Wer keine Unordnung auf dem Home-Bildschirm von iPhone und iPad haben will, räumt auf. Besonders nützlich dafür sind die Ordner, die sich durch Aufeinanderziehen einzelner App-Symbole anlegen lassen. Allerdings müssen diese Ordner normalerweise mit einem Namen versehen werden. Sauberer sieht’s aber ohne Namen aus – das geht mit einem cleveren Trick, der auch unter iOS 17 und 18 noch funktioniert.
Wird ein App-Icon mit dem Finger auf ein anderes gezogen, erstellt iOS aus den beiden Symbolen einen Ordner und legt sie hinein. Dieser Ordner kann benannt werden, indem er zunächst geöffnet wird, dann oben auf die Beschriftung tippen, sodass die Tastatur eingeblendet wird.
Wer hier aber keinen Namen für den Ordner eingeben möchte, kann stattdessen ein besonderes, transparentes Zeichen eingeben. Es lässt sich zwischen den beiden folgenden X-Zeichen kopieren:
X ⠀X
Wer dieses transparente Zeichen als Namen für den iOS-Ordner angibt, erhält damit effektiv einen namenlosen Ordner.
Warum namenlose Ordner sinnvoll sind
Der minimalistische Ansatz hat mehrere Vorteile: Der Homescreen wirkt aufgeräumter und weniger überladen. Gerade bei einer sorgfältig kuratierten App-Anordnung stören Ordnerbeschriftungen oft das clean Design. Außerdem spart ihr euch das Nachdenken über passende Ordnernamen – besonders bei thematisch gemischten Apps eine echte Erleichterung.
Dieser Trick funktioniert übrigens nicht nur bei selbst erstellten Ordnern, sondern auch bei den automatisch generierten Kategorien, die iOS manchmal vorschlägt. Apple hat diese Funktion über die Jahre beibehalten, auch wenn sie nie offiziell dokumentiert wurde.
Alternative Methoden für minimales Design
Neben dem transparenten Zeichen gibt es weitere Wege zu einem aufgeräumteren Homescreen. Mit iOS 14 kamen Widgets dazu, die ganze App-Sammlungen in einem einzigen Widget-Stack verstecken können. Die App-Bibliothek sortiert eure Apps automatisch in Kategorien – allerdings mit Namen.
Für noch mehr Minimalismus könnt ihr auch komplett auf Ordner verzichten und stattdessen die Spotlight-Suche nutzen. Einfach auf dem Homescreen nach unten wischen und den App-Namen eingeben. Das funktioniert oft schneller als das Durchwühlen von Ordnern.
Technischer Hintergrund des Tricks
Das transparente Zeichen stammt aus der Braille-Schrift und wird Unicode-technisch als „Braille Pattern Blank“ bezeichnet (U+2800). iOS interpretiert dieses Zeichen als gültigen Text, zeigt es aber nicht an. Anders als ein normales Leerzeichen wird es nicht automatisch entfernt oder als ungültige Eingabe erkannt.
Dieser Unicode-Hack funktioniert auch in anderen Bereichen von iOS, etwa bei Kontaktnamen oder Notizen. Allerdings solltet ihr sparsam damit umgehen – zu viele „unsichtbare“ Einträge können für Verwirrung sorgen.
Ordnung halten auf iPhone und iPad
Die namenlosen Ordner sind nur ein Baustein für einen gut organisierten Homescreen. Überlegt euch eine logische Struktur: Häufig genutzte Apps auf die erste Seite, selten verwendete in Ordner oder in die App-Bibliothek. Die Dock-Leiste eignet sich perfekt für eure vier wichtigsten Apps.
Bei iPads mit den größeren Displays habt ihr noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Widgets lassen sich hier flexibler platzieren, und ihr könnt mehrere Ordner nebeneinander anordnen, ohne dass der Screen überladen wirkt.
Fazit: Weniger ist mehr
Der Trick mit den namenlosen Ordnern mag simpel erscheinen, aber er kann euren Homescreen deutlich eleganter machen. Probiert es einfach mal aus – das transparente Zeichen lässt sich jederzeit wieder durch einen normalen Namen ersetzen. Und falls ihr noch radikaler aufräumen wollt: Viele Apps nutzt ihr vermutlich seltener als gedacht. Ein kritischer Blick auf installierte Apps kann Wunder wirken.
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026

