WhatsApp: Gruppen, Broadcasts & Communities richtig nutzen

von | 28.05.2024 | Social Networks

Oft verwendet ihr WhatsApp nicht nur als direkten Kommunikationskanal zu einem Benutzer, sondern wollt gleich mit mehreren Personen kommunizieren. Gruppen sind die eine Möglichkeit: Eher unbekannt, aber sehr hilfreich sind da aber auch die Broadcast-Listen! Noch praktischer werden diese Features mit den neuen Community-Funktionen und erweiterten Admin-Tools von 2025.

Verwenden von Gruppen in WhatsApp

WhatsApp ist eine der schnellsten Arten, Verabredungen zu treffen und Informationen auszutauschen. Wenn ihr beispielsweise ein Treffen oder eine Party organisieren wollt, dann macht es Sinn, das gleich mit allen Teilnehmern zu machen. Mit den erweiterten Gruppenfunktionen von 2025 ist das noch einfacher geworden.

Statt – wie es intuitiv wäre – mehrere Teilnehmer zum Chat hinzuzufügen, müsst ihr eine Gruppe anlegen. Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist:

  • Tippt in der Chat-Ansicht oben rechts auf Neue Gruppe. Dann gebt der Gruppe einen sprechenden Namen. Dieser wird allen Teilnehmern angezeigt, als wäre die Gruppe ein einzelner Kontakt. Es macht als Sinn, diesen sprechend zu wählen!
  • Wählt danach aus den Kontakten diejenigen aus, die in die Gruppe aufgenommen werden sollen. Das könnt ihr durch Antippen und Rollen durch die Liste der Kontakte machen. Neu: Die KI-gestützte Kontaktsuche schlägt euch passende Personen basierend auf eurer bisherigen Kommunikation vor.
  • Ein Tippen auf Erstellen schließt den Vorgang ab. Jeder Teilnehmer bekommt nun von WhatsApp eine Information, dass er der Gruppe hinzugefügt wurde und kann das natürlich auch ablehnen.
  • Im Chat selbst fällt dann nicht mehr auf, dass es sich um eine Gruppe und nicht um einen einzelnen Kontakt handelt. Einzig die Tatsache, dass mehrere Leute antworten, unterscheidet die Gruppe von einem normalen Chat.

Neue Community-Features nutzen

Seit Ende 2024 gibt es Communities – eine Art Dachorganisation für mehrere Gruppen. Perfekt für größere Projekte: Ihr könnt eine Community für euer Sommerfest erstellen und darunter separate Gruppen für Catering, Musik und Dekoration anlegen. Alle bleiben verbunden, aber die Diskussionen bleiben thematisch getrennt.

Gruppen per Link erweitern

Haben nicht alle Teilnehmer WhatsApp oder habt ihr nicht alle in den Kontakten? Dann ladet sie doch per Link und die Weiterleitung per E-Mail oder andere Messenger ein:

Mitglieder zu einer Gruppe hinzuzufügen, ist einfach, wenn ihr diese alle kennt. Manchmal wollt ihr aber auch eine Community schaffen, die Menschen zusammenbringt, die ihr noch gar nicht kennt. Die Nachbarn, die gemeinsam über ein Sommerfest der Siedlung reden möchten, beispielsweise. In einem solchen Fall macht es Sinn, in sozialen Netzwerken, Plakaten und E-Mails einen Link zu teilen:

  • Öffnet die Gruppe aus der Chatübersicht und tippt oben auf die Beschreibung.
  • Rollt in der Übersicht nach unten, bis ihr die Mitglieder der Gruppe seht. Tippt da auf Mit Link zur Gruppe einladen.
  • WhatsApp zeigt euch nun den Link zur Gruppe an und bietet euch verschiedene Möglichkeiten, diese zu teilen. Link über WhatsApp senden funktioniert nur bei Kontakten, die schon in eurer Liste sind.
  • Über Link teilen könnt ihr alle installierten Apps auf eurem Smartphone nutzen, über Link kopieren bekommt ihr ihn in die Zwischenablage und könnt ihn direkt in ein Dokument einfügen.
  • Für ein Plakat eignet sich am besten ein QR-Code. Neu: Die QR-Codes sind jetzt anpassbar und können mit eurem Gruppenlogo versehen werden.

Erweiterte Admin-Funktionen

Als Gruppenadmin habt ihr seit 2025 deutlich mehr Kontrolle: Ihr könnt Nachrichten-Timer setzen (Messages verschwinden nach bestimmter Zeit), Umfragen erstellen und sogar Event-Termine direkt in der Gruppe planen. Die neue Moderations-KI hilft dabei, Spam und unpassende Inhalte automatisch zu erkennen.

Verwenden einer Broadcast-Liste

Wenig bekannt, aber für die schnelle Nachricht an mehrere Kontakte sinnvoll: Broadcast-Listen. Ein Broadcast ist eine einseitige Kommunikation von einem Sender an mehrere Empfänger, das kennt ihr beispielsweise vom Radio. 2025 kamen hier wichtige Updates dazu.

  • Um einen neuen Broadcast anzulegen, klickt in der Chatübersicht von WhatsApp auf das +-Zeichen, dann auf Neuer Broadcast.
  • Wählt aus der Liste der Kontakte die aus, die die Nachricht bekommen sollen und dann auf Erstellen. Maximal sind 256 Empfänger möglich (früher nur 100).
  • Ihr könnt nun eine Nachricht schreiben, die dann an alle Teilnehmer des Broadcasts gleichzeitig herausgeschickt wird. Neu: Auch Videos bis 2GB und Dokumente sind möglich.
  • Wenn ihr die Broadcast-Liste wiederverwenden wollt, dann tippt in der Chatansicht oben in die Titelzeile und ändert den Namen.
  • Die Antwort eines Teilnehmers auf einen Broadcast geht immer nur an euch. Sollen die Teilnehmer auch miteinander kommunizieren können, dann ist eine Gruppe die bessere Wahl!

Broadcasts mit Statistiken

Das große Update: Broadcast-Listen zeigen euch jetzt Statistiken. Ihr seht, wer eure Nachricht gelesen hat, wer darauf geantwortet hat und könnt sogar A/B-Tests mit verschiedenen Nachrichten-Varianten fahren. Besonders praktisch für kleine Unternehmen oder Vereine.

Channels als Alternative

Für öffentliche Kommunikation sind die seit 2024 verfügbaren Channels oft die bessere Wahl. Anders als Broadcasts können hier auch Fremde folgen, ohne dass ihr deren Telefonnummer kennt. Channels eignen sich perfekt für Newsletter, Vereinsnachrichten oder lokale Informationen.

Wann nutzt ihr was?

Gruppen sind ideal für Diskussionen, Planungen und interaktive Kommunikation. Jeder kann mit jedem sprechen.

Broadcasts nutzt ihr für einseitige Informationen an bekannte Kontakte – wie Einladungen oder Ankündigungen.

Channels sind perfekt für öffentliche Kommunikation ohne Interaktion der Follower untereinander.

Communities kombinieren mehrere Gruppen unter einem Dach – ideal für größere Projekte oder Organisationen.

Mit diesen vier Kommunikationsformen deckt WhatsApp 2026 praktisch jeden Bedarf ab – von der privaten Party bis zur professionellen Unternehmenskommunikation.

Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026