iTunes-Musik zu YouTube Music und anderen Diensten übertragen

von | 11.12.2017 | Software

Wer mit seinem Smartphone oder Tablet vom einen Hersteller zum anderen wechselt, möchte natürlich im Idealfall keine Daten verlieren. Vor allem die Musik wollen die meisten Nutzer auf dem neuen Gerät nicht missen. Da Google Play Music mittlerweile eingestellt wurde, zeigen wir euch die aktuellen Möglichkeiten, wie ihr eure iTunes-Bibliothek zu YouTube Music oder anderen modernen Streaming-Diensten übertragen könnt.

YouTube Music: Der offizielle Nachfolger

Google hat Play Music durch YouTube Music ersetzt. Für ehemalige Play Music-Nutzer ist der Wechsel reibungslos, aber iTunes-Nutzer müssen neue Wege gehen. YouTube Music bietet zwar keinen direkten iTunes-Import, aber ihr könnt eure lokale Musiksammlung hochladen.

Meldet euch bei YouTube Music Premium an (kostenlose Version erlaubt keine Uploads) und geht in der Desktop-Version auf „Mediathek“ > „Songs“ > „Musik hochladen“. Hier könnt ihr eure iTunes-Dateien direkt per Drag & Drop oder über den Datei-Browser auswählen. YouTube Music unterstützt MP3, FLAC, M4A, MP4, OGG, 3GPP und WMA-Formate.

Der Upload ist kostenlos, auch bei der Premium-Variante. Ihr könnt bis zu 100.000 Songs hochladen – mehr als genug für die meisten Musiksammlungen.

Streaming-Wechsel leicht gemacht: SongShift und Soundiiz

Wenn ihr hauptsächlich Streaming-Dienste nutzt, sind spezialisierte Transfer-Tools die beste Lösung. SongShift (iOS) und Soundiiz (Web/Android) haben sich als Marktführer etabliert.

SongShift funktioniert besonders gut für iOS-Nutzer und kann Playlisten zwischen Apple Music, Spotify, YouTube Music, Amazon Music und vielen anderen Diensten übertragen. Die App erkennt automatisch eure iTunes/Apple Music-Playlisten und überträgt sie mit wenigen Klicks.

Soundiiz funktioniert browserbasiert und unterstützt über 40 Musik-Dienste. Die kostenlose Version erlaubt kleinere Transfers, für große Musiksammlungen benötigt ihr die Premium-Version.

TuneMyMusic: Der Allrounder

Ein weiteres empfehlenswertes Tool ist TuneMyMusic. Der Service funktioniert komplett im Browser und kann sowohl Playlisten als auch komplette Musikbibliotheken zwischen verschiedenen Diensten übertragen.

Besonders praktisch: TuneMyMusic kann auch lokale iTunes-Dateien analysieren und entsprechende Tracks in Streaming-Diensten finden. So müsst ihr nicht eure gesamte Sammlung neu hochladen, sondern könnt auf die Streaming-Versionen zugreifen.

Apple Music für Android: Die einfachste Lösung

Wenn ihr zu Android wechselt, aber bei Apple bleiben möchtet, ist Apple Music für Android oft die pragmatischste Lösung. Eure komplette iTunes-Bibliothek, Playlisten und Käufe bleiben erhalten und synchronisieren sich automatisch.

Die Android-App bietet fast alle Features der iOS-Version und unterstützt auch Downloads für Offline-Hören. Lediglich iTunes-Käufe in bestimmten alten Formaten können Probleme bereiten.

Was tun mit alten iTunes-Käufen?

Gekaufte iTunes-Musik könnt ihr weiterhin über die Apple Music-App oder iTunes auf dem PC/Mac herunterladen. Diese Dateien sind seit Jahren DRM-frei und lassen sich problemlos auf andere Geräte kopieren oder in andere Dienste hochladen.

Falls ihr sehr alte iTunes-Käufe mit FairPlay-DRM habt, könnt ihr diese kostenlos in iTunes Plus-Versionen umwandeln. Geht dazu in iTunes auf „Account“ > „Gekaufte Artikel“ und sucht nach verfügbaren Updates.

Tipp: Lokale Musiksammlung nicht vergessen

Viele unterschätzen den Wert ihrer lokalen Musiksammlung. Streaming-Dienste können Alben jederzeit entfernen oder Lizenzen verlieren. Eine lokale Kopie eurer Lieblingssongs als Backup ist daher nie verkehrt.

Tools wie MediaMonkey oder MusicBee helfen beim Organisieren großer lokaler Musiksammlungen und können diese mit verschiedenen Cloud-Diensten synchronisieren.

Fazit: Mehrere Wege führen zum Ziel

Der Umstieg von iTunes zu anderen Musik-Diensten ist heute deutlich einfacher als früher. Je nach euren Bedürfnissen – kompletter Streaming-Wechsel, lokale Uploads oder Beibehaltung des Apple-Ökosystems – gibt es passende Lösungen.

Für die meisten Nutzer ist die Kombination aus einem Transfer-Tool für Playlisten und dem manuellen Upload besonders wichtiger lokaler Musik der beste Weg. So profitiert ihr von den Vorteilen moderner Streaming-Dienste, ohne auf eure persönliche Musiksammlung verzichten zu müssen.

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2026