Diese Woche im Videoblog: Microsoft startet mit Xbox Music einen eigenen Musik-Streamingdienst, der über 30 Millionen Songs bietet – auch zum kostenlosen Hörgenuss. HBCI macht Homebanking sicher. Und: Google bietet interessante Einblicke in eins seiner Rechenzentren.
Rechenzentren sind normalerweise ein regelrechtes Heiligtum. Gut bewacht, kaum jemand darf da rein. Um so bemerkenswerter ist es, dass Google nun Einblicke ins eins seiner größten Rechenzentren in North Carolina ermöglicht. Wie sich das für Google gehört, natürlich virtuell: Wer mag, kann sich in bester und bewährter Streetview-Manier im Rechenzentrum umsehen, sogar zwischen den Servern umher wandern, Details heranzoomen – erstaunlich, was der Onlineriese alles erlaubt.
Auch amerikanische Onlineunternehmen sollen in Europa nicht mehr machen dürfen was sie wollen. Europäische Datenschützer haben Google aufgefordert, die an vielen Stellen viel zu vage formulierten Datenschutzbestimmungen zu ändern – und zwar bis spätestens Anfang 2013. Eigentlich genug Zeit, um Formulierungen anzupassen, die uns User in der Tat im Unklaren darüber lassen, was mit den von Google über uns erhobenen Daten passiert.
Kleine Änderungen sind es, die das Leben leichter machen: Seit kurzem ist das Abgleichen von Kontakten aus Ihrem Google-Konto mit dem iPhone, iPad und Mac einfacher. Denn jetzt können Sie das CardDAV-Protokoll nutzen – und sind damit unabhängig vom Microsoft Exchange-Abgleich.
Google Streetview steht ab sofort auch auf Smartphones wie dem iPhone zur Verfügung: Das macht den Online-Kartendienst von Google noch besser als bisher – und lässt Apple erst recht alt aussehen, denn Apples Kartendienst ist nicht nur fehlerhaft, sondern hat nicht mal ansatzweise so etwas wie Streetview zu bieten.
Wer etwas im Internet sucht, der befragt eine Suchmaschine – bei uns in Deutschland ist das zu mehr als 90 Prozent Google. Schön, wenn so viele Menschen einem Anbieter vertrauen. Problematisch ist das trotzdem, denn so hat ein US-Unternehmen eine ungeheure Macht, die Macht nämlich zu entscheiden, wo die Internetbenutzer hingehen, auf welchen Webseiten sie landen. Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel verlangt mehr Kontrolle.
In iOS 6 hat Apple die Karten-App von Google durch Daten von Tomtom ersetzt. Der Unmut in der Netz-Gemeinde ist gross: Die Karten sind ziemlich ungenau, so landet etwa das Brandenburger Tor in „Schöneiche bei Berlin“. Die gute Nachricht: Sie können auch in iOS 6 die exakten Karten von Google nutzen.
Seit genau einem Jahr ist Google+ nun für alle erreichbar. Zeit, Bilanz zu ziehen. 400 Millionen registrierte Mitglieder zählt Googles Netzwerk, davon sind 100 Millionen mindestens einmal im Monat aktiv. Man könnte also auch sagen: 300 Millionen Karteileichen. Kein so tolles Ergebnis. Facebook hat über 950 Millionen Mitglieder, von denen über 500 Millionen täglich online gehen.