iOS 19.3: Diese Datenschutz-Features solltet ihr sofort aktivieren

von | 25.02.2026 | Mobility

Apple macht ernst beim Datenschutz: Mit iOS 19.3 rollt der Konzern am 23. Februar 2026 ein Update aus, das eure Privatsphäre noch besser schützen soll. App-Tracking-Transparenz wird deutlich erweitert, und erstmals führt Apple private KI-Berechnungen direkt auf eurem iPhone durch. Das bedeutet: Sensible Daten verlassen euer Gerät nicht mehr.

Besonders für deutsche Nutzer ist das relevant. Während die DSGVO bereits hohe Standards setzt, geht Apple mit iOS 19.3 noch einen Schritt weiter. Ihr bekommt granulare Kontrolle darüber, welche Apps was über euch wissen dürfen. Wir zeigen euch, welche Einstellungen ihr sofort nach dem Update aktivieren solltet.

Das bringt iOS 19.3 für euren Datenschutz

Die wichtigste Neuerung: Enhanced App Tracking Transparency. Bisher konntet ihr Apps nur pauschal das Tracking erlauben oder verbieten. Mit iOS 19.3 wird das deutlich feiner granuliert. Jede App muss nun einzeln für verschiedene Tracking-Kategorien um Erlaubnis fragen.

Das heißt konkret: Instagram kann zwar eure Interessen für Werbung tracken, aber nicht euren Standort an Drittanbieter weiterverkaufen. WhatsApp darf eure Kontakte synchronisieren, aber keine Kaufhistorie erstellen. Ihr entscheidet für jeden Datentyp separat.

Zweite große Neuerung: Private Compute Core. Apples KI-Features wie verbesserte Siri-Anfragen oder Foto-Erkennung laufen jetzt komplett lokal auf eurem iPhone ab. Keine Daten werden mehr an Apple-Server geschickt. Das iPhone 15 Pro und neuer haben dafür einen separaten Chip bekommen.

Zusätzlich führt Apple einen Privacy Dashboard ein. Hier seht ihr in Echtzeit, welche App gerade auf welche Daten zugreift. Ein roter Punkt erscheint, wenn eine App ungewöhnlich viele Berechtigungen gleichzeitig nutzt.

Warum Apple jetzt nachlegt

Der Timing ist kein Zufall. Die EU verschärft mit dem Digital Services Act (DSA) die Regeln für Tech-Konzerne massiv. Apple will zeigen, dass sie proaktiv handeln – bevor neue Gesetze sie dazu zwingen.

Gleichzeitig wächst der Druck durch die Konkurrenz. Google hat mit Android 15 bereits ähnliche Features angekündigt. Apple muss seinen Vorsprung beim Datenschutz verteidigen, um sich von Android abzuheben.

Für euch als Nutzer bedeutet das: Ihr profitiert vom Konkurrenzkampf. Beide Plattformen überbieten sich gerade dabei, wer den besseren Datenschutz bietet. Das ist eine Win-Win-Situation.

Diese Einstellungen aktiviert ihr sofort

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Nach dem Update auf iOS 19.3 solltet ihr diese Schritte befolgen. Geht zu Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > App-Tracking. Hier findet ihr jetzt deutlich mehr Optionen als bisher.

  • „Erweiterte Tracking-Kontrolle“ aktivieren: Jede App muss für jeden Datentyp einzeln fragen
  • „Standort-Verkauf verbieten“ einschalten: Apps dürfen euren Standort nicht an Datenhändler verkaufen
  • „Kaufhistorie-Tracking“ deaktivieren: Verhindert, dass Apps eure Einkäufe verfolgen
  • „Cross-App-Profiling“ ausschalten: Apps können keine übergreifenden Profile erstellen

Aktiviert außerdem das neue Privacy Dashboard unter Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Privacy Dashboard. Stellt „Echtzeit-Benachrichtigungen“ auf „Ein“. So seht ihr sofort, wenn eine App verdächtig agiert.

Für den Private Compute Core geht ihr zu Einstellungen > Apple Intelligence & Siri. Aktiviert „Lokale Verarbeitung“ und „Server-Upload verhindern“. Eure Siri-Anfragen bleiben dann komplett auf dem iPhone.

Tipp: Geht einmal durch eure installierten Apps und überprüft die neuen Berechtigungen. Viele Apps werden nach dem Update erneut nach Erlaubnis fragen – nutzt die Chance für einen Frühjahrsputz eurer Datenschutz-Einstellungen.

Was das für euch bedeutet

iOS 19.3 ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Apple gibt euch endlich die Kontrolle zurück, die ihr schon lange haben solltet. Ihr müsst nicht mehr zwischen „alles erlauben“ oder „alles verbieten“ wählen.

Der Private Compute Core ist besonders interessant. Wenn KI-Features komplett lokal laufen, können sie deutlich persönlicher werden, ohne eure Privatsphäre zu gefährden. Das könnte der Durchbruch für wirklich nützliche KI-Assistenten sein.

Bleibt realistisch: Perfekt ist auch iOS 19.3 nicht. Apple sammelt weiterhin Daten für eigene Dienste. Und manche Apps werden versuchen, die neuen Regeln zu umgehen. Aber es ist ein großer Fortschritt – und zeigt, dass Datenschutz als Verkaufsargument funktioniert.

Das Update rollt automatisch aus, ihr könnt es aber auch manuell unter Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate anstoßen. Plant etwa 30 Minuten für Installation und Einrichtung der neuen Datenschutz-Features ein.