Schon lange lässt sich nicht mehr aus einem Namen die Anrede schließen, und so bieten viele Programme und Apps die Möglichkeit, das Pronomen manuell zu vergeben. Auch Microsoft Teams, aber mit einem kleinen Trick – und der wird gerne kreativ genutzt.
Warum Pronomen in Teams wichtig sind
In der modernen Arbeitswelt sind korrekte Anreden wichtiger denn je. Namen wie Alex, Robin oder Sam verraten nichts über die gewünschte Ansprache. Besonders in internationalen Teams oder bei Video-Calls mit vielen Teilnehmern helfen Pronomen-Angaben dabei, Fettnäpfchen zu vermeiden. Microsoft hat das erkannt und die Pronomen-Funktion kontinuierlich ausgebaut – sie ist mittlerweile standardmäßig in den meisten Organisationen verfügbar.
Pronomen aktivieren
Ihr kennt das von diversen Programmen und Diensten: Neben dem Namen und diversen weiteren Informationen findet ihr in den Kontaktdaten die Information, wie die Person angesprochen werden möchte „he/his“ oder „she/her“ oder andere Versionen machen es dem Kontaktaufnehmenden einfacher, die richtige Anrede zu wählen und peinliche Fehler zu vermeiden. In Teams ist diese Funktion vorgesehen, oft aber nicht aktiviert. Das funktioniert nur über das Admin-Center:
- Wenn Ihr Admin-Rechte habt, dann öffnet das Admin-Center unter diesem Link. Ohne Admin-Rechte müsst ihr diese Aufgabe einem Administrator übertragen. Das Thema Pronomen ist mittlerweile in den meisten Unternehmen etabliert und stößt selten auf Widerstand!
- Klickt auf Einstellungen > Einstellungen der Organisation.
- Aktiviert dann die mittlere Registerkarte Sicherheit und Datenschutz und klickt auf Pronomen.
- Hakt Pronomen aktivieren und zulassen an und klickt dann auf Speichern.
Die Änderung kann bis zu sieben Stunden dauern – in der Praxis geht es meist schneller.
Pronomen vergeben und mehr
Wenn die Vergabe von Pronomen für die Organisation aktiviert wurde (oder bereits ist), dann kann jeder Benutzer sein Pronomen ohne irgendwelche zusätzlichen Berechtigungen selber vergeben. Microsoft hat den Prozess in den letzten Updates noch benutzerfreundlicher gestaltet:
- Klickt dazu auf euer Kontobild oben rechts im Teams-Fenster. Dabei ist es egal, ob ihr im Web Client, der Teams-App oder der neuen Teams-Version seid.
- Klickt dann auf euren Namen.
- Unter dem Namen im sich nun öffnenden Übersichtsfenster klickt auf +Pronomen.
- Gebt nun euer Pronomen ein. Dies ist ein Freitextfeld, ihr könnt als frei den Text wählen, der unter eurem Namen als Pronomen erscheinen soll.
- Durch einen Klick auf Speichern wird das Pronomen aktiviert und wird nun in Teams – für alle sichtbar – als Teil eurer Kontaktinformationen angezeigt.

Integration in andere Microsoft-Dienste
Ein großer Vorteil: Die in Teams gesetzten Pronomen synchronisieren sich automatisch mit anderen Microsoft 365-Diensten. In Outlook, SharePoint und sogar in der Kontakte-App werden eure Pronomen-Angaben übernommen. Das macht die ganze Sache konsistent und spart Zeit.
Pronomen oder Superstar?
Wenn ihr euch schon mal gewundert habt, warum unter dem Namen einer Kollegin „Superstar“ oder „Held der Arbeit“ steht: Die hat dann ganz einfach das Freitextfeld für das Pronomen umfunktioniert, um ihrem Ego ein wenig zu schmeicheln. Nicht so, wie es gedacht war, aber eben auch möglich.
Diese kreative Nutzung ist weit verbreitet geworden. Von „Kaffee-Experte“ über „Deadline-Ninja“ bis hin zu „Meeting-Überlebender“ – die Fantasie kennt keine Grenzen. Microsoft hat das Problem erkannt, aber bisher keine technische Lösung implementiert, die solche „Zweckentfremdungen“ verhindert.
Best Practices und Tipps
Einige Empfehlungen für den professionellen Umgang mit Pronomen in Teams:
- Klarheit vor Kreativität: Nutzt das Feld primär für echte Pronomen wie „sie/ihr“, „er/ihm“ oder „they/them“
- Konsistenz beachten: Was ihr in Teams eintragt, erscheint auch in anderen Microsoft-Diensten
- Regelmäßig prüfen: Kontrolliert gelegentlich, ob eure Angaben noch aktuell sind
- Respektvoller Umgang: Achtet darauf, die Pronomen-Angaben eurer Kollegen korrekt zu verwenden
Für Administratoren gibt es mittlerweile erweiterte Einstellungen, um das Pronomen-Feld zu moderieren oder bestimmte Begriffe zu blockieren – falls die kreative Nutzung überhandnimmt.
Zukunftsaussichten
Microsoft arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen der Pronomen-Funktion. In Planung sind unter anderem Dropdown-Menüs mit vordefinierten Optionen und bessere Integration in KI-gestützte Features wie Copilot. Die Zeichen stehen gut, dass Pronomen-Angaben bald zum Standard in der digitalen Kommunikation werden – nicht nur in Teams, sondern plattformübergreifend.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2026
