Standardprogramme bei macOS ändern

von | 21.01.2021 | macOS

Wie bei Windows hat auch macOS im Betriebssystem eine Standardeinstellung für bestimmte Dateitypen gespeichert. Diese greift, wenn ihr im Finder einen Doppelklick auf eine Datei ausführt. Dann wird immer eine Anwendung geöffnet, in den meisten Fällen auch die richtige. Manchmal aber wollt ihr diese Einstellung ändern. Das ist bei macOS leider ein wenig umständlicher, aber trotzdem schnell erledigt.

Diese Situation entsteht oft dann, wenn ein Dateityp zwischen Windows und macOS andere Programme verwendet oder das Programm auf dem Mac noch nicht installiert war. Ein Beispiel: Das MKV-Format für Videos oder moderne Formate wie HEIF-Bilder oder FLAC-Audiodateien. In einem solchen Fall klickt ihr mit der rechten Maustaste (oder Ctrl+Klick) auf eine Datei, die die umzustellende Erweiterung hat.

Öffnet dann den Einstellungsbaum unter Öffnen mit durch Klick auf das Größer-Zeichen. Wählt nun aus der Auswahlliste die App, die als Standard zum Öffnen dieser Dateien benutzt werden soll. Wichtig: Jetzt müsst ihr noch auf Alle ändern klicken. Erst dann wird die geänderte Zuordnung der Standard-App für macOS gespeichert. Ab sofort wird das gerade festgelegte Programm geöffnet, wenn ihr auf eine Datei dieser Erweiterung doppelklickt.

Alternative über die Systeminformationen

Manchmal fehlt in der Auswahlliste das gewünschte Programm. In diesem Fall könnt ihr über Andere… am Ende der Liste weitere Apps auswählen. macOS zeigt dann den kompletten Programmordner an. Besonders praktisch: Ihr könnt auch Apps aus dem App Store oder direkt heruntergeladene Programme problemlos als Standard festlegen.

Häufige Anwendungsfälle in 2026

In der Praxis ergeben sich heute besonders oft Probleme mit neuen Dateiformaten. WebP-Bilder von Websites öffnet macOS standardmäßig mit der Vorschau-App, aber spezialisierte Bildbearbeitungsprogramme wie Affinity Photo 2 oder das neue Photoshop 2026 handhaben diese oft besser.

Bei Audiodateien ist es ähnlich: Während Apple Music automatisch für MP3 und AAC zuständig ist, wollt ihr vielleicht hochauflösende FLAC- oder DSD-Dateien lieber mit Audirvana oder VLC abspielen. Diese Programme nutzen die erweiterten Audio-Chips der neueren MacBook Pro und Mac Studio Modelle optimal aus.

Für Videodateien hat sich die Situation deutlich entspannt. Der neue VideoToolbox-Framework in macOS Sequoia und den nachfolgenden Versionen unterstützt praktisch alle gängigen Codecs nativ. Trotzdem bevorzugen viele Nutzer spezialisierte Player wie IINA oder den bewährten VLC Player für ihre Sammlung.

Stapelweise Dateien umstellen

Wenn ihr viele Dateien eines Typs habt, müsst ihr den Vorgang nicht für jede einzelne wiederholen. Wählt einfach eine beliebige Datei des gewünschten Formats, stellt die Standard-App wie beschrieben um und klickt auf „Alle ändern“. macOS wendet die Einstellung automatisch auf alle Dateien mit derselben Erweiterung an.

Probleme mit App-Berechtigungen

Seit macOS Monterey und den Folgversionen kann es vorkommen, dass manche Apps nicht sofort in der Auswahlliste erscheinen. Das liegt an den verschärften Sicherheitseinstellungen. Falls eine App fehlt, öffnet sie einmal manuell über das Finder-Menü „Öffnen mit > Andere“ und bestätigt die Sicherheitsabfrage. Danach taucht sie dauerhaft in der Auswahlliste auf.

Zurück zu den Standardeinstellungen

Solltet ihr einmal unzufrieden mit eurer Wahl sein, könnt ihr jederzeit zur ursprünglichen macOS-Zuordnung zurückkehren. Klickt dazu wieder mit der rechten Maustaste auf eine entsprechende Datei und wählt unter „Öffnen mit“ die Apple-eigene App aus – meist Vorschau für Bilder, QuickTime für Videos oder TextEdit für Textdateien.

Fazit: Mehr Kontrolle über eure Dateien

Die Verwaltung von Standardprogrammen in macOS ist zwar nicht so zentral organisiert wie bei Windows, dafür aber sehr flexibel. Ihr könnt für jeden Dateityp individuell entscheiden und habt vollständige Kontrolle darüber, welche App eure Inhalte öffnet. Besonders bei der Arbeit mit spezialisierten Programmen für Foto-, Video- oder Audiobearbeitung zahlt sich diese Flexibilität aus.

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026