Die Zeiten, in denen ihr nur ein „Datenverarbeitungsgerät“ im Haushalt hattet, sind längst Geschichte. Desktop-PC, Notebook, Tablet, Smartphone und oft gleich mehrere davon pro Familie. Da macht ein mit Kabel angeschlossener Drucker wenig Sinn, denn der passt nur an ein Gerät. Die Lösung: Ein WLAN-Drucker, der kabellos funktioniert und von allen Geräten im Netzwerk genutzt werden kann.
Moderne WLAN-Drucker sind mittlerweile Standard und bieten deutlich mehr Komfort als ihre verkabelten Vorgänger. Neben dem offensichtlichen Vorteil der kabellosen Verbindung unterstützen sie meist auch Cloud-Dienste, mobiles Drucken vom Smartphone und oft sogar Sprachsteuerung über Alexa oder Google Assistant.
Vor der Verwendung des Gerätes ohne Kabel steht erst einmal die Konfiguration und die Einbindung in das WLAN, in dem auch die anderen Geräte sich befinden. Hier befolgt ihr am einfachsten die Anweisungen des Herstellers. Die meisten modernen Drucker haben ein Display mit Menüführung oder lassen sich per App vom Smartphone aus konfigurieren.
WLAN-Drucker unter Windows 11/10 einrichten
Sobald der Drucker mit eurem WLAN verbunden ist, erfolgt die Einrichtung unter Windows sehr komfortabel. Öffnet die Einstellungen über das Startmenü oder drückt Windows-Taste + I. Klickt dann auf Bluetooth & Geräte und anschließend auf Drucker & Scanner. Alternativ könnt ihr auch direkt „Drucker“ in die Windows-Suche eingeben.
Wenn ihr dann auf Drucker oder Scanner hinzufügen klickt, startet Windows die automatische Suche nach verfügbaren Druckern und Scannern in der Umgebung. Dieser Vorgang dauert meist nur wenige Sekunden.

Findet Windows euren Drucker, zeigt es den Gerätenamen an. Um die Verbindung herzustellen, klickt ihr auf Gerät hinzufügen. Windows lädt dann automatisch die passenden Treiber herunter – in den meisten Fällen funktioniert das vollautomatisch ohne weiteres Zutun.

In vielen Fällen erkennt Windows automatisch auch die zugehörige Herstellersoftware. Diese zusätzlichen Programme bieten oft erweiterte Funktionen wie erweiterte Druckoptionen, Tintenstandsanzeige oder Scan-Features. Wenn verfügbar, könnt ihr diese über App installieren hinzufügen.
Manuelle Einrichtung bei Problemen
Wenn euer Drucker sich bei der automatischen Suche nicht zeigt, ist das kein Grund zur Panik. Manchmal sind Drucker in anderen Netzwerksegmenten oder haben spezielle Sicherheitseinstellungen. Unter Der gewünschte Drucker ist nicht aufgelistet könnt ihr zur manuellen Konfiguration wechseln.

Hier habt ihr mehrere Optionen: Ihr könnt den Drucker über seine IP-Adresse hinzufügen (die findet ihr meist im Drucker-Display unter Netzwerkeinstellungen), über den Hostnamen oder als freigegebenen Drucker. Bei der IP-Adresse wählt ihr „TCP/IP-Gerät“ und gebt die Adresse ein, etwa 192.168.1.100.
Moderne Alternativen und Tipps
Viele aktuelle Drucker unterstützen auch WPS (Wi-Fi Protected Setup). Dabei drückt ihr einfach die WPS-Taste am Router und am Drucker – die Geräte verbinden sich dann automatisch. Das ist besonders praktisch, wenn ihr ein kompliziertes WLAN-Passwort habt.
Für Smartphone-Nutzer gibt es noch weitere Optionen: Apple AirPrint funktioniert mit den meisten modernen Druckern automatisch, Android-Nutzer können den Google Cloud Print Nachfolger oder herstellerspezifische Apps wie HP Smart, Canon PRINT oder Epson Connect nutzen.
Problemlösung bei Verbindungsabbrüchen
Ein häufiges Problem bei WLAN-Druckern sind Verbindungsabbrüche oder „Drucker offline“-Meldungen. Das liegt oft daran, dass Router den Druckern nach längerer Inaktivität neue IP-Adressen zuweisen. Die Lösung: Reserviert eurem Drucker eine feste IP-Adresse in den Router-Einstellungen oder aktiviert die Option „Drucker online halten“ in den Windows-Druckereinstellungen.
Auch Energiesparmodi können problematisch sein. Viele Drucker schalten sich nach einiger Zeit in den Tiefschlaf und reagieren dann nicht sofort auf Druckaufträge. In den Drucker-Einstellungen könnt ihr diese Funktion anpassen oder ganz deaktivieren.
Sicherheit nicht vergessen
WLAN-Drucker sind kleine Computer und sollten sicherheitstechnisch behandelt werden wie andere Netzwerkgeräte auch. Achtet darauf, dass die Firmware aktuell ist – viele Hersteller bieten automatische Updates. Deaktiviert ungenutzte Funktionen wie Web-Interfaces oder Cloud-Verbindungen, wenn ihr sie nicht braucht.
Besonders in Büros oder bei sensiblen Dokumenten solltet ihr prüfen, ob der Drucker ein Gastnetzwerk nutzen kann oder über ein separates IoT-Netzwerk läuft. So bleibt euer Hauptnetzwerk geschützt, falls der Drucker kompromittiert wird.
Zuletzt aktualisiert am 25.02.2026
