Normalerweise füllt ihr eure Word-Dokumente mit sinnvollem Text. Manchmal geht es aber darum, vorab das Format zu bestimmen und abzustimmen, ohne die konkreten Inhalte zu kennen. Word erlaubt euch das schnelle Einfügen von Blindtext, ohne diesen manuell eingeben zu müssen.
Oft ist die Word-Datei nur die Grundlage für das Endprodukt: Ein Flyer, ein Handbuch, eine Diplomarbeit gehen an eine Druckerei oder eine Marketing-Agentur. Die brauchen einen gewissen Vorlauf und möchten möglichst schnell ein Dokument mit dem erwarteten Umfang und Format haben. Ob darin der finale Text steht oder Platzhalter, ist im ersten Schritt völlig egal.

Die Standard-Methode: =rand() Funktion
Um Bereiche eures Word-Dokumentes zu füllen, gebt ihr als Text =rand(x,y) ein. An Stelle des x setzt ihr die gewünschte Zahl der Absätze und an Stelle des y die Zahl der Sätze pro Absatz und drückt die Eingabetaste.

Word füllt die gewünschte Anzahl Absätze dann mit halbwegs sinnvollem deutschen Text, der durchschnittliche Satz- und Wortlängen enthält. Die so gefüllten Bereiche entsprechen im Durchschnitt denen, die ihr später mit eurem eigenen Inhalt füllt.
Weitere Blindtext-Varianten in Word
Neben der =rand() Funktion bietet Word noch weitere nützliche Blindtext-Optionen:
=lorem(x,y) generiert den klassischen Lorem Ipsum Text in lateinischer Sprache. Das ist besonders praktisch, wenn ihr nicht vom Inhalt abgelenkt werden wollt und euch rein auf Design und Layout konzentrieren möchtet.
=rand.old(x,y) erstellt den traditionellen „Franz jagt…“ Text, der früher in deutschen Word-Versionen verwendet wurde. Diese Variante nutzt alle Buchstaben des Alphabets und eignet sich gut zum Testen verschiedener Schriftarten.
Professionelle Anwendungsfälle
Blindtext ist nicht nur ein nettes Gimmick, sondern essentiell für professionelle Workflows:
Layout-Design: Grafiker und Layouter benötigen realistischen Textumfang, um Proportionen und Lesbarkeit zu beurteilen. Echter Inhalt lenkt oft vom Design ab.
Template-Erstellung: Beim Entwickeln von Dokumentvorlagen zeigt Blindtext, wie verschiedene Textmengen das Layout beeinflussen.
Präsentationsvorbereitung: Für wichtige Meetings könnt ihr vorab das finale Aussehen demonstrieren, auch wenn der Content noch nicht komplett fertig ist.
Druckerei-Abstimmung: Druckereien können bereits Kostenvoranschläge erstellen und technische Tests durchführen, bevor der finale Text vorliegt.
Tipps für den optimalen Einsatz
Realistische Mengen wählen: Überlegt euch, wie viel Text ihr tatsächlich benötigt. Ein Flyer braucht andere Textmengen als eine Broschüre.
Formatierung testen: Wendet eure gewünschten Formatierungen direkt auf den Blindtext an, um das Endergebnis besser einschätzen zu können.
Verschiedene Varianten ausprobieren: Je nach Zielgruppe und Verwendungszweck kann Lorem Ipsum oder deutscher Blindtext besser geeignet sein.
Struktur beibehalten: Gliedert euren Blindtext mit Überschriften und Absätzen so, wie ihr es später auch mit dem echten Content machen würdet.
Moderne Alternativen und Tools
In Microsoft 365 und Word 2024 funktionieren diese Funktionen weiterhin zuverlässig. Zusätzlich bieten Online-Tools wie Copilot-Integration die Möglichkeit, themenspezifischen Beispieltext zu generieren, der näher am finalen Inhalt liegt.
Für umfangreiche Projekte lohnt sich auch der Blick auf spezialisierte Blindtext-Generatoren im Web, die verschiedene Sprachen, Stile und sogar branchenspezifische Terminologie anbieten.
Der Klassiker =rand() bleibt aber nach wie vor der schnellste Weg für einfache Layouttests in Word – und funktioniert auch offline ohne Internetverbindung perfekt.
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026