Die Währung des Internets: Eure Daten. Wenn Ihr möglichst wenig über Euer Surfverhalten preisgeben wollt: Nutzt die erweiterten Anti-Tracking-Mechanismen von Microsoft Edge!
Wenn Ihr im Internet surft, dann habt Ihr – für Euch meist unsichtbar – eine Menge an Daten im Gepäck: Den verwendeten Browser, das Betriebssystem, die Bildschirmauflösung, installierte Schriftarten, die Cookies, Fingerprinting-Daten und eine Menge mehr an Informationen. Einzeln betrachtet sind diese Daten harmlos, zusammengenommen aber ergeben sie einen digitalen Fingerabdruck, der eine eindeutige Identifikation ermöglicht und damit die Verfolgung über Webseiten hinweg. Euer Einkaufsverhalten, Eure aus den besuchten Seiten abgeleiteten Interessen, politische Neigungen – all das wird ausgewertet und zu Geld gemacht.
Die gute Nachricht: Microsoft Edge hat seine Datenschutzfunktionen in den letzten Jahren erheblich ausgebaut und bietet mittlerweile einen der ausgeklügeltsten Trackingschutz-Mechanismen unter den großen Browsern:
- Klickt in den Einstellungen auf Datenschutz, Suche und Dienste.
- Aktiviert die Option Trackingverhinderung.
- Empfohlen wird die Einstellung Ausgewogen, damit versucht Edge, eine Balance zwischen Schutz und Nutzbarkeit der Webseiten einzustellen.

Neue Datenschutz-Features in Edge 2026
Microsoft hat Edge kontinuierlich weiterentwickelt. Seit 2024 gibt es zusätzliche Schutzmaßnahmen:
- Enhanced Privacy Dashboard: Ihr könnt jetzt in Echtzeit sehen, welche Daten blockiert werden und wie viele Tracking-Versuche pro Website abgewehrt wurden
- AI-basierte Tracker-Erkennung: Edge nutzt maschinelles Lernen, um neue Tracking-Methoden automatisch zu identifizieren, noch bevor sie in die Blockierlisten aufgenommen werden
- Cross-Site Cookie Blocking: Cookies von Drittanbietern werden standardmäßig blockiert, was das sogenannte „Cross-Site Tracking“ erheblich erschwert
- Fingerprinting-Schutz: Edge verschleiert gezielt Browserinformationen, die zur Erstellung digitaler Fingerabdrücke verwendet werden könnten
Erweiterte Einstellungen für Profis
Für noch mehr Kontrolle könnt Ihr folgende Optionen aktivieren:
- Verhindere, dass Websites meine lokal gespeicherten Daten wiederverwenden: Diese Option löscht Website-Daten regelmäßig
- Website-Berechtigungen automatisch widerrufen: Standort, Kamera und andere sensible Berechtigungen werden nach einer bestimmten Zeit automatisch zurückgenommen
- DNS-over-HTTPS: Aktiviert verschlüsselte DNS-Anfragen, damit auch euer Internet-Provider nicht mitliest, welche Websites ihr besucht
Wenn Ihr Webseiten besucht, auf denen Ihr eher einen hohen Schutz haben wollt, dann werdet Ihr im Normalfall sowieso den Privaten Modus nutzen. Aktiviert in den Einstellungen von Edge Beim InPrivate-Browsen immer die strenge Tracking-Verhinderung nutzen, dann erhöht Ihr den Tracking-Schutz, ohne Euch auf normalen Seiten allzu sehr einzuschränken.
Der neue „Super Private Mode“
Seit Ende 2025 bietet Edge einen „Super Private Mode“, der über das normale InPrivate-Browsing hinausgeht. Hier werden zusätzlich:
– WebRTC-Lecks verhindert (die eure echte IP-Adresse preisgeben könnten)
– JavaScript-Fingerprinting aggressiv blockiert
– Automatische VPN-Integration angeboten (in ausgewählten Regionen)
– Canvas- und Audio-Fingerprinting verhindert
Wenn Ihr sehen wollt, welche Seiten Euch besonders intensiv verfolgen wollen, dann klickt auf den Pfeil neben Blockierte Tracker. Hier seht Ihr pro Tracker die Seiten, die ihn verwenden. Das neue Dashboard zeigt auch eine Heatmap der aggressivsten Tracking-Websites. Im Durchschauen findet Ihr schnell heraus, welche Internetseiten dauernd in der Liste auftauchen. Überlegt, diese zu meiden oder zumindest im Super Private Mode zu besuchen.

Grenzen des Browser-Trackingschutzes
So gut Edge auch geworden ist – ein Browser allein kann nicht alle Tracking-Methoden verhindern. Besonders bei:
– Login-basiertem Tracking (wenn ihr euch bei Google, Facebook etc. einloggt)
– Device-Fingerprinting über Hardware-Eigenschaften
– Tracking über installierte Apps, die Browserdaten teilen
Deshalb solltet Ihr zusätzlich darüber nachdenken, verschiedene Browser für verschiedene Zwecke zu nutzen, regelmäßig eure Daten zu löschen und bei sensiblen Recherchen auch mal zu Tor oder anderen Anonymisierungsdiensten zu greifen.
Fazit: Edge wird erwachsen
Microsoft Edge hat sich von einem Außenseiter zu einem ernstzunehmenden Datenschutz-Browser entwickelt. Die Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Privatsphäre stimmt mittlerweile, und die KI-gestützten Schutzfunktionen machen Edge zu einer echten Alternative für datenschutzbewusste Nutzer. Probiert die neuen Features aus – eure Daten werden es euch danken.
Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026