TAN generieren per PhotoTAN

von | 21.04.2022 | Software

Der zweite Faktor ist wichtiger denn je: Beim Banking sichert er nach der Eingabe der Zugangsdaten Transaktionen noch einmal zusätzlich ab. PhotoTAN von deutschen Banken wie Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkasse und vielen anderen ist ausgeklügelt, manchmal aber auch ein wenig kompliziert in der Anwendung. Hier können wir helfen!

Die PhotoTAN ist im Grunde eine farbige Punktewolke, die an einen QR-Code erinnert. Das entsprechende Lesegerät muss – nachdem es einmal an das Bankkonto gekoppelt wurde – mit der Kamera darauf gehalten werden und generiert daraus die für die Transaktion nötige TAN. Was früher nur mit speziellen Hardware-Lesegeräten funktionierte, läuft heute hauptsächlich über Smartphone-Apps.

Das Smartphone-Dilemma und seine Lösung

Auch wenn die Banken weiterhin eigene Hardware anbieten, zeigt die Erfahrung, dass Anwender fast ausschließlich das Smartphone verwenden wollen. Genau das sorgt aber für ein klassisches Problem: Ihr gebt die Transaktionsdaten in der Banking-App auf dem Telefon ein, dann zeigt das auch die PhotoTAN an. Die könnt ihr schwerlich mit der Kamera desselben Telefons scannen!

Hier kommt der entscheidende Trick ins Spiel: Wenn ihr die entsprechende PhotoTAN-App eurer Bank installiert habt (z.B. die PhotoTAN-App der Commerzbank oder ähnliche Apps anderer Banken), dann gibt es eine elegante Lösung!

Push-Freigabe: Der moderne Weg

Startet einmal die PhotoTAN-App eurer Bank und konfiguriert sie ordnungsgemäß. Danach könnt ihr im Bildschirm, in dem ihr die PhotoTAN eingeben müsst, in der Banking-App auf TAN generieren tippen. Die Transaktion wird dann automatisch in die PhotoTAN-App übertragen und dort als Push-Freigabe angezeigt. Gebt sie frei und die Transaktion ist ohne weitere Aufwände autorisiert.

Sicherheit und neue Entwicklungen

Die PhotoTAN-Verfahren haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Moderne Apps nutzen zusätzliche Sicherheitsfeatures wie biometrische Authentifizierung (Fingerabdruck oder Face-ID) und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Viele Banken haben ihre TAN-Verfahren 2025 und 2026 nochmals überarbeitet und setzen verstärkt auf App-zu-App-Kommunikation.

Troubleshooting: Wenn’s mal hakt

Falls die automatische Übertragung nicht funktioniert, prüft folgende Punkte:

  • Beide Apps sind auf dem neuesten Stand
  • Die PhotoTAN-App ist korrekt mit eurem Bankkonto verknüpft
  • Push-Benachrichtigungen sind für beide Apps aktiviert
  • Ihr habt eine stabile Internetverbindung

Alternativ könnt ihr in den meisten Banking-Apps auch manuell zur PhotoTAN-App wechseln. Viele Banken bieten inzwischen auch einen „App-Switch“ Button, der euch direkt zur TAN-App weiterleitet.

Vergleich der Bank-Verfahren

Die meisten deutschen Banken setzen mittlerweile auf ähnliche PhotoTAN-Verfahren, haben aber unterschiedliche Namen dafür: Die Deutsche Bank nennt es „photoTAN“, die Sparkassen sprechen von „pushTAN“ oder „S-pushTAN“, die Commerzbank bleibt bei „photoTAN“. Das Grundprinzip ist jedoch überall gleich.

Zukunft des Banking: Mehr als nur TAN

Die Entwicklung geht klar in Richtung noch einfacherer Authentifizierung. Viele Banken testen bereits reine Biometrie-Verfahren und arbeiten an der Integration von Passkeys. Für kleinere Beträge setzen einige Institute schon heute auf vereinfachte Freigaben ohne TAN.

Trotzdem bleibt die PhotoTAN vorerst der Standard für sichere Banktransaktionen. Mit den richtigen Apps und etwas Know-how ist sie deutlich komfortabler als die alten SMS-TANs – und vor allem sicherer. Der Trick mit der automatischen App-Übertragung macht das ganze System alltagstauglich und sorgt dafür, dass ihr nicht mehr zwischen verschiedenen Geräten jonglieren müsst.

Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026