-Synchronisation machen das heute so einfach wie nie zuvor.

Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026