Private Browser-Modi 2026: Sicher und anonym surfen

von | 13.08.2024 | Internet, Netzwerk, Surftipp

Surfen im Internet ist Vertrauenssache. Viele der Informationen, die ihr eingebt, sind nicht für Fremde bestimmt. Da möchtet ihr unterwegs wahrscheinlich sicherstellen, dass keine Fremden auf einem genutzten PC daran kommen. Das könnt ihr mit allen Browsern mit wenig Aufwand erreichen!

Was ist der private Modus eines Browsers?

Manchmal sind die Einstellungen eines Browsers nicht so eng wählbar, wie ihr das eigentlich möchtet. Oder aber ihr müsst einen Rechner verwenden, der an einem öffentlich zugänglichen Ort steht oder von mehreren Personen verwendet wird. Da wollt ihr wahrscheinlich nicht, dass diese Informationen eurer Surfsessions mitbekommen. Kein Problem, dafür gibt es den Privaten/Inkognito-Modus. Der heißt von Browser zu Browser anders, bewirkt aber bei allen dasselbe:

  • Weder der Browserverlauf noch Cookies, Webseitendaten und in Formulare eingetragene Informationen werden gespeichert,
  • Anmeldedaten, die im Browser gespeichert sind (beispielsweise vom E-Mail-Anbieter oder Online-Shop) sind nicht vorausgefüllt, es kann sich also niemand automatisch an eure Konten anmelden.
  • Beim Schließen einer privaten Surfsitzung werden alle währenddessen eingegebenen oder gespeicherten Daten gelöscht. Die Surfhistorie dieser Sitzung ist dann nicht mehr verfügbar.
  • Meldet ihr euch in einer privaten Surfsession an ein Konto an, dann seid ihr während der Sitzung gegebenenfalls natürlich schon verfolgbar für die Webseite. Nach dem Schließen der Fenster aber werden die Daten verworfen.

Private Browser-Modi 2026: Wo ihr sie findet

Die Browserhersteller haben sich auch 2026 nicht auf eine einheitliche Begrifflichkeit geeinigt, und so heißen die privaten Surf-Sessions bei jedem Browser weiterhin anders. Um eine private Sitzung in eurem Browser zu starten, geht wie folgt vor:

Microsoft Edge:

  • Klickt auf die drei Punkte oben rechts, dann auf Neues InPrivate-Fenster.
  • Shortcut: Strg + Shift + N (Windows/Linux) oder Cmd + Shift + N (Mac)

Google Chrome:

  • Klickt auf die drei Punkte oben rechts, dann auf Neues Inkognito-Fenster.
  • Shortcut: Strg + Shift + N (Windows/Linux) oder Cmd + Shift + N (Mac)

Mozilla Firefox:

  • Klickt auf die drei Striche oben rechts, dann auf Neues privates Fenster.
  • Shortcut: Strg + Shift + P (Windows/Linux) oder Cmd + Shift + P (Mac)

Safari (Mac/iOS):

  • Mac: Datei → Neues privates Fenster oder Cmd + Shift + N
  • iPhone/iPad: Tippt das Tabs-Symbol und dann „Privat“ unten links

Opera:

  • Klickt auf das Opera-Symbol oben links, dann auf Neues privates Fenster.
  • Shortcut: Strg + Shift + N

Was der private Modus NICHT kann

Wichtig zu wissen: Der private Modus schützt euch nur vor lokaler Datensammlung auf dem verwendeten Gerät. Euer Internetanbieter, die besuchten Webseiten, Werbenetzwerke und Tracking-Dienste können euch trotzdem verfolgen. Auch eure IP-Adresse bleibt sichtbar. Für echte Anonymität braucht ihr zusätzliche Tools wie VPN oder Tor.

Außerdem werden Downloads weiterhin auf der Festplatte gespeichert und können von anderen gefunden werden. Lesezeichen, die ihr im privaten Modus setzt, verschwinden nach dem Schließen des Fensters.

Enhanced Privacy Features 2026

Die Browser-Hersteller haben ihre Privatsphäre-Features 2026 deutlich ausgebaut. Chrome und Edge bieten jetzt erweiterte Tracking-Protektion auch im normalen Modus. Firefox hat mit „Total Cookie Protection“ nachgelegt und isoliert Cookies pro Website komplett voneinander.

Neu ist auch der „Enhanced Private Mode“ in den meisten Browsern, der automatisch VPN-ähnliche Funktionen aktiviert und DNS-over-HTTPS forciert. Safari führt „Private Relay“ weiter aus und verschleiert sogar eure IP-Adresse vor Webseiten.

Mobile Browser: Private Modi unterwegs

Auf dem Smartphone sind private Browser-Modi besonders wichtig, da ihr oft fremde WLANs nutzt oder euer Handy mal aus der Hand gebt. Die Bedienung ist bei allen mobilen Browsern ähnlich:

  • Chrome Mobile: Drei Punkte → Neuer Inkognito-Tab
  • Firefox Mobile: Tabs-Symbol → Maske-Symbol für privaten Modus
  • Samsung Internet: Tabs → „Geheim“ aktivieren
  • Edge Mobile: Drei Punkte → Neues InPrivate-Fenster

Fazit: Private Modi clever nutzen

Der private Modus ist ein nützliches Werkzeug für den digitalen Alltag – aber kein Allheilmittel. Nutzt ihn immer dann, wenn ihr an fremden Rechnern surft, sensible Recherchen macht oder einfach nicht wollt, dass andere eure Surfgewohnheiten nachvollziehen können. Für umfassenden Schutz vor Tracking und Überwachung braucht ihr aber zusätzliche Maßnahmen wie VPN, sichere DNS-Server oder spezialisierte Browser wie Tor.

Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026