Wer über Jahre hinweg eine iTunes-Mediathek aufgebaut hat, hängt oft an seiner sorgfältig kuratierten Musiksammlung. Coverbilder, Metadaten, Playlists – alles perfekt organisiert. Doch was passiert, wenn ihr zu Android wechselt oder parallel ein Android-Gerät nutzt? Apple Music und iTunes sind naturgemäß auf iOS-Geräte ausgelegt. Für alle anderen gibt es clevere Lösungen wie iSyncr, die eure iTunes-Bibliothek auch auf Android-Smartphones zugänglich machen.

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Moderne Alternativen zu iTunes auf Android
Seit Apples Aufspaltung von iTunes in separate Apps (Musik, TV, Podcasts) hat sich auch die Synchronisation mit Android-Geräten gewandelt. iSyncr bleibt weiterhin eine der zuverlässigsten Lösungen, wurde aber kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützt inzwischen auch die neuen Apple-Apps.
Die Software besteht aus zwei Komponenten: Der Desktop-Client für Windows und macOS kommuniziert direkt mit eurer Musikbibliothek, während die iSyncr-App aus dem Play Store auf eurem Android-Gerät die Synchronisation abwickelt.
WLAN-Sync: Der einfachste Weg
Vergesst USB-Kabel – die WLAN-Synchronisation ist längst zum Standard geworden. Solange sich euer Android-Gerät und der Computer im selben Netzwerk befinden, erkennen sich beide Komponenten automatisch. Das funktioniert auch über WiFi 6E und die neuesten Mesh-Netzwerke problemlos.
Bei der ersten Einrichtung wählt ihr aus, welche Teile eurer Mediathek synchronisiert werden sollen. Ihr könnt die komplette Bibliothek übertragen oder gezielt einzelne Playlists auswählen. Smart-Playlists werden dabei vollständig unterstützt – inklusive ihrer automatischen Aktualisierung basierend auf euren Kriterien.
Was sich 2025/2026 verändert hat
Die aktuelle Version von iSyncr bringt wichtige Verbesserungen mit: Unterstützung für verlustfreie Audio-Formate wie FLAC und ALAC, verbesserte Synchronisation von Podcast-Abonnements und Kompatibilität mit Spatial Audio-Inhalten. Auch die Übertragung von Hörbüchern funktioniert inzwischen reibungsloser.
Ein großer Vorteil: Die Software erkennt automatisch, ob ihr die klassische iTunes-Version oder die neueren Apple-Apps verwendet. Bei macOS Ventura und später greift sie direkt auf die Musik-App zu, ohne dass ihr etwas umstellen müsst.
Performance und Geschwindigkeit
Die erste Synchronisation kann je nach Bibliotheksgröße Zeit in Anspruch nehmen. Bei einer typischen Sammlung von 10.000 Songs dauert der Initial-Sync über WLAN etwa 2-3 Stunden. Danach arbeitet iSyncr mit Delta-Synchronisation – es werden nur Änderungen übertragen. Das macht nachfolgende Syncs deutlich schneller.
Tipp für Mac-Nutzer: Beendet die Android File Transfer App vor der USB-Synchronisation. Sie kann Konflikte verursachen und die Verbindung blockieren.
Alternative Lösungen im Überblick
Neben iSyncr gibt es weitere Optionen: DoubleTwist AirSync bietet ähnliche Funktionen, ist aber weniger zuverlässig bei großen Bibliotheken. Poweramp kann iTunes-XML-Dateien importieren, erfordert aber mehr manuellen Aufwand. Für reine Streaming-Nutzer bleibt der Wechsel zu plattformübergreifenden Diensten wie Spotify oder YouTube Music die einfachste Lösung.
Fazit: iTunes-Bibliothek retten leicht gemacht
Wer Jahre in den Aufbau seiner iTunes-Mediathek investiert hat, muss beim Wechsel zu Android nicht bei null anfangen. Tools wie iSyncr halten eure Musiksammlung plattformübergreifend verfügbar und funktionieren auch mit den neuesten Android-Versionen zuverlässig. Die WLAN-Synchronisation macht den Prozess bequem und die Delta-Updates halten den Aufwand gering.
Für Nutzer mit umfangreichen Musiksammlungen ist iSyncr nach wie vor die beste Brücke zwischen Apples Musik-Ökosystem und der Android-Welt.
Zuletzt aktualisiert am 05.03.2026

